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Feel-Good-Food: Warum wir essen sollten, wonach uns ist

Die Verunsicherung beim Essen wird immer größer. Widersprechende Studienergebnisse tragen dazu bei, dass wir nicht mehr wissen, was uns gut tut. Nicht verrückt machen lassen, empfehlen die Ernährungsexperten Dörte und Jesko Wilke in ihrem neuen Ratgeber "Feel Good Food" und liefern gute Tipps.

Feel-Good-Food: Warum wir essen sollten, wonach uns ist
Foto: Thinkstock

Warum sollten wir Lebensmittel essen, die nicht "nicht frei von" sind sondern lieber "reich an"?

Menschen, die von sich behaupten, alles essen und vertragen zu können, sind schon fast zur Ausnahme geworden. Stattdessen kursieren Schlagworte wie Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit. Viele fürchten zu Unrecht, davon betroffen zu sein und kaufen teure Spezial-Produkte. Das halten wir für eine Sackgasse. Aus der wollen wir wieder hinaushelfen: Wir glauben nämlich, dass die innere Einstellung eine entscheidende Rolle spielt. Konkret: Wenn ich Appetit auf etwas habe und es mit Freude und Genuss verspeise, dann bekommt es mir auch.

Inwiefern beschleunigen sich widersprechende Studien die allgemeine Verunsicherung

Vor ein paar Jahren hieß es noch, Eier würden den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben und die Gefäße verstopfen. Butter dito. Heute weiß man, dass beides Teil einer gesunden Ernährung ist. Es gibt heute zu jedem Trend einen Gegentrend, zu jeder Studie eine, die gegenteilige Ergebnisse liefert oder sie wenigstens relativiert. Wir finden, man darf sich da nicht verrückt machen lassen. Der menschliche Stoffwechsel ist nun mal sehr kompliziert. Die Wissenschaft versteht noch lange nicht alle Vorgänge. Da wird sich immer wieder sehr viel ändern.

Warum ist Farbenvielfalt so wichtig?

Pflanzenfarben bewirken nicht nur, dass Obst und Gemüse hübsch anzusehen sind, sie bieten gleichzeitig eine wichtige Schutzfunktion. Zum Beispiel die Karotinoide. Sie schützen die Pflanzen vor den schädlichen Auswirkungen von zu viel Sonnenlicht. Pflanzen können sich schließlich nicht einfach in den Schatten verziehen. Eine einfache Regel besagt: Je bunter es auf dem Teller zugeht, desto vielfältiger ist auch das Angebot an sekundären Pflanzenstoffen.

Ihr Buch "Feel Good Food" enthält viele Erleuchtungen, etwa mit welchen Umdrehungen Smoothies gedrechselt werden sollten...

Da haben wir intensiv recherchiert: Interessanter Weise gibt es diese beiden Fraktionen, die Slow Juicer und Turbo Mixer. Beide tragen schlüssige Argumente vor. Die Slow Juicer meinen, dass bei zu schneller Verarbeitung durch die entstehende Hitze Vitamine zerstört werden. Die Turbo-Fraktion behauptet, dass erst bei sehr hohen Umdrehungen die Zellstruktur aufgebrochen werden kann und alle wertvollen Inhaltsstoffe zur Verfügung stehen. Verlässliche Studien gibt es dazu bisher unseres Wissens nicht. Wir geben allerdings zu bedenken, dass jedes Weiterverarbeiten frischer Zutaten zu Verlusten führt. Z.B. durch Oxydation und Wärme: Der Königsweg ist und bleibt in unseren Augen daher der Verzehr von frisch geernteten, rohen Naturprodukten. Auch wegen des Kauens: Die Verdauung beginnt schließlich bereits mit dem Zermahlen und Einspeicheln der Lebensmittel - dem erste Schritt für bekömmlichen Genuss. Also: ein Salat wäre am Ende empfehlenswerter als ein Smoothie...

Warum ist Achtsamkeit so wichtig?

Wir kennen das ja auch: Der Fernseher läuft und auf dem Tisch steht eine Fertigpizza. Nach zehn Minuten greift man ins Leere, weil die Pizza komplett verputzt ist. Nicht nur, dass man sich da bis zu 1000 kcal einverleibt hat. Das Ganze ist auch noch komplett unbewusst passiert, weil man sich nebenbei auch noch eine Daily-Soap reingezogen hat. Solche Unachtsamkeit sollte die absolute Ausnahme bleiben. Anders ausgedrückt: Wo das zur Regel wird, sind Übergewicht und ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken programmiert...

Ein wichtiges Thema ist der Einkauf: Was sind die wichtigsten Botschaften, die Sie in "Feel Good Food" vermitteln wollen?

Lokal und saisonal sind die Zauberworte. Lokal: Alles, was in unserer Nähe wächst und gedeiht, ist gut. Lange Transportwege schaden der Qualität und der Umwelt. Saisonal: Wer im Winter unbedingt Erdbeeren futtern will, muss sich nicht wundern, wenn die nicht schmecken. Außerdem gehört es zur bewussten Ernährung, dass man sich auf bestimmte Sachen richtig freut, weil es die eben nur ein paar Wochen im Jahr in Top-Qualität gibt (Erdbeeren, Kirschen, Spargel usw). Beim Fleisch achten wir vor allem auf die Lebensbedingungen der Tiere. Dabei geht es nicht unbedingt um Bio-Ware. Es gibt nämlich auch herkömmliche Betriebe, die die Tieren artgerecht halten. Das ist eine Frage der Recherche. Absolut tabu für uns ist Fleisch aus Massentierhaltung!

Warum ist es so wichtig, seine Geschmackssinne zu sensibilisieren? Welche Wirkung hat das auf den Genuss?

Dörte: Es ist schon interessant: Wenn man Gemüse in gleichgroße Würfel schneidet und blind verkostet, kommen selbst wir zum Teil ins Schleudern. Kohlrabi und Steckrüben schmecken zum Beispiel sehr ähnlich. Bei Äpfeln gibt es welche, die fast wie Birnen schmecken. Jesko: Oder Biersorten: Ich hab mit ein paar Kumpels mal eine Blindverkostung unserer Lieblingsbiersorten gemacht. Nur einer von vier hat auf anhieb sein Lieblingsbier erkannt.
Dörte: Es geht einfach darum, bewusst zu schmecken. Vielleicht entdeckt man auch neue Lieblingslebensmittel. Schließlich hilft es einem auch dabei, besser herauszufinden, was man mag und will. Und man entdeckt die Vielfalt, bekommt Lust auf gesundes Essen!

Feel-Good-Food: Warum wir essen sollten, wonach uns ist
Foto: Christian Verlag/Götz Wrage

Rezept



Schnelles Abendessen für den Alltag:
Sellerie-Reis-Puffer mit Avocado-Kräuter-Dip


Zubereitung: 30 Minuten
Ergibt 2 Portionen

Für die Puffer
150 g Basmatireis
1 EL Gemüsebrühe (Instant)
1 Knolle Sellerie (300 g)
2 Bio-Eier
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
2 EL Olivenöl
Für den Dip
1 reife Avocado
1 EL Mayonnaise
1 TL Zitronensaft
1 EL Sauerrahm
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 kleines Bund gemischte Kräuter


1. Den Basmatireis nach Anleitung in Gemüsebrühe garen und abkühlen lassen.
2. Inzwischen den Sellerie schälen und auf einer mittelgroßen Küchenreibe raspeln.
3. Für den Dip die Avocado halbieren, den Stein entfernen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen, in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken. Die Mayonnaise, den Zitronensaft und den Sauerrahm zugeben und verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Die Kräuter abbrausen, trocken schütteln und fein hacken. Die Hälfte davon unter den Dip rühren, den Rest zum Garnieren beiseite stellen.
5. Den abgekühlten Reis mit dem Sellerie in einer Schüssel vermischen.
6. Die Eier zugeben und unterrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
7. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Mit einem Esslöffel kleine Küchlein portionieren und in der Pfanne glatt streichen. Bei mittlerer Temperatur goldgelb braten.
8. Die Puffer mit dem Dip servieren und mit den restlichen Kräutern garnieren.


Von Franziska Wischmann

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