Knoblauchgeruch loswerden - so gehts!

Knoblauch ist lecker, hinterlässt aber häufig eine Fahne und somit ein schlechtes Gewissen. Wir erklären, wie man Knoblauchgeruch loswerden kann.
Knoblauchgeruch loswerden - so gehts! Knoblauchgeruch loswerden - so gehts! Knoblauchgeruch loswerden - so gehts!
Foto: M. Kenneally/Unsplash

Wie entsteht eine Knoblauchfahne?


Knoblauch an sich stinkt nicht. Wird er jedoch zerkleinert, entsteht die Schwefelverbindung Allicin, die für den Geruch verantwortlich ist. Sie verteilt sich über den Magen und das Blut im gesamten Körper und wird über den Atem und die Haut nach außen abgegeben. Dieser Prozess beziehungsweise der dabei abgegebene Geruch wird dann als Knoblauchfahne wahrgenommen. Er kann - je nach Person - bis zu 24 Stunden anhalten.

Knoblauchgeruch loswerden: Grün ist gut!


Die schlechte Nachricht vorab: Bislang gibt es leider kein Wundermittel, das Knoblauchgestank den Garaus macht. Es gibt aber zumindest Möglichkeiten, den Geruch kurzfristig zu neutralisieren. Dazu gehört das Kauen von frischen Kräutern wie Petersilie, Salbei oder Pfefferminze. Die ätherischen Öle überlagern die Knoblauchfahne ein wenig. Ein Kaugummi tut es auch, wenngleich es nicht so stark ist. Allerdings können Kräuter und Kaugummi nur den Atem beeinflussen, nicht die Ausdünstungen der Haut. Wer also ganz und gar nicht auf Knoblauch verzichten kann und am nächsten Morgen ein wichtiges Meeting hat, schluckt am besten direkt Chlorophyll-Kapseln aus der Apotheke. Sie können Gerüche neutralisieren, in dem sie die Aktivität des Allicins vermindern. Auf Chlorophyll setzt übrigens auch die Kuss-Brause "Papa Türk" , die so das Knutschen direkt nach einem Döner möglich machen will - ganz ohne Geruchsbelästigung, versteht sich.

Knoblauchfahne: Die Milch macht's besser!


Wer Knoblauchgeruch loswerden möchte, hat bestimmt schon einmal gehört, dass das Trinken von Milch helfen soll. Das stimmt tatsächlich, allerdings ist schnelles Handeln erforderlich. Allicin ist fettlöslich. Trinkt man ein Glas Milch noch während des Knoblauchkonsums, kann es die Schwefelverbindungen beim Essen lösen, so dass die Knoblauchfahne weniger schlimm ausfällt. Ist das Allicin bereits im Blutkreislauf angekommen, kann man sich die Milch sparen.

Knoblauchgeruch vermeiden


Noch besser als Knobigestank zu vertreiben, ist es, ihn direkt zu vermeiden. Grundsätzlich sorgt frischer Knobi für weniger Geruchsbelästigung als getrockneter oder Knoblauch in Fertigprodukten. Auch gut: Keine ganzen Zehen oder Stücke essen. Wer selber kocht, kann z. B. die Pfanne oder den Topf mit einer Knoblauchzehe einreiben und bekommt so nur einen Hauch Knoblauch ins Essen - und in den Körper. Alternativ kann man auch eine ganze Zehe mit anbraten oder kochen und vor dem Essen wieder entfernen.

Knoblauchgestank von den Händen entfernen


Knoblauch macht sich nicht nur im Atem bemerkbar - auch beim Schneiden kann sich der Geruch penetrant an den Händen festsetzen. Hier hilft Edelstahl: Wer eine Edelstahlspüle besitzt, braucht die Finger einfach nur ein wenig daran zu reiben. Ansonsten gibt es sogenannte Edelstahlseifen, mit denen man sich die Hände waschen kann. Einweghandschuhe beim Schneiden können dafür sorgen, dass der Geruch gar nicht erst haften bleibt.

Extra-Tipp: Und falls die ganze Küche oder Wohnung nach Knoblauch stinken sollte, einfach ein Glas mit geröstetem Kaffee offen stehen lassen. So wird der Geruch neutralisiert, wohingegen Raumsprays oftmals nur überlagern. Hier finden Sie noch mehr Tipps, wie Sie Gerüche entfernen können.