Burnout? Nein Danke! Wirkungsvolle Tipps

Wir verraten, wie man einem Burnout sicher vorbeugt, so dass es gar nicht erst zu einer chronischen Erschöpfung kommt. WIE EINFACH mit wirkungsvollen Tipps.
Burnout? Nein Danke! Wirkungsvolle Tipps Burnout? Nein Danke! Wirkungsvolle Tipps Burnout? Nein Danke! Wirkungsvolle Tipps
Foto: plainpicture/K. Synnatzschke
Wer einmal kurz vorm Burnout stand oder jemanden kennt, dem es so ergangen ist, weiß, dass es sich dabei um einen Zustand handelt, der einen komplett aus der Bahn werfen kann. Die Nerven liegen blank und man befindet sich in einem Stadium permanenter Überforderung. Gereiztheit, dumpfe Traurigkeit und plötzliche Heulattacken wechseln sich ab und schicken einen in eine Spirale aufreibender Gefühle. Und über all dem schwebt das lähmende Gefühl, nichts an diesem schrecklichen Zustand ändern zu können. In der Tat handelt es sich dabei um einen Teufelskreislauf, aus dem man ohne fremde, professionelle Hilfe meist nicht mehr herausfindet. In Zeiten von Multitasking, dem Verschmelzen von Arbeit und Freizeit, multimedialer Dauerbeschallung, wachsendem Leistungsdruck und vermehrten Zukunftsängsten bleibt das (rechtzeitige) Erspüren eigener Bedürfnisse gerne mal auf der Strecke. Das Paradoxe und Gefährliche an unserem beschleunigtem Lebensstil: Das ständige Beschäftigtsein kann süchtig machen, denn obwohl dieser Zustand permanenten Stress für Körper und Psyche bedeutet, gibt er uns gleichzeitig auch ein Gefühl des Gebrauchtwerdens und steigert unser Selbstwertgefühl. Menschen, die auf einen Burnout zusteuern, stehen von morgens bis abends unter Strom und gewöhnen sich so sehr an den Zustand, dass sie vor lauter Stress die wichtigen Stellschrauben für sinnvolles Abschalten völlig aus dem Blick verlieren. Damit es gar nicht erst soweit kommt, verraten wir, mit welchen Tricks und Präventionsmaßnahmen sich ein Burnout vermeiden lässt.

Symptome und Warnsignale


Warnsignal Nummer eins sind psychische und physische Erschöpfung sowie eine verminderte Leistungsfähigkeit. Vom Burnout Betroffene fühlen sich schwach, kraftlos, müde und antriebslos und haben ein extrem dünnes Fell. Sie sind leicht reizbar und schnell gekränkt. Solche Symptome sind in der Regel die Folge von langanhaltendem Stress. Dieser Zustand der Erschöpfung und Überlastung geht häufig mit einem Gefühl der Gleichgültigkeit einher, in der eine innere Distanz entsteht. Diese führt dazu, dass keine Identifikation mehr mit den Kollegen oder den Klienten, dem Arbeitgeber oder den zu erledigenden Aufgaben stattfindet. Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein und trotz permanenter Überlastung keine zufriedenstellenden Resultate zu erzielen. Es mangelt an Erfolgserlebnissen und im Vergleich zu den sich ständig ändernden und wachsenden Anforderungen erscheint die eigene Leistung gering. Auf die Weise geht der Glaube an eine Selbstwirksamkeit verloren, das Selbstbewusstsein leidet massiv und das eigene Tun erscheint sinnlos.

Burnout-Test


Wer über einen langen Zeitraum erschöpft, müde und häufig krank ist, sich von den alltäglichen Aufgaben und Verpflichtungen im Beruf und/oder Privatleben überfordert fühlt und auch in seiner Freizeit immer weniger Freude empfindet, weil selbst Treffen mit Freunden nur noch zusätzliche Kraft kosten, sollte für alle Fälle einen Burnout-Test machen. Mit Hilfe des Tests erhalten Betroffene, Gefährdete oder Interessierte eine Handlungsempfehlung und erfahren, wie sie präventive Maßnahmen einleiten können und ob sie gegebenenfalls einen Therapeuten oder Arzt aufsuchen sollten.

Prävention - einfache und wirkungsvolle Tipps


Wer die eigene Anfälligkeit für ein Burnout-Syndrom minimieren möchte sowie persönliche Beziehungen, seine Leistungsfähigkeit und sein Vertrauen in die eigenen Handlungsmöglichkeiten stärken möchte, kann unter anderem folgende vorbeugende Maßnahmen ergreifen:
- Selbstbild mit Fremdbild abgleichen. Talente, Stärken und Kompetenzen ausbauen.
- Eine klare Zielsetzung definieren - dazu gehören berufliche, karrierebezogene ebenso wie private, soziale Ziele.
- Bye bye Perfektionismus: Unrealistische Ansprüche und selbst auferlegte Instruktionen wie "Streng dich an!" oder "Lass bloß keine Schwächen erkennen" bewusst aufpüren und ausmerzen.
- Private und berufliche To-dos übersichtlich und möglichst nach Abgabefrist und/oder Wichtigkeit notieren - entweder digital oder analog in Notizbüchern. Auf diese Weise fällt es leichter, einen Überblick zu bewahren und sich nicht zu verzetteln. Außerdem führt das systematische Niederschreiben dazu, dass anstehende Aufgaben nicht in Endlosschleife im Kopf herumschwirren. Hilfreich können unter anderem auch Apps wie Wunderlist sein - eine App zur einfachen Verwaltung von Aufgabenlisten.
- Neue Prioritäten setzen: Wer das Gefühl hat, zu nichts mehr zu kommen, sollte sich einen genauen Überblick darüber verschaffen, wo seine Stunden "verloren gehen". Beispielsweise in Form einer detaillierten Wochen- oder Monatsübersicht. So lässt sich am besten erkennen, wie sich neue Zeitfenster schaffen lassen und wo Zeit umgeshiftet werden könnte. Statt mit dem Auto könnte man in Zukunft eventuell mit dem Fahrrad oder der Bahn zur Arbeit fahren und dadurch die zeitintensive Parkplatzsuche sowie den nervtötenden Feierabendstau vermeiden (und dabei gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun). Statt einmal in der Woche könnte man künftig vielleicht zweimal in der Woche nach der Arbeit zum Sport gehen und dafür weniger Überstunden machen. Wer sich generell mehr Zeit für Freizeitaktivitäten wie Sport oder Unternehmungen mit Freunden und Familie wünscht, könnte überlegen, von einer Fünftagewoche auf eine Viertagewoche umzustellen und dafür am Ende des Monats weniger Geld in Kauf zu nehmen. FAZIT: Insgesamt geht es darum, herauszufinden, in welchen Bereichen man Stress und Zeitnot vermeiden und stattdessen seinem Leben zu mehr Qualität verhelfen kann. Stellschrauben gibt es viele und an diesen sollte möglichst gedreht werden, bevor es zu spät ist!

WIE EINFACH Tipp
Unser Leben wird immer schneller. Was aber tun, um es ab und an zu entschleunigen? Wir haben mit Rebecca und Franziska vom Blog "Fuck Lucky Go Happy" über Meditation gesprochen. Und uns clevere Tipps zum Abschalten geben lassen. Meditieren lernen - so geht's!