6 tolle Kerne mit Potential

Kerne von Obst und Gemüse werden viel zu häufig einfach weggeworfen. Dabei sind sie voller Vitamine, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen.
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Foto: Thinkstock
Erst einmal vorweg: Auch sprachlich kommen Kerne ganz schön gut weg. Ihnen werden harte Eigenschaften zugetraut, weswegen man Menschen, die durchhalten, als "den harten Kern" bezeichnet. Und wer sich einer guten Gesundheit erfreut, gilt als "kerngesund". Im Kern steckt die Fortpflanzungskraft der Botanik, das bedeutet Ursprung, Wachstum, Kraft und Vitalität.
Viele Kerne schmecken getrocknet, geröstet und gesalzen ganz hervorragend, andere wiederum eigenen sich für Haarspülungen oder als Wärmekissen. Wir haben die beliebtesten Kerne unter die Lupe genommen.

1. Avocadokerne
Dass das Fruchtfleisch von Avocados reich an essentielle Fettsäuren ist, weiß jeder. Was jedoch kaum einer weiß: Insbesondere im Kern steckt die höchste Konzentration wertvoller Inhaltsstoffe, die das Immunsystem stärken und vor freien Radikalen schützen. Außerdem sollen sie Entzündungen im Körper vorbeugen. Am besten schält man die dunkele Haut ab und schneidet den Avocadokern in dicke Scheiben, die man gut trocknen lässt. Danach die Scheiben über eine Reibe oder im Mixer zu feinem Pulver verarbeiten. Das lässt sich dann gut unter Müsli oder Smoothie mischen. Ebenfalls gut: Äußerlich angewendet, kann das Pulver mit ein paar Esslöffeln Kokosöl für eine Haarkur benutzt werden.

2. Melonenkerne
Gleichgültig, ob Galia-, Honig- oder Wassermelone, meistens sind wir nur am saftigen Fruchtfleisch interessiert und pulen die Kerne heraus. Dabei stecken auch hier die wertvollsten Inhaltsstoffe in den Kernen. Während das Fruchtfleisch zu 95 Prozent aus Wasser besteht, enthalten die Kerne jede Menge starke Vitamine wie A, B und C, Magnesium, Kalzium und Eisen. Also: Kerne herauspulen, gut durchtrocknen lassen, etwas würzen und dann zu Salat oder über Gemüse verstreut verzehren.

3. Kürbiskerne
Okay, das müsste eigentlich jeder wissen, dass man die Kerne von Kürbis essen kann. Sie gibt es inzwischen abgepackt fertig zu kaufen und man bezahlt nicht gerade wenig dafür. Grund für ihre Beliebtheit: Sie schmecken richtig lecker und enthalten über ihren hohen Vitamin- und Mineralgehalt hinaus noch Glücksbotenstoffe wie Serotonin und L-Arginin, das durchblutungsfördernd wirkt. Einfach die Kerne herausschneiden, gut von den Fäden säubern und waschen und danach auf einem Handtuch durchtrocknen lassen. Kürbiskerne kann man mit Schale im Ofen rösten oder auch frisch essen.

4. Kirschkerne
Schon einmal von einem Kirschkernkissen gehört? Genau. Die anthroposophische Idee ist deshalb so gut, weil Kirschkerne wirklich sehr lange die Wärme speichern und sich deswegen hervorragend als Heizkissen eignen. Wer nicht ein Kissen nähen will, kann die getrockneten Kerne auch gut in eine große weiche Socke füllen und mit einem Band zubinden.

5. Papayakerne
In den Kernen von Papayas steckt besonders viel Papain. Das ist ein Enzym, das den Stoffwechsel anregen soll. Papain ist sehr teuer, weswegen es sich lohnt, Papayakerne zu trocknen, zu mahlen und als Pfefferersatz beim Kochen zu verwenden.

6. Apfelkerne
Apfelkerne schmecken bitter. Und es stimmt, dass sie Blausäure enthalten, allerdings in homöopathischen Dosen und damit völlig unbedenklich. Aber darauf herumzukauen, ist ein eingeschränktes Vergnügen. Allerdings kann man aus den Resten von Äpfeln hervorragend Apfelessig selbst herstellen. Mit dem kann man sein Haus und auch Haut und Haare zum Glänzen bringen.
WIE EINFACH!-Tipp: Apfelessig selbst herzustellen ist denkbar einfach: Schalen und Kerngehäuse von Äpfeln in einem sterilisierten Gefäß mit Zucker (2 EL pro Kilogramm Apfel) bestreuen, mit Wasser auffüllen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. Ab und zu umrühren, um Schimmelbildung zu vermeiden. Nach ein paar Tagen beginnt die Lösung zu gären und Schaum zu bilden. Nach circa zwei Wochen die Apfelstücke durch ein sauberes Tuch sintern und in ein sauberes Gefäß gießen. Gut zugedeckt entwickelt sich innerhalb von vier Wochen feinster Apfelessig.

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