Fußreflexzonenmassage: So geht`s!

Stress adé: Eine Fußreflexzonenmassage löst Verspannungen und steigert das Wohlbefinden. Wir verraten, wie so eine Massage funktioniert.
Fußreflexzonenmassage: So geht`s! Fußreflexzonenmassage: So geht`s! Fußreflexzonenmassage: So geht`s!
Foto: Lucrezia Carnelos/Unsplash
Wer schon mal in den Genuss einer Fußreflexzonenmassage gelangt ist, weiß, wie unglaublich wohltuend eine solche Massage ist und wie sie quasi unseren gesamten Organismus herunterfährt und augenblickliche Entspannung schenkt. Im Folgenden verraten wir, wie Sie diese Massagetechnik selbst erlernen und anwenden können.

Wie funktioniert eine Fußreflexzonenmassage?


Im Gegensatz zur gewöhnlichen Massage wird bei einer Fußreflexzonenmassage nicht im klassischen Sinn massiert, sondern punktuell gedrückt. Die ausgewählten Reflexzonen werden langsam mit dem Daumen eingedrückt und bis zu 30 Sekunden gehalten. Grundlage für diese Massage ist die Auffassung, dass unser gesamter Körper in Reflexzonen aufgeteilt ist. Wenn nun die entsprechende Zone stimuliert wird, hat das eine direkte Auswirkung auf das jeweilige Organ, das dieser Zone zugeordnet ist. Die wichtigsten Körperregionen für Reflexzonenmassagen sind Hände und Füße, da in ihnen besonders viele Nervenbahnen verlaufen und da sie - wie viele unserer Organe auch - als Paare angelegt sind. So können über die Stimulation dieser Gliedmaßen jeweils die einzelnen Organe erreicht werden und Verspannungen und Blockaden gelöst werden.

Ursprung der Reflexzonenmassage


Die Fußreflexzonenbehandlung hat ihren Ursprung in den fernöstlichen Massagetraditionen: Man findet sie beispielsweise ebenso in der in der ayurvedischen Massagetradition wie in der Thai-Massage. Inzwischen wenden auch hierzulande zahlreiche Heilpraktiker, Physiotherapeuten und Masseure diese Massageform an und spüren drucksensible Zonen im Körper auf, wobei sie sich - genau wie in der traditionellen chinesischen Medizin - an den so genannten Meridianen (Energiebahnen) im Körper orientieren. Anhänger dieser Massagetechnik gehen davon aus, dass diese spezielle Stimulation von Körperregionen nicht nur Verspannungen entgegenwirkt, Schmerzen lindert und körperliche Blockaden löst, sondern auch bei Durchblutungsstörungen hilft und generell förderlich für das körperliche und seelische Wohlbefinden ist. Das Beste daran: Man kann diese Technik erlernen und sich selbst und andere damit verwöhnen.

Vorbereitung: Die richtige Atmosphäre schaffen


Bevor es losgehen kann, sollten Sie eine entspannende Atmosphäre mit angenehmem, gedämpftem Licht (eventuell auch mit meditativer Musik) schaffen - damit alle Sinne genießen und gleichermaßen entspannen können.
Dazu gehören unbedingt auch eine angenehm warme Zimmertemperatur sowie möglichst warme Hände.
Ebenfalls wichtig ist ein bequemer Sitz beziehungsweise eine bequeme Lage. Die Füße des zu Massierenden sollten leicht in die Luft ragen statt direkt aufzuliegen und sich mindestens auf Hüfthöhe befinden, damit die Fußsohlen bequem im Sitzen erreicht werden können.
Ideal zur Vorbereitung ist ein Fußbad: Das hat den Vorteil, dass die Füße schön sauber und warm sind und dass die Durchblutung angeregt wird, was bereits für eine erste Entspannung der Muskeln sorgt.
Und natürlich darf ein Massageöl nicht fehlen. Denn dieses sorgt dafür, dass die Massage fließend verläuft und dass sich die Berührungen angenehm geschmeidig anfühlen. Nach dem Fußbad die Füße mit einem Massageöl (oder einer Lotion) großzügig einreiben. Nun kann die Massage beginnen.

Anleitung zur Fußreflexzonenmassage


- Stellen Sie den ersten Kontakt mit einem sanften und behutsamen Umschließen der Füße her.
- Anschließend können Sie sowohl den Fußspann als auch die Sohle mit sanften und gleichmäßigen Streichungen stimulieren, bevor Sie anfangen, die Sohlen kräftig durchzukneten.
- Umkreisen Sie nun vorsichtig die Fußgelenke, um die Gelenke zu lockern, so dass der Fuß vollständig entspannen kann.
- Nehmen Sie anschließend je einen Zeh in die Hand und umklammern diesen jeweils mit Zeigefinger und Daumen und kneten dabei von unten nach oben hoch. Wiederholen Sie diese sanfte Prozedur mit allen fünf Zehen.
- Anschließend können Sie jeweils den Fußspann dehnen, in dem Sie einen leichten (!) Druck von oben ausüben und die Zehen dabei sanft nach unten drücken.
- Nun werden ausgewählte Reflexzone langsam mit dem Daumen eingedrückt (1-3 Sekunden) und zwischen etwa 5 und 30 Sekunden gehalten, bevor sie langsam wieder gelöst werden. Wichtig: Es sollte immer mit der Daumenkuppe gearbeitet werden, nie mit der Spitze. Und natürlich sollten die Fingernägel möglichst kurz und glatt sein.
- Streichen Sie mit Ihren Fingern zum Schluss noch einmal den gesamten Fuß aus.
- Wer mag, bezieht die Waden in die Massage mit ein, was für die meisten ebenfalls eine Wohltat sein dürfte.
Tipp: Wer wegen der Lage der einzelnen Reflexzonen unsicher ist, kann einfach eine Karte, in der die einzelnen Zonen und die jeweils zugeordneten Organe aufgezeichnet sind, zur Hilfe nehmen. Zahlreiche Vorlagen dafür finden sich im Internet.
- Ein gewisser schmerzhafter Druck ist bei der Massage durchaus erlaubt, er sollte jedoch erträglich sein und direkt im Anschluss sollte sich ein Gefühl der Linderung einstellen.
- Wenn Sie eine schmerzende oder besonders verspannte Stelle entdecken, sollten Sie diese besonders ausgiebig bearbeiten, bis der Schmerz nachlässt. Wichtig: Bei sehr starken Schmerzen vorsichtig um die Stelle herum massieren.

Hilfsmittel
Wer experimentierfreudig ist oder bereits Erfahrungen mit (Fuß-)Massagen hat, kann auch Hilfsmittel wie so genannte Hot Stones oder Edelsteingriffel zum Einsatz bringen. Tipp: Inzwischen gibt es auch praktische Akkupressurmatten, Handschuhe und Socken, die die Reflexzonen von Händen und Füßen stimulieren.

WIE EINFACH-Tipp
Neben den "Landkarten", auf denen die einzelnen Reflexzonen aufgezeichnet sind, finden sich im Internet auch zahlreiche Videoanleitungen, anhand derer sich Reflexzonenmassagen sehr gut selbst erlernen lassen.

Fußreflexzonenmassage bei sich selbst vornehmen


- Und natürlich können Sie so eine Massage auch ganz wunderbar an sich selbst vornehmen. Am besten Sie beginnen wieder mit einem wärmenden und entspannenden Fußbad und cremen Ihre Füße anschließend großzügig ein.
- Nehmen Sie eine bequeme Sitzposition ein und legen dabei den zu massierenden Fuß über das Knie des jeweils anderen Beins, so dass Sie diesen leicht und möglichst ohne sich dabei zu bücken mit Ihren Händen berühren können.
- Beginnen Sie damit, die Fußsohle, den Spann sowie die Knöchel mit den Fingern sanft auszustreichen. Umschließen Sie den Fuß anschließend mit beiden Händen und gehen Sie wie bei der oben beschriebenen Anleitung vor und nehmen Sie dabei ggf. eine Karte, in der die einzelnen Reflexzonen aufgezeichnet sind, zur Hilfe.
- Streichen Sie den gesamten Fuß aus, bevor Sie sich Ihrem anderen Fuß widmen und ebenfalls nach dieser Anleitung verfahren.
- Wie lange die Massage dauert und wie intensiv sie ausfallen soll, entscheiden ganz allein Sie. Wichtig ist, dass Sie dabei keinerlei Schmerzen, sondern Entspannung verspüren.