Mäuse fangen: Die besten Tipps

Mäuse im Haus können zum echten Problem werden. Wir verraten Ihnen Tipps und Tricks, mit denen Sie Mäuse fangen und langfristig loswerden können.
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Foto: Unsplash
Nagetiere können schnell zur Plage werden, da sie sich massenhaft vermehren und Lebensmittel verunreinigen. Zudem können sie Krankheiten und Parasiten wie etwa das Hantavirus übertragen. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit suchen die Nagetiere vermehrt Unterschlupf in beheizten Gebäuden und gelangen durch Mauerdurchlässe, Fugen und Ritzen ins gemütliche Innere. Wir verraten, wie Sie Mäuse fangen und ihre Wohnung dauerhaft von den lästigen Eindringlingen befreien können (auch ohne brutale Schlagfallen).

Erste Anzeichen für Mäuse in der Wohnung


Sollten Sie einen unangenehmen Geruch, angeknabberte Kabel oder Lebensmittelverpackungen oder anderweitige Materialschäden sowie merkwürdige Nage- oder Kratzgeräusche wahrnehmen, dann sind das ziemlich eindeutige Anzeichen dafür, dass Sie Mäuse "zu Besuch" haben. Auch winzig kleine schwarze Kügelchen sind ein Indiz für Nagetiere - höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um Mäusekot (Achtung: gefährlich, siehe auch weiter unten).

Lebendfallen statt Schlagfallen


Alternativ zu den früher üblichen und fürs Tier tödlich endenden Schlagfallen gibt es inzwischen zahlreiche tierfreundliche Lebendfallen. Sie bestehen in der Regel aus einem kleinen Metallkäfig, der auf einem Holzbrett montiert ist. Ein im hinteren Teil des Käfigs platzierter Köder lockt die Maus ins Innere. Sobald die Maus sich über den Köder hermacht, löst sie einen Mechanismus aus, der die Eingangsöffnung verschließt und dafür sorgt, dass die Maus in der Falle sitzt. Stellen Sie die Lebendfalle(n) am besten direkt an den Kotplätzen auf oder dort, wo sie anderweitige Spuren der kleinen Eindringlinge entdeckt haben.
Tipp: Erfolgreich eingefangene Mäuse sollten Sie mindestens 100 Meter, am besten sogar bis zu 500 Meter von Ihrem Haus entfernt aussetzen. Anderenfalls könnte es passieren, dass die kleinen Nager den Weg zu Ihnen zurückfinden.

Natürliche Köder für Lebendfallen


Mäuse sind kleine Schlemmermäuler: Sie lieben süße Leckereien wie Schokolade, Nutella und Erdnussbutter und selbstverständlich - ganz dem Klischee entsprechend - Speck (am besten angebraten!). Aber von auch vergleichsweise langweiligen Lebensmitteln wie Karotten und Mehl fühlen sich die kleinen Nager magisch angezogen.

Die Katze als Fressfeind


Der beste Feind der Maus ist immer noch die gute alte (Haus-)Katze. Denn sie ist der natürliche Fressfeind der Maus. Vor allem in ländlichen Gegenden, auf Bauernhöfen oder auf Anwesen mit großem Garten macht es Sinn, sich Katzen zur Mäusebekämpfung zu halten. In der kleinen Stadtwohnung hingegen eignet sich diese Methode weniger. Denn innerhalb der vier Wände kann es zu blutigen Gefechten kommen, die Sie sich unter Umständen ersparen möchten.
Tipp: Wer weder eine eigene Katze, noch einen Hof auf dem Land hat, kann sich mit folgendem Trick behelfen: Einfach ein Säckchen Katzenstreu an der Stelle platzieren, an der Sie das Mäusenest vermuten. Allein der Geruch des Streus soll eine abschreckende Wirkung auf die Nager haben.

Natürliche Hausmittel zur Abschreckung


Weitere Hausmittel, die zur Abschreckung eingesetzt werden können, sind Pfeffer sowie Kräuter wie Minze, Kamille oder Oleander. Diese können Sie ebenfalls in Nähe des Mäusenests platzieren - in der Hoffnung, dass der eindringliche Geruch die Tiere in die Flucht schlägt.

Warum Mäusegift keine gute Idee ist


Bei Mäusegift handelt es sich in der Regel um so genannte Fraßköder. Die in dem Köder enthaltenden Giftstoffe bewirken, dass die Mäuse innerlich verbluten. Dies geschieht jedoch nicht unmittelbar nach dem Verzehr, sondern in einem qualvollen Prozess. Zudem finden sich die toten Mäuse aufgrund der verzögerten Wirkung nicht in der Nähe des ausgelegten Köders, sondern können sich in allen Ecken und Winkeln der Wohnung befinden und dort verwesen (oder aber von Kindern und Haustieren aufgespürt werden). Zudem wirken die im Mäusegift enthaltenen Stoffe auch im menschlichen Körper oder bei Haustieren gerinnungshemmend. Sie können zu schweren inneren Blutungen führen - im schlimmsten Fall mit tödlichem Ausgang. Deshalb unser Rat: Finger weg von Mäusegift.

Vorsicht: Hantavirus


Wie bereits erwähnt, sind Mäuse nicht nur lästig, sondern stellen auch ein gesundheitliches Risiko dar, da sie Krankheiten übertragen können. So kann etwa über Kot und Urin von Rötelmäusen das Hantavirus auf den Menschen übertragen werden. Bereits das Einatmen der Ausscheidungen über Staubpartikel kann zu einer Ansteckung führen. Um sich vor einer Infektion zu schützen, sollten Sie beim Beseitigen von Exkrementen oder von gefangenen Mäusen immer Handschuhe und eine Atemschutzmaske (oder einen anderweitigen Mundschutz) tragen. Das Gefährliche an einer Hantavirus-Infektion ist, dass sie anfangs häufig unerkannt bleibt, da sie sich zu Beginn lediglich durch grippeähnliche Symptome bemerkbar macht. In späteren Krankheitsstadien kann der Betroffene Gliederschmerzen, starkes und anhaltendes Fieber, bis hin zu akutem Nierenversagen bekommen. Wichtig: Die Infektion ist bei den Behörden meldepflichtig.
Auch ein Mäusebiss kann sehr gefährlich sein, denn im Maul der Nagetiere wimmelt es nur so von Bakterien. Aus diesem Grund sollte die Wunde umgehend gründlich desinfiziert und von einem Arzt behandelt werden. Gegebenenfalls ist eine Auffrischung der Tetanusimpfung notwendig.

Zukünftigem Mäusebefall vorbeugen


Damit die erfolgreich eingefangenen Nager nicht schon nach kürzester Zeit wiederkehren, sollten Sie die Ursache für das Eindringen ergründen. Sämtliche Löcher, Ritzen und Fenster sollten bestmöglich abgedichtet sein. Vor allem Lebensmittelvorräte sollten für die Nager unerreichbar sein - diese niemals in Bodennähe lagern und in für Mäuse unzugänglichen Räumen und Behältnissen aufbewahren. In folgendem Artikel verraten wir Ihnen, wie Sie Ordnung in der Speisekammer halten. Darüberhinaus können Türspalten mit speziellen Gummiverdichtungen undurchlässig gemacht werden. Dank dieser Maßnahmen, sollten die Mäuse nicht (länger) auf Ihrem Tisch tanzen, beziehungsweise von Ihren Speisen naschen. Aus die Maus.