Kokosöl: Gesund und extrem vielseitig

Kokosöl ist nicht nur eine gesunde Kochzutat, sondern extrem vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel als Deo oder DIY-Zahnpasta - wir verraten die besten Anwendungen.
Kokosöl: Gesund und extrem vielseitig Kokosöl: Gesund und extrem vielseitig Kokosöl: Gesund und extrem vielseitig
Foto: Thinkstock
Kokosöl enthält eine hohe Anzahl an leicht verdaulichen Fettsäuren. Zudem reguliert es die Blutfettspiegel, wirkt antimikrobiell und ist ein echtes Allroundtalent - es eignet sich nicht nur zum Kochen, sondern auch als Pflegeprodukt. Tipp: Am reichhaltigsten und hochwertigsten sind native Bio-Kokosöle.

1. Zur Hautpflege
Kokosöl ist ein wahrer Hautschmeichler und Feuchtigkeitsspender und ist wie dafür gemacht, um beispielsweise Ellenbogen, Hände, Lippen und andere trockene Hautregionen wieder streichelzart zu bekommen.

2. Zur Haarpflege
Das Öl ist jedoch nicht nur ein Hautschmeichler, sondern eignet sich auch wunderbar als Haarserum - einfach eine Fingerspitze Öl auf die trockenen oder feuchten Haarspitzen geben, gründlich einmassieren und einwirken lassen. Und schon erstrahlen die Haare in neuem Glanz. Sämtliche (teure) Haaröle kann man sich getrost sparen.

3. Als Deodorant
Wer auf Aluminiumsalze, chemische Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Co verzichten möchte, bisher aber keine guten Erfahrungen mit natürlichen Deodorants gemacht hat, kann sich ganz einfach sein eigenes DIY-Deo zaubern. Um selbstgemachtes Deodorant herzustellen, benötigt man lediglich folgende Dinge:

Die Zutaten:
3 TL Kokosöl
2 TL Natron
2 TL Kartoffelstärke
Nach Belieben c. 10 Tropfen ätherisches Öl

Und so geht's:
Natron und Stärke miteinander vermischen. Das flüssige (evtl. im Wasserbad leicht erwärmte) Kokosöl hinzugeben und so lange miteinander verrühren, bis eine cremige Paste entsteht. Optional mit ätherischem Öl verfeinern und anschließend in einen Cremetiegel oder leeren Deodorant-Stick umfüllen. Tipp: je mehr Stärke, desto fester die Konsistenz. Das Deo im Sommer am besten im Kühlschrank aufbewahren.

4. Als Zahnpasta
Kokosöl wirkt antibakteriell, antiviral und antifungal und verleiht der Zahnpasta die richtige Konsistenz. Natron wirkt als Schleifstoff, hellt die Zähne leicht auf und sorgt für einen gesunden pH-Wert im Mundraum, was wiederum kariesverursachende Säuren neutralisiert. Xylit fördert die Speichel-Bildung. Speichel enthält viel Calciumphosphat, welches für die Bildung und Härtung von Zahnschmelz verantwortlich ist. Zudem trägt Xylit zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei. Die perfekten Zutaten also für selbstgemachte Zahncreme. Um DIY-Zahnpasta herzustellen, benötigt man lediglich folgende Dinge:

Die Zutaten:
4-5 EL Bio-Kokosöl
2-3 EL feines Natronpulver (je feiner, desto besser!) - kein Backpulver, das ist zu grob! In Drogeriemärkten erhältlich
ca. 2 EL Xylit Zucker (wird aus Buchenholz gewonnen)

Und so geht's:
Kokosöl, Natron und Xylit miteinander vermischen und in ein geschlossenes Gefäß geben, beispielsweise in ein Marmeladenglas. Die Haltbarkeit der Creme richtet sich nach dem Haltbarkeitsdatum des Kokosöls. Tipp: Statt den Finger oder die Zahnbürste in die Creme zu tauchen, lieber einen Spatel benutzen - das ist wesentlich hygienischer. Bei Temperaturen über 22 Grad die DIY-Zahnpasta in den Kühlschrank stellen, da das Kokosöl bei hohen Temperaturen flüssig wird. Die Zahncreme lässt sich nach Belieben mit Zutaten wie Zimt, Kurkuma, Salbei, Kamille oder ätherischen Ölen verfeinern.

5. Zum Ölziehen
Bei dem sogenannten ayurvedischen "Ölziehen" nimmt man etwa einen Teelöffel Öl in den Mund und behält es für etwa 15 Minuten im Mundraum, zieht es zwischen den Zähnen hin und her, bevor es ausgespuckt wird. Kokosöl wirkt als natürliches Antibiotikum, beugt Karies vor, wirkt Zahnstein entgegen und bringt die gesamte Mundflora auf Vordermann. Während des Ölziehens bindet das Kokosöl Schadstoffe, Bakterien und Viren, die anschließend ausgespuckt werden. Die Prozedur mag zunächst ungewohnt sein, aber da sich bereits nach kürzester Zeit merkliche Verbesserungen einstellen, wird das Ölziehen schon nach wenigen Anwendungen zur unverzichtbaren täglichen Routine - so wie das Zähneputzen selbst.

7. Zur Fußpflege
Das Wunderelixier Kokosöl hat zudem auch eine antifugale Wirkung und kann deshalb perfekt zur Behandlung von Fuß- und Nagelpilz eingesetzt werden. Regelmäßiges Einreiben mit dem Öl bekämpft die Fungizide, hinterlässt einen Schutzfilm, der vor weiteren Infektionen schützt und die Füße schön geschmeidig macht. Tipp: Auch warme Fußbäder mit ein paar Esslöffeln Kokosöl wirken Wunder.

8. Zur Bekämpfung von Zecken
Kokosöl ist das perfekte Mittel, um das Zeckenrisiko zu minimieren: Denn der hohe Anteil von Laurinsäure schreckt Zecken ab. Funktioniert nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Haustieren. Vor dem nächsten Waldspaziergang einfach Arme, Beine und Nacken mit Kokosöl einreiben. Wer gefährdete Haustiere hat, reibt das Fell des geliebten Vierbeiners regelmäßig mit dem Öl ein - sorgt nebenbei für glänzendes Fell und einen angenehmen Duft.

WIE EINFACH-Tipp:
Auch pflegendes Köperpeeling lässt sich mit dem Öl ganz einfach herstellen: Einfach 200g Kokosöl, 100g braunen Bio-Zucker sowie 50g Honig miteinander vermengen und das Ganze in ein Weckglas geben - fertig ist das DIY-Peeling. Übrigens auch ein super DIY-Geschenk!