Trusted Shops Guarantee

Ärger im Job: Konflikte mit Kollegen lösen

Leider können wir uns unsere Kollegen nicht aussuchen. Aber wir verraten, wie man Ärger im Job vermeidet und wie sich Konflikte mit Kollegen lösen lassen.

Ärger im Job: Konflikte mit Kollegen lösen
Foto: plainpicture

Unterschiedliche Streitkultur in Beruf & Privatleben
Im Gegensatz zu unseren Partnern und Freunden können wir uns unsere Arbeitskollegen leider nicht aussuchen, sondern müssen wohl oder übel auf einer professionellen Ebene mit ihnen auskommen und arbeiten. Während es in Beziehungen durchaus sinnvoll sein kann, Ärger nicht herunterzuschlucken, sondern ihm auch mal Luft zu machen, führt ein emotionaler Ausbruch unter Kollegen häufig zu einem noch größeren Zerwürfnis. Warum? Weil eine wichtige Ebene fehlt - nämlich die Sympathie füreinander. Zahlreiche wissenschaftliche Studien beweisen, dass zwischenmenschliche Konflikte den Menschen enorm belasten und seine Anfälligkeit für stressbedingte Erkrankungen erhöhen. Deshalb sollte man aufkeimende Konflikte mit Kollegen lösen, bevor sie eskalieren und das Arbeitsklima auf Dauer vergiften. Hier ist cleveres und feinfühliges Emotionsmanagement gefragt. Wir verraten, welche Maßnahmen zur Deeskalation beitragen.

1. Maßnahme: Sachliches Analysieren
Anstatt seinen Kollegen wutentbrannt mit Vorwürfen zu überschütten, gilt das, was Beziehungscoaches grundsätzlich empfehlen: tief durchatmen und eine Runde um den Block drehen. Dabei so wichtige Fragen ventilieren, woher die Wut überhaupt kommt. Oft steckt ein verletztes Gerechtigkeitsempfinden dahinter. Die eigenen Emotionen verstehen zu lernen, sich in anderen zu versetzen, entkräftet die Situation und nimmt der Wut und dem Unverständnis häufig schon den Wind aus den Segeln.
Vorteil: Erspart einem peinliche, emotionale Ausbrüche und Schuldzuweisungen, die man später nicht mehr rückgängig machen kann und verschafft einem die Zeit für sachliche (und nachvollziehbare) Argumentationen.
Nachteil: Die anderen, unbeteiligten Kollegen verpassen hollywoodreife Streitszenen.

2. Maßnahme: Konfrontieren
Wer sich an der Ausführung seiner Arbeit gehindert fühlt, sollte klar und deutlich für seine Interessen eintreten und den betreffenden Kollegen mit dem Problem konfrontieren. Das A und O dabei ist Sachlichkeit - persönliche Abneigungen haben hier nichts zu suchen.
Vorteil: Die Unzufriedenheit wird klar und deutlich angesprochen, bevor sie im stillen Kämmerlein ungeahnte und ungerechtfertigte Ausmaße annehmen kann.
Nachteil: Die Möglichkeit besteht, dass der konfrontierte Kollege von Vornerein dicht macht und in die Abwehrhaltung geht.

3. Maßnahme: Kompromisse schließen
Der pragmatische Weg: Beide Parteien versuchen, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu kommen und sich in der Mitte zu treffen.
Vorteil: Kann gerade bei täglichen Reibereien und Lappalien wie "Fenster auf oder zu" oder organisatorischen Angelegenheiten wie Urlaubsregelungen, wahre Wunder bewirken.
Nachteil: Funktioniert meist nicht bei den wirklich großen, wichtigen Themen, weil diese mit wesentlich mehr Emotionen verbunden sind.

4. Maßnahme: Kooperieren
Man verhandelt so lange miteinander, bis man eine - für beide Seiten zufriedenstellende - Lösung gefunden hat.
Vorteil: Der Weg der Kooperation kann im Idealfall zu einem neuen kreativen und konstruktiven Miteinander führen.
Nachteil: Das Prozedere ist in der Regel sehr zeitintensiv.

5. Maßnahme: Den Vorgesetzten hinzuziehen
Sollte sich keine der vorgeschlagenen Maßnahmen anbieten, hilft manchmal nur noch der Gang zum überparteilichen Vorgesetzten.
Vorteil: Ein guter, in Konfliktlösungen geschulter Chef weiß, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, die zur Deeskalation eines Streits unter Kollegen beitragen.
Nachteil: Sollte der Vorgesetzte der Situation nicht gewachsen und somit nicht in der Lage sein, zu einer Deeskalation beizutragen, wird die ohnehin unzufriedene Grundstimmung nur noch verschärft, und beide Parteien fühlen sich von Chef im Stich gelassen.

6. Anpassen oder gehen
Sollte sich die Antipathien und die (unterdrückte) Wut im Laufe der Zeit verstärken und die Gesundheit und/oder die Arbeit auf Dauer stark beeinträchtigen, gibt es eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten - anpassen und bleiben oder aber gehen und sich eine neue berufliche Herausforderung suchen.
Vorteil: Der Situation wird bewusst und aktiv ein Ende bereitet - entweder in Form stiller Anpassung (die aber nur dann funktioniert und gesund ist, wenn sie aus voller Überzeugung geschieht) oder aber in Gestalt eines Arbeitgeberwechsels. So oder so: Selbstwirksamkeit führt einem die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen vor Augen.
Nachteil: Ein Jobwechsel ist nicht nur mit Ungewissheiten, sondern eventuell auch mit finanziellen Einbußen und Risiken verbunden. Außerdem kann die Variante der Anpassung unter Umständen zu Selbstbetrug führen.

WIE EINFACH-Tipp:
Sollten die Konflikte am Arbeitsplatz kompliziert sein oder einem bereits schlaflose Nächte bereiten, kann es auch helfen, einen Business Coach aufzusuchen. Denn dieser hat einen objektiven, analytischen Blick auf das Ganze und kann helfen, die Situation rational zu sezieren sowie mit gewohnten Denk- und Verhaltensmustern, die unter Umständen für den Konflikt mitverantwortlich sind, zu brechen.


Von Lesley Sevriens

PRODUKTEMPFEHLUNGEN



NEWSLETTER ABONNIEREN
News-Update
Lassen Sie sich inspirieren


Mit den Wie Einfach! News erhalten Sie clevere Tipps, tolle Ideen, Infos zu Rabattaktionen und neuen Produkten.
Jetzt anmelden und 5 € Gutschein sichern!

E-Mail


NACH OBEN
NACH OBEN


© WIE EINFACH 2017
Trusted Shops Guarantee
 
Trusted Shops Seller: www.wieeinfach.de 4.61 /  5.00   (340) Bewertungen