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Allergien durch Essen positiv beeinflussen: Ja, das geht!

Frühlingszeit ist Pollenzeit. Immer mehr Menschen leiden darunter. Wir sind dem nicht hilflos ausgeliefert, weiß Ernährungsexperte Sven-David-Müller und erklärt, wie wir Allergien durch Essen positiv beeinflussen können.

Allergien durch Essen positiv beeinflussen: Ja, das geht!
Foto: Gallery Stock

Eine Allergie kündigt sich selten langsam und schleichend an. Häufig kommt sie völlig überraschend und löst von einem Tag auf den anderen heftige Abwehrreaktionen aus. Der Körper reagiert mit den typischen Symptomen Juckreiz, tränenden Augen, Schwellungen und Atemnot. "Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf körperfremde Eiweiße, also Allergene," erklärt Sven-David Müller. "Nach der Bildung von Antikörpern reagiert unser Körper auf die Allergene mit einer überschießenden Immunreaktion" so der Experte. Er reagiert insbesondere mit der Ausschüttung von Histaminen, die die typischen Beschwerden auslösen.

1. Ursache sind Gene und Lebenswandel
Nicht immer, aber häufig ist der Ausbruch von Allergien hausgemacht. "Natürlich dürfen wir die Gene nicht außer Acht lassen, relativiert Sven-David Müller. "Wer familiär bedingt stark vorbelastet ist, trägt ein hohes Risiko, zu erkranken. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung jedoch, der erst im fortgeschrittenen Alter allergische Reaktionen entwickelt, hat seine Immunabwehr über Jahre nach unten gerockt. Und irgendwann wehrt sich der Körper.

2. Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung
Die schlechte Nachricht ist gleichzeitig die gute: Wer die Hintergründe kennt, kann gegensteuern. "Viele Menschen verhalten sich schlicht und ergreifend falsch, resümiert Sven-David Müller. "Sie ernähren sich ungesund, bauen Stress nicht ab und bewegen sich deutlich zu wenig. Damit riskiere man seine Darmgesundheit, erklärt der Experte. "Der Darm jedoch ist das zweite Gehirn. Er übernimmt entscheidende Aufgaben in der Immunabwehr. Ist die Darmflora gestört, können Gifte, die mit der Nahrung eingenommen werden, nicht abgebaut werden. Die Folge? Sie reichern das Blut an und schwächen den Körper. Das kann zu einem Phänomen führen, das in der Medizin als "Leaky Gut" bekannt geworden sei, erklärt der Experte. Übersetzt heißt das so viel wie "durchlässiger Darm".

3. Allergien positiv beeinflussen: Zink lautet das Zauberwort
Doch es gibt gute Wege, seine Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen und die Darmwandfunktion wieder zu stärken. "Der wichtigstes Mineralstoff, der den Prozess unterstützen kann, ist Zink, sagt Sven-David Müller. Seine Empfehlung: "Wer unter Pollenallergien leidet, sollte schon im Dezember mit einer Zinkkur beginnen. Studien belegen, dass eine Gabe von 15 bis 30 Milligramm Zink am Tag den Verlauf von allergischen Reaktionen deutlich schwächen kann." Zwar könnte man seinen Körper auch durch Ernährung unterstützen. Austern und Rinderleber müssten dafür auf dem Speiseplan stehen. Aber die Mengen an Zink, die man brauche, könnten nur durch eine hohe Dosierung an Zinkkapseln erreicht werden. Die Gefahr einer Überdosierung besteht übrigens nicht. Schöner Nebeneffekt: Eine optimale Zinkzufuhr lässt Haare wachsen und Fingernägel härter werden.

4. Probiotische Lebensmittel helfen
Auch Probiotika stehen auf der Liste der guten Lebensmittel ganz oben. Wer seinen Darm etwa durch Antibiotika geschädigt und die Darmflora zerstört hat, muss ihn danach unbedingt mit Probiotika wieder aufforsten, sagt Ernährungsexperte Müller. "Das bedeutet, jeden Tag Joghurt, Kefi, Brottrunk zu sich nehmen, am besten zweimal am Tag," empfiehlt er. Die Milchsäurebakterien helfen durch ihre Ansiedlung dabei, ein gesundes allergiehemmendes Gleichgewicht wieder her zu stellen.

Darüber hinaus kann man natürlich seine Immunabwehr mit vitamin- und vitalstoffreicher Kost stärken und regelmäßig auch Frischobst, rohes und gekochtes Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Meeresfrüchte auf dem Speisezettel haben. Und regelmäßige Sporteinheiten und Entspannungsübungen - Stichworte sind hier Autogenes Training oder Yoga - nicht vergessen, die den Prozess gut unterstützen. Sollte man dennoch einen allergischen Schub erwischen, helfen die so genannten Antihistaminika aus der Apotheke. Sie sind inzwischen so dosiert, dass sich ihre Nebenwirkungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, in Grenzen halten.

Aktuelle Bücher "Wir essen uns schlank" (Mainz Verlag, Aachen) und "Ernährungsratgeber Histaminintoleranz" (Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover)


Von Franziska Wischmann

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