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Drachen steigen lassen - so geht's!

Mit den Herbststürmen beginnt endlich wieder die Zeit, Drachen steigen zu lassen. Wir verraten Ihnen die besten Tipps - und wie man aus einem Müllbeutel ruckzuck einen tollen DIY-Drachen basteln kann.

Drachen steigen lassen - so geht's!
Foto: Thinkstock

Flugobjekte wie Helikopter oder Jumbojets üben seit jeher eine faszinierende Wirkung auf Kinder und Erwachsene aus. Kein Wunder also, dass Drachensteigen zu einer der schönsten und beliebtesten Outdoor-Aktivitäten im Herbst gehört: Man lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes frischen Wind um die Nase wehen, ist der Natur plötzlich wieder ganz nah und spürt die ungeheure Kraft des Windes. Das belebt die Sinne, macht wach und herrlich zufrieden. Höhenflüge eben. Also nix wie raus!

Drachen steigen lassen: Kindgerecht
Bereits drei- oder vierjährige Kinder können (mit Unterstützung der Eltern) ihre ersten Drachen fliegen lassen. Dieser sollte dann aber möglichst klein und leicht sein.

Drachen steigen lassen: Modelle
Am häufigsten verbreitet sind so genannte Ein- und Zweileiner - die Zahl bezieht sich auf die Schnüre, an denen der Drachen befestigt ist. Einleiner gibt es in den unterschiedlichsten Formen, für Zweileiner (auch bekannt als Lenkdrachen) gibt es etwa zehn unterschiedliche Formen. Einleiner sind perfekt für kleine Kinder und Einsteiger. Lenkdrachen erfordern etwas mehr Geschick, dafür machen sie aber auch mehr Spass. Richtige Profis verwenden sogar Drachen mit vier Leinen, mit denen sie wildeste Flugtricks vollführen.

Drachen steigen lassen: Stoff versus Papier
Papierdrachen sind ziemlich empfindlich und im Falle eines Absturzes oftmals irreparabel beschädigt. Stoffdrachen sind wesentlich robuster und selbst, wenn einmal ein Stab bricht, kann man diesen leicht ersetzen. Bei guter "Pflege" halten Stoffdrachen oft viele Jahre. Tipp: Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Drachen eine so genannte Waageschnur hat. Die Waage bildet die Verbindung zwischen Drachen und Flugleine und verteilt die Zugkraft des Drachens auf mehrere Punkte des Gestänges oder des Stoffs.

Drachen steigen lassen: Windstärke
Die ideale Windstärke hängt von dem Material des jeweiligen Drachens ab. Leichtwinddrachen (aus Karbonfaserstäben und ultraleichtem Segeltuch) fliegen zum Beispiel schon bei einer halben Windstärke, während schwere Drachen aus Baumwolle Windstärke fünf bis sechs benötigen, um in Fahrt zu kommen. Für die meisten "Standarddrachen" aus dem Geschäft ist Windstärke zwei bis drei ideal.

WICHTIG: Entscheidend beim Drachensteigen ist jedoch Geduld, denn anstatt dem Wind hektisch hinterher zu laufen, geht es darum, auf den richtigen Moment zu warten. Denn auch, wenn es scheinbar windstill ist, weht in höheren Luftgefilden fast immer ein kleines Windchen. Und früher oder später verirrt sich immer wieder mal ein Lüftchen in Richtung Boden. Genau auf diesen kleinen Windstoss muss man warten, damit der Drachen langsam aber sicher aufsteigen kann. Die eigentliche Herausforderung beim Drachensteigen sind diese ersten Meter. Danach gelangt das Fluggerät in eine Höhe, in der konstanter Wind weht. Ist der Drachen dort einmal angelangt, kommt ordentlich Zug auf die Schnur und der Drachen steigt steil nach oben.

Drachen steigen lassen: Die besten Orte
Je windiger, desto besser: Aus diesem Grund kann man in Küstenregionen auch ganzjährig Drachen steigen lassen. Grundsätzlich eignen sich jedoch alle grossen Freiflächen wie brach liegende Gelände, Wiesen oder abgeerntete Felder.

Drachen steigen lassen: Balanceakt
Der Drachenschwanz dient nicht bloss als Zierde, sondern hilft, den Drachen beim Flug zu stabilisieren.

Drachen steigen lassen: Vorsicht!
In Deutschland darf man überall Drachen steigen lassen, ausser in der Nähe von Flugplätzen (hier muss ein Abstand von sechs Kilometern eingehalten werden). Ebenfalls gut zu wissen: Drachenleinen dürfen hierzulande laut Luftverkehrsordnung nicht länger als 100 Meter sein. Außerdem sollte man sein Fluggerät in mindestens 600 Metern Entfernung von Strassen, Bahnstrecken und Stromleitungen und niemals direkt über andere Menschen fliegen lassen. Bei Regen und aufziehendem Gewitter sollte der Drachen gar nicht erst ausgepackt beziehungsweise schleunigst aus den Lüften geholt werden.

Extra-Tipp: Handschuhe überziehen, damit die Drachenschnur keine schmerzenden (Kinder-)Hände hinterlässt! Auch eine Kopfbedeckung kann nützlich sein, sollte der Flieger zwischendurch senkrecht abstürzen.

DIY-Drachen: Wie aus einer Mülltüte ein Fluggerät wird


Klar, Drachen aus Papier oder Folie kann man bereits fix und fertig im Spielzeugladen kaufen. Aber ist es nicht viel schöner, einen Drachen Schritt für Schritt selbst zu bauen? Wir finden schon! Besonders viel Spass macht es, wenn Eltern und Kinder sich gemeinsam als Hobby-Bauingenieure betätigen. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen flotten DIY-Drachen - von der WIE EINFACH-Redaktion entworfen, getestet und für flugtauglich befunden.

Drachen steigen lassen - so geht's!
Die Materialien:
- 110-Liter-Müllsack
- Schere
- durchsichtiges Klebeband
- Streichhölzer oder dünne Stöckchen
- Schlüsselring
- fünf Meter dünnes Seil/Kordel + zusätzliches Seil/Kordel, an dem der - Drachen steigen gelassen wird, sonst kann er ja nur eine maximale - - Flughöhe von 3,5m erreichen.
- leichtes Bastel- oder Geschenkpapier
- Zwei Ein-Meter-Buchenrundstäbe
- Lineal
- Stift

Den Müllsack an einer Längsseite und der unteren Seite aufschneiden und danach zu einem grossen doppellagigen Rechteck ausbreiten. Die Umrisse des Drachens (siehe Skizze) mithilfe des Lineals und eines Stiftes auf die Folie zeichnen und danach ordentlich ausschneiden. Wichtig ist, dass die längste Seite des Drachens am Ende einen Meter beträgt.

Drachen steigen lassen - so geht's!
Jetzt ist es Zeit für ein Lächeln: Das bereitliegende Geschenk- oder Bastelpapier nach Belieben zu einem Mund, einer Nase, Haaren und Füssen zurechtschneiden und mit Klebeband auf dem Drachen befestigen. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Die beiden Augenausschnitte bleiben frei: Sie stabilisieren den Drachen später im Flug.

Damit der Drachen später überhaupt richtig fliegen kann, müssen nun die beiden Rundstäbe befestigt werden. Wie auf dem Bild von dem fertigen Drachen zu sehen, ist es besonders wichtig, dass die Stäbe parallel zu den Augen und von Ecke zu Ecke verlaufen. In Sachen Klebeband ist hier der Vorsatz: »Mehr ist mehr« zu berücksichtigen, denn besonders die Ecken müssen gut fixiert werden.

Um später die Drachenleine besser befestigen zu können, müssen nun die äußeren Ecken gerade geschnitten (a) und mit Stöckchen und Klebeband verstärkt werden (b). Besonders wichtig ist hier der kleine Zwischenraum zwischen Stock und Plastik, denn hier wird ein kleines Loch benötigt (c), durch das danach das Seil gezogen wird.

Von den fünf Metern werden nun 1,50 Meter Seil benötigt. Dieses wird dann doppelt genommen und mit einer Schlaufe in der Mitte des Drachens am Ring befestigt. Die beiden losen Enden werden rechts und links an den Löchern verknotet. Das restliche Seil kann nun unten angeknotet werden und dient später zur Längenregulierung.

Jetzt gilt es nur noch, ein windiges Plätzchen zu finden, sich muckelig warm einzupacken und den Drachen in die Lüfte steigen zu lassen. Wir sind uns sicher, dass bald nicht mehr nur der Drache lächeln wird.

GEHEIMTIPP: Aus den Resten der Mülltüte lässt sich ein Schweif für den Drachen basteln.

Alternative DIY-Bastelanleitungen findet ihr hier:

diy-academy.eu

bauplan-bauanleitung.de


Von Lesley Sevriens



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