Trusted Shops Guarantee

Milch-Alternativen: Worauf Sie achten sollten

Ob Mandel-, Soja-, Reis- oder neuerdings Hanfmilch - die klassische Kuhmilch bekommt immer mehr Konkurrenz. Die neuen Milch-Alternativen stammen aus der Botanik und haben einen ganz eigenen Geschmack. Wir stellen sechs Milch-Alternativen vor und verraten, was Sie erwarten können und worauf Sie achten sollten.

Milch-Alternativen: Worauf Sie achten sollten
Foto: plainpicture/Kniel Synnatzschke

Die Gründe, warum man Kuhmilch im Regal stehen lässt und zu pflanzlichen Alternativen greift, können vielseitiger kaum sein: Bei dem einen tritt plötzlich eine Milchallergie auf (am bekanntesten ist die Laktoseintoleranz), der nächste entscheidet sich, vegan zu leben, ein anderer möchte einfach etwas Neues ausprobieren. Fakt ist: Die Zahl der Milch-Alternativen steigt unaufhaltsam. Und offensichtlich gibt es jede Menge Anhänger dafür. Doch können die neuen Pflanzenprodukte der guten alten Milch wirklich das Wasser reichen? Wir haben mit Ernährungsexperten gesprochen und uns die Fakten angeschaut.

Tierische Milch ist vom Nährstoffgehalt unschlagbar


Eines vorweg: In Bezug auf Vitamine und Mineralien kann es kaum eines der Produkte mit Säugetier-Milch aufnehmen. Dazu gehören neben der Kuh auch Ziege und Schaf. Das Nährstoffprofil ist einmalig und in seinem Wert praktisch nicht nachzuahmen. Milch enthält neun verschiedene Vitamine und ist so reich an Eiweiß und Mineralien wie beispielsweise Kalzium, dass man mit nur einer Tasse pro Tag ein Drittel seines Tagesbedarfs abdecken kann. Einige Milch-Alternativen sind im Vergleich außerdem mit Zucker und anderen Süßungsmitteln versetzt, weswegen es sich lohnt, die Liste der Inhaltsstoffe genau zu studieren.

Überblick über die neuen Milch-Alternativen


In Deutschland darf nur als Milch bezeichnet werden, was aus dem Euter von Tieren fließt. Deswegen steht auf anderen milchähnlichen Erzeugnissen immer "Drink". Im Sprachgebrauch hat sich allerdings die Bezeichnung "Milch" durchgesetzt.

1. Mandelmilch
Bei Mandelmilch handelt es sich genau genommen nicht um Milch, sondern um gestanzte Mandeln, die mit Wasser zu einer flüssigen milchigen Konsistenz verarbeitet werden. Mit nur 30 Kalorien und 2,5 Gramm Fett pro Tasse wird Mandelmilch immer wieder als gesunde Alternative zu Kuhmilch gefeiert. Wer aber genau hinschaut, wird schnell merken, dass das nicht berechtigt ist. Teilweise enthält Mandelmilch nämlich genauso viel Fett und Kalorien wie Kuhmilch, dafür aber deutlich weniger Eiweiß und kein Kalzium. Und einige Exemplare werden mit Zucker versetzt - und zwar nicht zu knapp.

2. Sojamilch
Kleine Sojabohnen stecken in dieser Milchvariante, die ebenfalls mit Wasser verdünnt wird. Mit vier Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter übertrifft Sojamilch sogar noch den Gehalt seiner tierischen Konkurrenz. Außerdem enthält Sojamilch 2 Gramm Fett und 6 Gramm Kohlenhydrate, was im Vergleich zur Kuhmilch weniger Fett und mehr Kohlenhydrate bedeutet. Aber es fehlt auch einiges: Sojabohnen enthalten weder Vitamin C noch B12 und auch kein Kalzium. Auch hier gilt: auf das Etikett achten. Dort erfährt man, mit welchen Zusatzstoffen das Produkt "angereichert" ist. Lebensmittelexperte und Buchautor Felix Olschewski von "Urgeschmack" warnt zudem davor, dass Soja mitunter in noch höherem Maße belastet sei als Weizen. Also unbedingt auf Bio achten.

3. Kokosmilch
In tropischen Ländern wird seit jeher klare Flüssigkeit aus der Kokosnuss gewonnen. Das ist das Kokoswasser. Kokosmilch entsteht, wenn man das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss auslöst und anschließend fein mahlt. Nach dem Pressen tritt ein Saft aus, die Kokosmilch. Sie hat einen fruchtig-nussigen Geschmack und ist inzwischen aus der asiatischen Küche nicht mehr weg zu denken. 100 Milliliter Kokosmilch enthalten zwei Prozent Eiweiß, drei Prozent Kohlenhydrate und 21 Prozent Fett. Das ist viel, aber hierbei handelt es sich um mehrkettige Fettsäuren, die vom Körper nicht in Fettpölsterchen umgewandelt werden sondern in Energie. Kokosmilch enthält darüber hinaus jede Menge Kalium, Natrium und Magnesium.

4. Reismilch
Reismilch wird nicht aus herkömmlichem Reis, sondern aus Vollkornreis gewonnen. Der wird zunächst gemahlen, gekocht und schließlich gepresst. Schließlich wird er fermentiert, gefiltert und mit Pflanzöl verdünnt, Achtung: Mitunter mischen Hersteller noch Schokolade, Vanille oder Zucker hinzu. Mit 50 Kalorien pro 100 Milliliter liegt Reismilch etwas unterhalb von fettarmer Kuhmilch. Eiweiß kommt nur im Promillebereich vor, dagegen ist der Kohlenhydrat-Gehalt sehr hoch. Er liegt bei 10 Prozent.

5. Hanfmilch
Klingt abgefahren, scheint aber mega hip zu sein: Milch aus reinen Hanfsamen. Dieser cremige Milchersatz gilt als Geheimtipp unter Hollywood-Stars und ist inzwischen auch bei uns zu haben. Hanfmilch hat ein nussiges Aroma und wird wegen seinem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren gehypt. Ein Becher soll schon die Hälfte des Tagesbedarfes abdecken. Hanfmilch gilt darüber hinaus als leicht verdaulich und eignet sich gut auch zum Kochen und Backen.

6. Hafermilch
Wer als Kind Haferbrei bekommen hat, kennt den Geschmack. Um "Milch” zu gewinnen, wird das Getreide in Wasser eingekocht, püriert und gesiebt, bis eine helle Flüssigkeit entsteht, die in der Textur entfernt an Milch erinnert. Meistens wird diese Form von Getreidemilch zur geschmacklichen Verfeinerung mit Sonneblumenöl versetzt. Häufig enthalten Produkte noch Konservierungsstoffe und praktisch immer Süßungsmittel, um den Geschmack zu tunen.


Von Franziska Wischmann

PRODUKTEMPFEHLUNGEN


NACH OBEN
NACH OBEN


© WIE EINFACH 2018
Trusted Shops Guarantee
 
Trusted Shops Seller: www.wieeinfach.de 4.72 /  5.00   (234) Bewertungen