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MHD: Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln

MHD steht für das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln. WIE EINFACH verrät, was man bedenkenlos essen kann, wenn die Haltbarkeit bereits abgelaufen ist.

MHD: Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln
Foto: Thinkstock

Haltbarkeit von Food: Vieles ist zu gut für die Tonne!


Pro Jahr wirft jeder Deutsche rund 82 Kilo Lebensmittel weg. Das bedeutet umgerechnet, dass wir jedes achte Nahrungsmittel wegwerfen. Darunter landen auch zahlreiche Produkte einzig und allein aus dem Grund im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist. Eine absurde Verschwendung von Rohstoffen, die in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Protesten und Gegenbewegungen, wie beispielsweise dem Containern - der bewussten Mitnahme weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern - sowie zu smarten Initiativen geführt hat. Dazu gehört auch das Pop-Up-Restaurant WastED. Bei der Aktion kochen internationale Starköche in Metropolen wie New York und London mit abgelaufenen und optisch nicht so ansprechenden Produkte tolle Menüs, um auf diesen Irrsinn hinzuweisen. WIE EINFACH!-Tipp: Mit der App Zu gut für Tonne hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine clevere App entwickelt, die 340 Resterezepte von Sterne- und Hobbyköchen liefert.

Was ist der Unterschied zwischen MDH und dem Verfallsdatum?


Eines gleich vorweg: Das MDH Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht zu verwechseln mit einem Verfallsdatum. Leicht verderbliche Lebensmittel wie beispielsweise Fleischwaren sind gekennzeichnet mit "zu verbrauchen bis…" und das dort angebende Datum ist tatsächlich wörtlich gemeint: Nach Ablauf des Verbrauchsdatums darf das Lebensmittel nicht mehr verkauft werden, sondern gehört in den Abfall. Ansonsten besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung. Das Mindesthaltbarkeitsdatum hingegen ist eine Empfehlung des Herstellers, das Produkt möglichst in dieser Frist zu verzehren.

Gibt es eine Kennzeichnungspflicht?


Mit einer abgelaufenen Mindesthaltbarkeit geht kein Verkaufsverbot einher und auch zu einer Kennzeichnung abgelaufener Waren ist der Anbieter nicht verpflichtet. In der Regel werden diese Produkte jedoch gesondert mit einem Hinweisschild und zu einem reduzierten Preis angeboten. Wie einfach!-Tipp: Sollte ein Produkt mit erreichtem oder überschrittenem MHD nicht mehr einwandfrei sein, hat der Kunde das Recht, die Ware zu reklamieren. Die Reklamation sollte dann jedoch umgehend und mit Vorlage des Kassenbons erfolgen.

Kann ich Lebensmittel, dessen MDH abgelaufen ist, noch essen?


In der Regel kann man sich ganz gut auf seine Sinne, also auf Augen, Nase und Zunge verlassen - sollte ein Lebensmittel, dessen MHD abgelaufen ist, weder einen merkwürdigen Geruch, Geschmack, noch eine abweichende Konsistenz oder ein auffälliges Aussehen aufweisen, kann man das Produkt in der Regel bedenkenlos verzehren. Wichtig: Das Leitdatum zum Verbrauch gilt nur für ungeöffnete Produkte, die korrekt gelagert wurden. Offene Packungen gewähren Sauerstoff, Feuchtigkeit und Mikroorganismen "Zutritt".

Gehören schimmelige Lebensmittel in den Müll?


Manche Schimmelpilze bilden giftige Stoffwechselprodukte, sogenannte Mykotoxine, die langfristig Leber und Nieren schädigen können. Da sich Schimmelpilze besonders schnell in Lebensmitteln mit einem hohen Wasseranteil ausbreiten können, sollte man von Schimmel befallene Marmeladen, Säfte, Frischkäse, Joghurt sowie andere Milchprodukte lieber umgehend entsorgen. Handelt es sich jedoch um oberflächlichen, partiellen Schimmel auf Hartkäse oder auf luftgetrockneten Wurstwaren, kann man den Schimmel großzügig wegschneiden. Bei stärkerem Schimmelbefall sollten jedoch auch Hartkäse, Parmaschinken & Co entsorgt werden, da die Pilze bereits das Innere des Käses durchdrungen haben könnten. Auch von Schimmel befallenes Brot gehört in den Müll. Im Zweifel gilt in Sachen Schimmelbefall die Devise: Lieber wegwerfen als entfernen. Tipp: Wer Schimmel vorbeugen möchte, sollte Lebensmittel generell sauber, trocken und kühl lagern. Zudem empfiehlt es sich, Brotkasten, Vorratsbehältnisse und Kühlschrank regelmäßig mit Essig zu reinigen.

Was ist, wenn Früchte braune Stellen haben?


Obst und Gemüse mit festen braunen Stellen kann man nach dem großzügigen Entfernen der Stellen in der Regel noch problemlos essen. Obst und Gemüse mit weichen Faulstellen sollten dagegen umgehend entsorgten werden, da diese mit erhöhter Wahrscheinlichkeit die bereits genannten gefährlichen Schimmelpilzgifte enthalten können. Tipp: Beerenobst ist wesentlich anfälliger für Schimmel- und Fäulniserreger als Kernobst und sollte daher möglichst zeitnah verzehrt werden.

WIE EINFACH Tipp:
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine höchst übersichtliche und praktische Auflistung - unterteilt in unterschiedliche Lebensmittelgruppen wie Getreideerzeugnisse, Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Getränke und Fertiglebensmittel - in Bezug auf deren jeweilige tatsächliche Mindesthaltbarkeit erstellt.


Von Lesley Sevriens

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