Gesund und lecker: Trockenobst selber machen

Trockenobst ist nicht nur gesund und lecker, sondern lässt sich auch ganz einfach selber machen. WIE EINFACH mit smarten Infos und Tipps!
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Foto: pixabay
Das Trocknen von Obst ist eine der ältesten Konservierungsarten überhaupt - quasi ein Selbstläufer: Die Datteln, Trauben oder Feigen fielen von den Bäumen und Reben und wurden durch die Hitze der Sonne getrocknet. Bereits vor Tausenden von Jahren erfreute Dörrobst den menschlichen Gaumen, beispielsweise in Irak, Syrien, Ägypten oder Israel. Und auch heute lieben wir den fruchtig-süßen Geschmack von getrockneten Früchten. Das Schöne: Trockenobst lässt sich ganz einfach und ohne künstliche Zusätze selber herstellen.

Gesund und verdauungsfördernd
Trockenobst ist nicht nur super lecker, sondern obendrein gesund, denn es enthält kein Fett, dafür jedoch zahlreiche wertvolle Vitamine und Mineralien wie Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Zudem wirkt es aufgrund seines sehr hohen Ballaststoffgehaltes verdauungsfördernd. Aber Vorsicht: Im Übermaß können Trockenfrüchte zu Blähungen führen. Zudem bestehen sie zu einem Großteil aus Fruchtzucker - Karies lässt grüßen. Aber in Maßen genossen sind getrocknete Aprikosen, Äpfel und Co wesentlich gesünder als Süßigkeiten und eine prima Alternative zu Schoki und Co!

Geschwefelt oder lieber umgeschwefelt?
Häufig werden Dörrobst Schwefeldioxid oder andere Konservierungsmittel zugesetzt. Vorteil: Der Schwefel dient dazu, das Obst länger haltbar zu machen. Nachteil: Schwefel kann für Asthmatiker und Allergiker bedenklich sein. Ungeschwefeltes Trockenobst ist zwar deutlich teurer aber dafür auch wesentlich gesünder und leckerer, weil unverfälschter im Geschmack.

Trockenobst ganz einfach selber machen
Selbst getrocknetes Obst schmeckt nicht nur fantastisch, sondern ist frei von Zusatzstoffen (wie eben den oben genannten Sulfaten) und zudem wesentlich günstiger als Gekauftes. Auch ohne speziellen Dörrautomaten lässt sich Trockenobst ganz einfach selber machen. Am besten eignen sich Früchte wie Äpfel, Birnen, Pflaumen und Aprikosen. Tipp: Frisches, ungespritztes und reifes Obst verwenden. Wichtig: Getrocknet werden kann bei Temperaturen von 0 bis 70 C. Bei zu hohen Temperaturen verliert das Trockengut allerdings schneller an Geschmack und Aroma, und bereits ab Temperaturen von 40 C werden erste Vitamine zerstört. DIY-Dörrobst ist übrigens auch ein tolles Gast-Geschenk!

Die Zutaten:
Früchte
Zitronensaft
Bambusstäbe

So geht's:
Die Früchte schälen und das Kerngehäuse entfernen. Das Obst anschließend in Scheiben schneiden - je dünner, desto schneller trocknen sie. Die Scheiben direkt nach dem Schneiden in mit Wasser verdünnten Zitronensaft tauchen, damit sie nicht verfärben.
Trocknen an der Luft: Die Scheiben auf eine Schnur auffädeln und für mehrere Tage zum Trocknen auf einem Dachboden oder im Heizungskeller aufhängen. Wichtig: Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden (sonst gehen Vitamine verloren)! Bei zu viel Luftfeuchtigkeit hingegen droht die Gefahr von Schimmel.
Trocknen im Backofen - die deutlich schnellere und sicherere Variante: Die Fruchtscheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen oder alternativ auf ausreichend lange Holzspieße auffädeln und diese in die Schienen im Backofen hängen und das Obst etwa fünf Stunden bei 60 bis 70 Grad trocknen. Wichtig: Die Ofentür ein wenig geöffnet lassen, damit die Luft zirkulieren und die Feuchtigkeit abziehen kann.

Tipp: Wer regelmäßig Dörrobst herstellen möchte, sollte vielleicht doch über die Anschaffung eines Dörrgerätes nachdenken. Der Vorteil: Da solche speziellen Geräte mehrere Einschubleisten besitzen, lassen sich große Mengen an Obst auf kleinem Raum und bei wesentlich geringerem Energieverbrauch trocknen.

Aufbewahrung
Trockenobst am besten dunkel und kühl lagern. Ideal zur Aufbewahrung sind Keramikgefäße mit Deckel oder dicht schließende Schraubgläser. Wichtig: Die Früchte vor dem Verpacken abkühlen lassen.

Rezept-Tipp:Trockenobst schmeckt wunderbar in Kombination mit Joghurt und Nüssen. Wer mag, garniert das Ganze noch mit frischem Obst, beispielsweise mit einer Handvoll Beeren - fertig ist das gesunde und sättigende Obst-Frühstück. Und natürlich eignen sich die getrockneten Früchte hervorragend als Snack zwischendurch, zur Zubereitung von Müsliriegeln oder Früchtebrot sowie zur Füllung von Braten.