Trusted Shops Guarantee

Erfolgreich scheitern: Die besten Tipps

Scheitern ist per se nicht schlecht. Vorausgesetzt, man lässt sich nicht unterkriegen und geht gestärkt daraus hervor. WIE EINFACH mit den besten Tipps.

Erfolgreich scheitern: Die besten Tipps
Foto: plainpicture

Jeder will Erfolg haben. Und wünscht sich, Fehler zu vermeiden. Denn Fehler haben den Beigeschmack von schlechter Leistung, von Unvermögen, von Verlierer- und Versagerimage. Was für Betroffene ziemlich peinlich werden kann. Wie Scheitern in der Öffentlichkeit geht, kann man zum Beispiel bei Günther Jauch lernen. Die Art, mit der er manchen Kandidaten, der ihm nicht liegt, vorführt und fallen lässt, spiegelt ganz schön den gesellschaftlichen Umgang mit Fehlern wider - und der reicht von Häme bis zum erhobenen Zeigefinger.

Erfolgreich scheitern: Keiner gibt es gern zu


Kein Wunder, dass Fehler zu machen, häufig mit Scham besetzt ist. Und dass man sie um jeden Preis vermeiden und wenn - auch nicht preisgeben will. Deswegen fällt es mit wachsender Lebenserfahrung immer schwerer, Fehler zuzugeben. Und deswegen sind wir mitunter auch schnell dabei, sie bei anderen zu suchen.

Erfolgreich scheitern: Von Forschern lernen


Fehler passieren. Keiner macht sie bewusst. Unschlau ist vielleicht lediglich, Fehler zu wiederholen. "Die Dummen machen stets die gleichen Fehler, die Klugen immer neue”, heißt es so passend. Zu letzterer Gruppe gehören zum Beispiel Menschen, die in der Forschung arbeiten. Beinah jede neue Erfindung basiert auf dem "Try and Error" -Prinzip. Wissenschaftler brauchen Fehler, aus denen sie lernen und deren Rückschlüsse sie in ihrer nächsten Versuchsreihe berücksichtigen können. Dabei zeigt sich eins, was sich auch auf andere Bereiche übertragen lässt: Fehler bieten vor allem deswegen eine Chance, weil man nicht so offensichtlich, schnell und einfach aus ihnen lernen kann. Man ist gezwungen, sich gründlicher mit der Materie auseinander zu setzen. Oder mit sich selbst. Es ist ein Lernprozess, kein schnelles Aha-Erlebnis.

Erfolgreich scheitern: Experimente wagen!


Alte Wege zu verlassen und Neues auszuprobieren, birgt ein höheres Fehlerpotential. Aber es hat auch viel mit Mut und Risikobereitschaft zu tun. Blöd ist in diesem Zusammenhang nur, aus Angst vor Fehlern nichts zu riskieren. Sich immer in der Komfortzone der Sicherheit zu bewegen, um bloß nichts falsch zu machen und keine Experimente zu wagen. Denn es ist doch so: Mit Erfolg gewinnen wir Stärke und Bestätigung. Aber mit einer Niederlage machen wir häufig die viel wichtigeren Lebenserfahrungen, die uns neue Erkenntnisse bescheren und zu noch besseren Ideen verhelfen können.

Erfolgreich scheitern: Der Weg ist das Ziel


Das kann manchmal schmerzhaft sein, aber auch charakterbildend. "Stolpern fördert”, lautet eine Weisheit aus der Feder von Goethe. Weil es demütig und dankbar macht für das, was man bereits erreicht hat. Und weil es mehr Potential hat als ungebremste Höhenflüge. Menschen mit Brüchen haben auf jeden Fall eine spannendere Biographie als jene, bei denen immer alles glatt läuft. Und noch etwas: Die Geschichte zeigt, dass sich Erfolg nicht immer am strahlenden Ergebnis messen lässt. Manchmal sind die einflussreichsten Maler, Denker, Dramatiker, Komponisten zu Lebzeiten verkannte Genies gewesen. Van Gogh gehört zu ihnen, Karl Marx und Rosa Luxemburg, Franz Kafka. Was sie dennoch auszeichnet? Dass sie zwar Zweifel hatten, aber nie aufgegeben haben. Weil sie an das glaubten, was sie taten, gleichgültig, ob sie damit ankamen oder nicht. Weil sie beseelt waren von den Gedanken, die sie umtrieben. Insofern haben Erfolg und grandioses Scheitern eine ganze Menge miteinander zu tun. Es ist die Manie, die Erfolgreiche genauso antreibt wie Menschen, die für Ideale eintreten, auch wenn sie damit scheitern: Ziele setzen und für sie kämpfen, darauf kommt es an. Der Ausgang ist dann nur schönes Beiwerk.

5 smarte Tipps von Tatiana Schildt, Coaching and Consulting Institute

Niederlagen zu Teilsiegen umdeuten


1. Stehen Sie dazu, einen Fehler gemacht zu haben. Vor sich und auch anderen gegenüber. Das erfordert Mut, zeugt aber auch von innerer Größe.
2. Häufig sind Fehlschläge mit einer Hassspirale verbunden - Hass auf sich selbst und auf andere, auf Umstände und Ungerechtigkeiten. Wichtig ist, den Blick von der Schuldfrage abzuwenden - hin zu sich selbst. Was wenig bis gar nichts bringt? Zerfleischende Vorwürfe und Selbstvorwürfe.
3. Je schmerzvoller die Erfahrung des Scheiterns, desto mehr Zeit müssen Sie sich geben, Ihre negativen Gefühle zu verarbeiten. Oft hilft es, weg zu fahren und Abstand zu gewinnen. Starke negative Emotionen können alles blockieren. Auch neue Lernprozesse.
4. Je tiefer man hinguckt und nachdenkt, desto mehr kann man herausbekommen in der Fehleranalyse. Daraus müssen sich nicht schnelle Antworten ableiten. Auch klare Lektionen gibt es häufig nicht. Denn meist ist unklar, wer oder was den Fehlschlag verursacht hat. Oft ist es eine Verkettung von Umständen, ein Gewirr von Ursachen. Schärfen Sie den Blick, was sich daraus ableiten lässt. Was Sie in Zukunft kontinuierlich verbessern können.
5. Angst vor Fehlern ist einer der größten Stress-Faktoren. Machen Sie sich bewusst, dass Scheitern zur menschlichen Entwicklung dazu gehört. Nur eine kleine beruhigende Zahl: 80 Prozent aller Start-Ups scheitern innerhalb der ersten drei Jahre, von den vielen namenlosen Ideen ganz zu schweigen, die nie das Licht der Welt erblicken. Na und? Das Leben geht weiter. Und jeder kleine Versuch, es besser zu machen, bringt uns etwas näher an die Grenzen unserer Möglichkeiten.


Von Franziska Wischmann



NEWSLETTER ABONNIEREN
News-Update
Lassen Sie sich inspirieren


Mit den Wie Einfach! News erhalten Sie clevere Tipps, tolle Ideen, Infos zu Rabattaktionen und neuen Produkten.
Jetzt anmelden und 5 € Gutschein sichern!

E-Mail


NACH OBEN
NACH OBEN


© WIE EINFACH 2017
Trusted Shops Guarantee
 
Trusted Shops Seller: www.wieeinfach.de 4.65 /  5.00   (355) Bewertungen