Hausmittel: Medizin aus der Küche

Salbei lindert Halsweh, Ingwer Übelkeit: Hausmittel helfen bei vielen Wehwehchen. So nutzen Sie die Medizin aus der Küche für Ihre Gesundheit.

Hausmittel: Medizin aus der Küche
Foto: Thinkstock

Ingwer - Allroundtalent für das Abwehrsystem


Die Ingwerwurzel enthält neben einem hohen Anteil an ätherischem Öl auch wertvolle Scharfstoffe wie die Gingerole und Shogaole. Eben diese Scharfstoffe stecken voller positiver Kräfte: Dank ihnen wirkt Ingwer verdauungsfördernd, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Zudem wirkt die Würzwurzel Brechreiz und Übelkeit entgegen - Stichwort Reise- und Seekrankheit. Zudem hat Ingwer eine wärmende Wirkung, stärkt unser Immunsystem und beugt Erkältungen und aufkeimenden Halsschmerzen vor.
Immun-Booster-Rezept: Jeden Morgen ein etwa daumengroßes Stück Ingwer schälen, in kleine Stücke schneiden, in ein Glas heißes, abgekochtes Wasser geben und schlückchenweise (mit Honig) genießen.

Salbei - hilft bei Halsschmerzen


Die Blätter des Salbei enthalten zahlreiche ätherische Öle, dank derer Salbei eine antibakterielle, pilzfeindliche und schweißhemmende Wirkung hat. Die Heilpflanze wurde bereits vor Jahrhunderten bei Atemwegserkrankungen angewendet und - vor Erfindung von Zahnpasta und Zahnbürste - zur Zahnpflege verwendet.
Hausmittel bei Halsschmerzen: Zwei, drei Blätter frischen Salbei mit einem Teelöffel Honig und dem Saft einer halben ausgepressten Zitrone als Tee trinken - lindert Halsschmerzen und Hustenreiz im Handumdrehen.

Fenchel - entzündungshemmend und durchblutungsfördernd


Verantwortlich für das intensive Fenchelaroma ist ein besonders hoher Gehalt an ätherischen Ölen. Diese unterstützen die Verdauung, wirken entzündungshemmend und regen darüber hinaus die Durchblutung sowie die Leber- und Nierentätigkeit an. Zudem ist Fenchel mit seinem hohen Gehalt an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin, Vitamin B und C ein echter Vitalstoff-Lieferant! Wichtig: Der Konzentration an ätherischen Ölen ist in rohem Fenchel wesentlich höher als in gekochtem.
Rezept-Tipp: Roher Fenchel harmoniert geschmacklich fantastisch mit Früchten wie Äpfel, Birnen, Kakis oder Beeren. Fenchel und Obst in ca. 1 cm große Würfel schneiden und das Ganze als Fenchel-Obstsalat genießen. Schmeckt auch wunderbar in Kombination mit Kirschtomaten und diversen Obstsorten.

Anis - lindert Erkältungen


Anisfrüchte enthalten ätherisches Öl, das festsitzenden Schleim aus den Bronchien löst. Zudem hat Anis eine leicht entkrampfende Wirkung und hilft bei Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl.
Erste-Hilfe-Tipp: Anis-, Kümmel- und Fenchelsamen mit heißem Wasser aufgießen und den Kräutertee in kleinen Schlückchen trinken. Auch in Milch schmeckt Anis wunderbar: Einfach eine Prise Anis zusammen mit etwas Kandiszucker in einem Glas warmer Milch auflösen - eine köstliche und wohltuende Alternative zu heißer Schokolade.

Kurkuma - wirkt verdauungsfördernd


Kurkuma (auch Gelbwurz oder indischer Safran genannt) färbt nicht nur unser Curry schön gelb, sondern enthält den wirksamen Bestandteil Kurkumin, der eine starke antioxidative Wirkung zeigt. Zudem hat Kurkumin einen entzündungshemmenden Effekt, wirkt verdauungsfördernd, lindert Blähungen und Völlegefühl. Kurkuma soll möglicherweise auch vor Erkrankungen wie Alzheimer schützen.
Smoothie-Rezept: 1 TL Kurkuma mit einer halben Mango, 1 cm großem Stück Ingwer, 250ml Buttermilch und etwas Honig in den Mixer geben und fertigt ist der köstliche Drink, der je nach Belieben noch mit Pfeffer verfeinert werden kann.

Kardamon - lindert Magenbeschwerden und Sodbrennen


Die ätherischen Öle des Kardamoms regen die Produktion des Magen- und Gallensaftes an. Aus diesem Grund wirkt Kardamon verdauungsfördernd und krampflösend und kann bei Blähungen und Magenschmerzen helfen. Zudem regt das Gewürz unser Herz-Kreislauf-System an, heizt unseren Stoffwechsel ordentlich an und kann lindert Mundgeruch.
Kaffee mit Kardamom: In vielen arabischen Ländern wird einfach eine Prise Kardamon in den morgendlichen Kaffee geben. Das Gewürz schmeckt aber auch wunderbar in Tee - am besten zusammen mit Sternanis und Zimtstangen.

Meerrettich - gegen Blasenentzündungen


Nicht ohne Grund wird Meerrettich auch als "Antibiotikum der Bauern" bezeichnet - die im Meerrettich enthaltenden Scharfstoffe, so genannte Glucosinolate, wirken entzündungshemmend und schleimlösend. Frisch geriebener Meerrettich treibt einem also nicht nur die Tränen in die Augen, sondern wirkt aufkommenden Infekten wie Blasenenzündungen und Erkältungen entgegen. Auch bei Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen erweist sich Meerrettich als heilsam: Eine Paste aus der frisch geriebenen Wurzel auf einem Tuch verteilen und als Wickel in den Nacken legen.
Rezept-Tipp: Rote Bete und Meerrettich sind wie füreinander gemacht - ca. 200 g Rote Bete fein würfeln, 1 EL Öl, etwas Zitronensaft, je 2 EL Essig und Meerrettich (aus dem Glas) dazu geben und alles gut miteinander vermischen und nach Belieben mit Salz würzen. Fertig ist der leckere und gesunde Aufstrich.

Knoblauch - wirkt antibakteriell und desinfizierend


Dank seines heilenden Inhaltsstoffs Alice sowie der ätherischen Öle und Vitamine wirkt das Lauchgewächs antibakteriell und desinfizierend, senkt den Bluthochdruck, hilft bei Magen- und Darminfektionen, stärkt das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Tipp: Nach dem Verzehr von Knoblauch frische Petersilie kauen - das neutralisiert den Knoblauchgeruch.
Gesunder Brotaufstrich: 200 g Quark, ein EL Crème fraîche, ein halber Bund Schnittlauch, zwei gepresste Knoblauchzehen, eine Hand voll kernlose schwarze Oliven, ein EL Zitronensaft, Salz, Chili und Pfeffer im Mixer miteinander pürieren. Nochmals abschmecken.

Nelken - lindern Zahnschmerzen


Gewürznelken enthalten zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltstoffe: Der wichtigste Inhaltsstoff der Nelke ist Eugenol - ein Wirkstoff, der schmerzstillend, desinfizierend, örtlich betäubend und entzündungshemmend wirkt. Nelkenöl lindert - meist in Sekundenschnelle - Zahnschmerzen und Entzündungen im Mundbereich. Entweder das verdünnte Öl mit einem Wattebausch auf die schmerzende Stelle geben oder aber direkt auf einer Nelkenknospe kauen. Zudem wirkt die Heilpflanze krampflösend, verdauungsanregend und lindert Mundgeruch.
Würz-Tipp: Nelken verleihen nicht nur Lebkuchen eine leckere Note, sondern schmecken (wohl dosiert) auch wunderbar in Haferflocken - zusammen mit Nüssen, Zimt und geriebenen Äpfeln. Mmmmhh!


Von Lesley Sevriens

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