Porridge: Haferschleim ist angesagter denn je

Porridge ist gerade in aller Munde. Kein Wunder, denn der Haferschleim von früher wird jetzt mit allerlei Zutaten gepimpt.
Porridge: Haferschleim ist angesagter denn je Porridge: Haferschleim ist angesagter denn je Porridge: Haferschleim ist angesagter denn je
Foto: Thinkstock

Was ist Porridge?


Porridge stammt aus Schottland und wurde von Arbeiterfamilien traditionell zum Frühstück gegessen. Dabei wurde der Löffel mit Haferflocken direkt in die Milch, Sahne oder Buttermilch getunkt und dann durchs Kauen zu einem Brei vermengt. Aber auch in anderen Ländern wurde Haferschleim als kostengünstiger Sattmacher entdeckt und weckt bei vielen wohl Kindheitserinnerungen - vermutlich nicht die besten. Zwar wurden die Haferflocken immerhin vor dem Verzehr mit Milch oder Wasser zum Quellen gebracht. Doch auch so blieb der Haferbrei eine ziemlich matschige, geschmacksneutrale Angelegenheit.

Das Comeback der "Oat Cuisine"


Lange Zeit wurde Porridge verschmäht, plötzlich ist es wieder da! Wie das funktioniert? Porridge hat von zahlreichen Köchen ein Upgrade bekommen - daher wird der Haferbrei, auf englisch Oatmeal, nun auch gerne als "Oat Cusine" bezeichnet - eine Anspielung auf Haute Cuisine, also die "Hohe Kunst der Küche". Zahlreiche Blogger posten ihre Rezepte in den sozialen Netzwerken - und schwupps ist der nächste Foodtrend geboren. Natürlich kommt hinzu, dass der Haferbrei 2.0 nicht nur super schmeckt, sondern auch gut für den Körper ist. Porridge liefert Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe, ist äußerst magenschonend und macht lange satt.

Kaufen oder selber machen?


Porridge gibt es in vielen unterschiedlichen Formen: "Overnight Oats" sind nichts anderes als über Nacht gequollene Haferflocken. Auch Bircher Müsli zählt zu Porridge - traditionell wird es aus gequollenen Haferflocken, Zitrone, geriebenen Apfelstücken und Nüssen hergestellt. Im Supermarkt gibt es mittlerweile viele Fertigmischungen. Sie enthalten jedoch oft viel Zucker und sind auch verhältnismäßig teuer. Und da Porridge wirklich nicht schwer selberzumachen ist, kann man sich die Packungen aus dem Supermarkt getrost sparen.

Porridge-Rezept: So lecker kann Haferschleim sein!


Porridge ist wirklich "easy peasy", also kinderleicht zuzubereiten. Dazu gibt man einfach 100 Gramm Haferflocken zusammen mit ca. 500 ml Wasser, einer Prise Salz und ein wenig Zimt in einen Topf und köchelt das Ganze unter ständigem Umrühren ca. vier bis sechs Minuten. Wer mehr Geschmack möchte, kann auch Milch oder Mandelmilch nehmen. Das Upgrade bekommt das Porridge durch Obst, das mit gekocht wird. Das können z. B. kleine Apfel- oder Birnenstücke sein, Beeren aller Art, Rosinen, Pflaumen oder was einem sonst noch so schmeckt. Nach dem Kochen füllt man den Haferbrei in kleine Gläser oder Schüsseln und widmet dich dann dem Topping. Auch hier ist erlaubt, was gefällt: Wie wäre es z. B. mit ein paar Nüssen, Kokosflocken, Honig oder Reissirup, gehobelter Schokolade oder Cacao Nibs, Joghurt, Erdnussbutter oder Marmelade? Der Fantasie sind beim Porridge wirklich keine Grenzen gesetzt. Und das Beste: Der Haferbrei hält sich gekühlt mehrere Tage im Kühlschrank. Perfekt für ein fixes Frühstück am Morgen.

Extra-Tipp: Abmessen leicht gemacht! Gibt man die Haferflocken vorher in eine Schale oder ein Glas, muss man immer die doppelte Menge Wasser nehmen. Also ein Glas, Haferflocken, zwei Gläser Wasser. So wird der Haferbrei richtig schön sämig.

Porridge to go


Es gibt Tage, an denen muss es morgens besonders schnell gehen. Dafür ist dieser Haferflocken-Drink ideal. Dafür gibt man eine Viertel Banane, eine Orangen, einen Esslöffel Haferflocken, einen Esslöffel Dinkelflocken, 60 Gramm Joghurt, 100 Milliliter Buttermilch und einen halben Teelöffel Honig in einen Mixer und vermengt alles. In einen To-go-Becher umfüllen und unterwegs trinken. Super lecker und macht lange satt!