Superfoods und Eis: tolle Kombi, tolle Rezepte

Gesund schlemmen? Das geht. Superfoods-Eis lautet die Lösung. Woraus Superfoods-Eis besteht und wie man es zubereitet, hat uns Autorin Astrid Saß erzählt (+ 3 ihrer Lieblingsrezepte.)
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Foto: ZS Verlag/C. Holzmann
Ist das nicht ein Traum? Dass wir dicke Portionen Eis verdrücken können, ohne zu sündigen? Die Idee ist so einfach wie genial: Warum gesunde Superfoods nicht auch in geeister Form verarbeiten und damit gleichzeitig etwas für Gesundheit und Schönheit tun? Die Autorin Astrid Saß hat ihrer Freundin Kerstin Pooth in der Versuchsküche über die Schulter geschaut. Herausgekommen sind 44 tolle Rezepte, die wirklich einfach sind und für jede Menge Power, Glücksgefühle, Widerstandsfähigkeit und Vitalität sorgen.

Wie ist die Idee für das Buch entstanden?
Wir ernähren uns von Haus aus gern gesund. Bei uns stehen Salate, Obst, Gemüse regelmäßig auf der Speiseliste, ohne dass wir darüber groß nachdenken müssen. Natürlich ist an uns auch der Megatrend Superfoods nicht spurlos vorbei gegangen. Wir fanden spannend, wie man Superfoods in einer anderen Konsistenz verarbeiten kann. Das Ergebnis hat uns selbst überrascht.

Der Geschmack oder die Wirkung?
Beides. Die Rezepte, die Kerstin entwickelt hat, sind wirklich außergewöhnlich schmackhaft. Erdbeersorbet mit Balsamico oder Avocado-Birnen-Eis habe ich in dieser Form noch nie probiert. Mich haben aber zusätzlich die gesundheitlichen Benefits begeistert. Die Dichte an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien, die Superfoods enthalten, führt tatsächlich dazu, dass unser Körper schneller entgiften kann und wir eine Menge für Immunabwehr und Vitalität tun können. Um das kenntlich zu machen, haben wir die Eissorten einzelnen Kapiteln zugeordnet. So ist direkt klar, in welchen Rezepten mehr Detox steckt oder womit man sein Energielevel erhöhen kann.

Sind die Rezepte wirklich einfach?
Auf jeden Fall. Das geht beim Einkauf los. Produkte wie Chiasamen oder Aronia haben längst den Touch der Exotik verloren: Man bekommt sie inzwischen in jedem Supermarkt. Und etwas ausgefallene Zutaten wie Baobab oder Carob, Lucuma oder Maca kann man heute ganz bequem im Internet bestellen. Die Zubereitung ist ebenfalls ein Kinderspiel und was mich besonders freut: Alle Rezepte funktionieren auch ohne Profi-Equipment wie zum Beispiel eine Eismaschine. Dann allerdings müssen Sie während des Gefrierens die Eismasse häufiger mit der Gabel durchrühren, damit sich keine kleinen Eiskristalle bilden können. Ein Standmixer macht allerdings vieles einfacher. Mit hoher Wattzahl lassen sich auch gefrorene Früchte und Nüsse spielend leicht zerhexeln.

Was können Sie noch empfehlen?
Alle Zutaten am besten vorkühlen. Das erleichtert den Gefriervorgang und erspart Arbeit. Und: Halten Sie sich unbedingt an die Mengenangaben in den Rezepten. Je genauer die Zutaten abgewogen werden, umso besser wird das Eis. Wenn der Wasseranteil zu hoch ist und der Anteil der Süßungsmittel zu niedrig, wird das Eis sehr hart. Umgekehrt friert das Eis nicht richtig, wenn der Süßungsanteil zu hoch ist!
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Mango-Eis mit Ingwer


Die leckere Mischung aus süßer Mango und scharfem Ingwer schmeckt nicht nur fantastisch, sie ist auch noch ein Gesundheitsbooster. Die Abwehrkräfte werden durch die Vitamine A und C der Mango mobilisiert. Die zahlreichen bioaktiven Substanzen der Ingwerwurzel helfen dabei.

Zutaten
3 Bananen
1 Mango
1 Bio-Zitrone
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 EL Baobabpulver
1 Prise Chilipulver

Zubereitung
1. Am Vortag die Bananen über Nacht in kleinen Stücken im Gefrierbeutel gefrieren lassen.
2. Am nächsten Tag die gefrorenen Bananen in den Mixer geben und etwas antauen lassen. Das Fruchtfleisch der Mango in den Mixer geben. Zitrone heiß waschen, trocken reiben und die Schale fein abreiben und beiseitestellen. Die Zitrone halbieren und auspressen.
3. Den geschälten Ingwer fein raspeln. Mit Zitronensaft, Baoabpulver und Chilipulver in den Mixer geben und zu einem cremigen Eis pürieren. Das Eis mit etwas Zitronenschale bestreuen und sofort servieren.
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Avocado-Birnen-Eis


Avocados sind wegen ihrer ungesättigten Fettsäuren und den Hautschutzvitaminen A und E ein Booster für die Haut. Magnesium sorgt zudem für gesunde Knochen, Muskeln und Nerven. Gepaart mit Birne kommt der leicht nussige Geschmack besonders gut zur Geltung.

Zutaten
1 Vanilleschote
2 Avocados
1 Bio-Zitrone
200 ml Birnensaft
2 Birnendicksaft
2 EL geschälte Hanfsamen
2 El Baobabpulver

Zubereitung
1. Das Mark einer Vanilleschote herauskratzen. Das Fruchtfleisch der Avodacos in den Mixer geben. Die Schale der gewaschenen Zitrone fein abreiben. Anschließend den Saft beider Hälften auspressen.
2. Birnensaft mit Birnendicksaft, Hanfsamen, Zitronenschale, 1 Prise Salz, Baobabpulver und Vanillemark hinzufügen und alles 3 bis 4 Minuten cremig pürieren.
3. Ins Tiefkühlfach stellen und ab und zu umrühren.
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Basilikumsorbet


Dieses Rezept kombiniert Basilikum mit erfrischendem Apfel- und Zitronensaft. Basilikum ist ein Top-Superfood, weil das bekannte Küchenkraut hilft, Giftstoffe aus dem Blut zu transportieren.

Zutaten
50 g Basilikumblätter
50 ml frisch gepresster Zitronensaft
300 ml Apfelsaft (naturtrüb)
40 g Birkensüße
1/2 TL Camu-Camu-Pulver

Zubereitung
1. Gewaschenes Basilikum mit Zitronen- und Apfelsaft, Birkensüße und Camu-Camupulver in den Mixer geben.
2. 200 ml Wasser hinzufügen und alles 2 bis 3 Minuten cremig pürieren.
3. Beim Einfrieren regelmäßig umrühren, damit keine Kristalle entstehen.

Schmeckt auch wunderbar als Zwischenmahlzeit...