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5 Tipps, um Kinder zu motivieren

Manche sind Feuer und Flamme, andere lassen sich nur schwer aus ihrer Komfortzone locken. Doch es gibt Wege, Kinder zu motivieren. 5 einfache Tipps.

5 Tipps, um Kinder zu motivieren
Foto: plainpicture/Glasshouse

Früher waren in der Schule die lässigsten Leute diejenigen, die hinten saßen und den Laden mit lustigen Kommentaren in Schwung hielten - leider meistens nicht zum Thema. Das hat sich grundlegend geändert. Inzwischen ist schon in der Grundschule ordentlich "Druck auf dem Segel". Mathe-Olympiaden und Englisch-Wettbewerbe stehen hoch im Kurs und jeder, der nicht "performed", hat schnell die roten Laterne in der Hand.

Vielleicht ist eine tiefenentspannte Grundhaltung wie in den 70ern das eine Extrem, der Leistungsdruck, der heute herrscht, ist es allerdings auch. Und er konfrontiert Eltern mit der Frage, ob und in welchem Maße sie eingreifen und Ehrgeiz fördern sollen. Auch wenn die Eigenschaft durch übertriebene Ausprägungen so genannter "Tigermums" inzwischen in Verruf geraten ist - ganz ohne gesunden Ehrgeiz geht es offensichtlich auch nicht. Denn das haben wissenschaftliche Studien belegt: Ehrgeiz schlägt Talent. Wer seine besonderen Fähigkeiten nicht durch ständiges Üben trainiert, fällt auf ein Mittelmaß zurück und verliert sie auf Dauer ganz.

Kinder motivieren - so geht's'!
Doch wie motiviert man Kinder, dran zu bleiben und nicht aufzugeben, wenn es schwierig wird? Wissenschaftler rund um den Neurobiologen Gerald Hüther haben beobachtet, dass der Wunsch, über sich hinauszuwachsen, zu den grundlegenden Erfahrungen des Menschwerdens gehöre. Ein Baby, das sich vorwärts zu robben versucht, um das bunte Spielzeug zu erreichen, sei ein gutes Beispiel dafür. Die Freude am Gelingen, die tiefe Befriedigung es geschafft zu haben, setzt eine Kaskade von Glücksbotenstoffen in Gang, die wichtige Pflastersteine sind auf dem Weg zum Erfolg.

Die Lust allerdings, etwas zu leisten, die Stärke, Hindernisse zu überwinden und Probleme zu lösen, ist nicht bei jedem Kind gleich stark angelegt. Aber es gibt einen Zusammenhang, der dann doch mit dem Einfluss der Eltern zu tun hat: Je mehr Eltern es schaffen, die frühe Lust und Neugier zu erhalten und zu fördern, desto williger sind Kinder, dranzubleiben und weiterzumachen. Was definitiv kontraproduktiv ist? Sie zu sehr zu verwöhnen und ihnen jede Hürde aus dem Weg zu räumen. Auch dafür haben Erziehungsexperten einen Begriff gefunden: Curling oder Helikopter-Eltern.

Wie geht also richtig motivieren ohne zu überfordern?
Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

1. Die Motivation muss von innen kommen
Wenn ein Kind nicht aus eigenem Antrieb handelt, sondern ausschließlich, weil es Lob und Anerkennung erwartet, bleibt es im Außen. Oft sein Leben lang. Wer dagegen ein tiefes Interesse für das Thema entwickelt, dem sind die Noten fast egal. Forscher haben herausgefunden, dass hochbegabte Kinder sich häufig mit Noten im Zweier-Bereich begnügen, weil es ihnen mehr Zeit lässt, sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Kluge Effizienz nennt man das. Das Learning daraus? Tappen Sie nicht in die Elternfalle und fragen als erstes nach der Note. Zeigen Sie lieber ehrliches (!) Interesse an dem Thema. Absoluter No Go: die Frage nach den Noten anderer!

2. Keinen Druck machen
Mit Druck wächst die Erwartung, die häufig im doppelten Sinn zu Enttäuschungen führt. Kinder fühlen sich selbst wertloser und haben Angst, die Eltern "traurig zu machen". Das jedoch verhindert genau die Verschaltung im Gehirn, auf der Neues wachsen kann. Man lernt schlechter und das Selbstvertrauen in die eigenen Kompetenzen geht verloren. Eltern sollten Kindern eher ein gutes Vorbild sein, indem sie ihnen Schaffensfreude und befriedigendes Engagement vorleben. Ganz egal, ob es sich um die Freude am Backen, am Klavierspiel oder an einer Sportart handelt...

3. Kinder auch mal in Ruhe lassen
Gönnen Sie Ihrem Nachwuchs Phasen, wo er selbstvergessen einfach nur spielen darf, ohne Aufgabe, ohne Ziel. In solchen Momenten ist er beseelt und begeistert und kann in seiner Materie versinken, ohne etwas lernen zu müssen.

4. Kinder brauchen gemeinsames Erleben
Klug zu fördern heißt Kinder abzuholen und mit zu nehmen. Doch dafür braucht man Zeit. Das gemeinsame Erleben steht im Vordergrund und die Erfahrung, wie viel Spaß es machen kann, gemeinsam Erfolge zu erzielen. Solche Erfahrungen stabilisieren Kinder und sie entwickeln leichter eine Frustrationstoleranz.

5. Raus aus der Perfektionismusfalle!
Kinder, die es nie gut genug machen können, verlieren schnell die Lust. Manchmal braucht man Geduld dafür. Es gibt nicht einen einzigen Weg, der zum Ziel führt, kein richtiges oder falsches Tempo. Machen Sie sich locker und verabschieden Sie sich von Ihren engen perfektionistischen Ansprüchen. Der Weg ist das Ziel nicht das Ergebnis!


Von Franziska Wichmann

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