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Hilfe, Kaufsucht! Die besten Tipps

Wer kaufsüchtig ist, geht nicht nur gerne shoppen, sondern verspürt einen inneren Drang, immer wieder aufs Neue zu konsumieren. In diesem Fall benötigt man professionelle Hilfe, um von der Kaufsucht loszukommen. WIE EINFACH verrät hilfreiche Tipps.

Hilfe, Kaufsucht! Die besten Tipps
Foto: Thinkstock

Laut aktuellen Studien sind in den USA und in Deutschland inzwischen bis zu sieben Prozent der Bevölkerung von Kaufsucht betroffen. Tendenz steigend. Frauen konsumieren in der Regel Kleidung, Schmuck und Kosmetik, während Männer eine Schwäche für technische Gadgets und Werkzeuge haben. Frauen setzen quasi auf optische, Männer auf technische "Aufrüstung". Gerade bargeldloses Zahlen und das Einkaufen via Smartphone und Internet verführen zum Shoppen, das inzwischen 24/7 möglich ist. Doch obwohl so viele Menschen davon betroffen sind, ist Kaufsucht bisher leider noch keine anerkannte Krankheit.

Was steckt hinter der Kaufsucht?
Kaufsucht ist oftmals eine Kompensation für Leere, Unzufriedenheit, Frust oder Konflikte. Meist geht mit Kaufsucht auch ein niedriges, ramponiertes Selbstwertgefühl einher. Der Süchtige verspricht sich vom Kauf eine Art Belohnung und Wiedergutmachung für erfahrene Frustrationen oder Schmerzen. Psychologen sprechen bei Kaufsüchtigen von einer Störung der Impulskontrolle - Betroffene leiden, wie auch beispielsweise Spiel- oder Alkoholsüchtige unter Kontrollverlust, denn sie können dem Drang des Konsumierens nicht widerstehen. Kaufsüchtigen geht es nicht um die Freude des Besitzens, sondern um den Prozess des Kaufens an sich, der (leider nur sehr kurzweilige) Befriedigung verschafft und unmittelbar nach dem Kauf nach Wiederholung verlangt, um das Gefühl der Hilflosigkeit und Leere zu verdrängen.


Woran erkenne ich, ob ich kaufsüchtig bin?
- Problemtisch wird es, wenn alle Gedanken nur noch um den nächsten Einkauf kreisen und sich ein Gefühl der Nervosität einstellt, sobald diesem Impuls nicht unmittelbar nachgegeben werden kann.
- Kritisch wird es ebenfalls, wenn der Kaufprozess als Akt der Verdrängung geschieht oder um die Stimmung aufzuhellen und von schlechter Laune, Stress oder Sorgen abzulenken.
- Meist geht mit der Kaufsucht ein ständiges Verlangen einher und es stellt sich niemals ein Gefühl der Befriedigung ein.
- In der Regel stellen sich unmittelbar nach dem Kauf und Nach einer kurzen Euphorie sich Schuldgefühle ein.
- Wer so oft und so viel shoppt, dass sich finanzielle Probleme daraus ergeben, vielleicht sogar Kredite aufnehmen muss und sich verschuldet, ist ganz klar von Kaufsucht betroffen.
- Bei einigen Betroffenen leiden selbst die sozialen Beziehungen und die Arbeit unter der Sucht.
- Oft werden die gekauften Konsumgüter noch nicht mal ausgepackt, sondern landen in einer Ecke oder werden sogar vor dem Partner verheimlicht und versteckt.
- Eine Begleiterscheinung der Kaufsucht kann zwanghaftes Horten von Gegenständen sein.


Erst Hilfe-Maßnahmen - das hilft bei Kaufsucht
- Um wirklich etwas an seinem Kaufverhalten ändern zu können, ist zunächst einmal ist schonungslose Ehrlichkeit gefragt. Auch und gerade weil es schmerzlich ist, zu erkennen, dass man ein ernsthaftes Problem hat.
- Dem Problem hinter dem Problem kommt man am besten auf die Schliche, in dem man sein eigenes Kaufverhalten unter die Lupe nimmt und den eigentlichen Grund für den Kaufwunsch hinterfragt: Steckt hinter dem Bedürfnis, sich "etwas Gutes zu tun" vielleicht Stress bei der Arbeit oder Streit mit dem Partner? Welcher Wunsch, welche Sehnsucht verbergen sich dahinter?
- Zahlungen mit der EC- oder Kreditkarte vermeiden und stattdessen mit Bargeld zahlen.
- Situationen und Orte, die einen in Versuchung bringen (beispielsweise Fußgängerzonen und Online-Shops), meiden.
- Einen Finanzcheck vornehmen und eine Einnahmen- und Ausgabenliste erstellen, um zu überblicken, wie viel Geld monatlich für welche Dinge und vor allem für die Impulskäufe ausgegeben werden.
- Konstruktive Ersatzbefriedigungen schaffen, beispielsweise etwas Leckeres Kochen, Laufen oder Schwimmen gehen. Je öfter man die Sucht durch eine andere Tätigkeit ersetzt, desto mehr speichert das Gehirn diese neuen positiven Gewohnheiten ab und desto weniger verlangt es nach den alten Verhaltensweisen.
- Wer merkt, dass er der Sucht im Alleingang nicht gewachsen ist, sollte sich unbedingt und ohne Scham Unterstützung bei einer Suchtberatungsstelle oder Hilfe bei einem Therapeuten suchen und die Kaufsucht beispielsweise mit einer Verhaltenstherapie behandeln.


Bizarrer Trend: Youtube-Shopping-Videos
Die Kaufsucht erfasst leider verstärkt jüngere Menschen. Kein Wunder, nicht nur, dass die Einkaufsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren ins schier Unermessliche gestiegen sind, inzwischen gibt es auf Youtube Unmengen so genannter Haul-Videos (Haul = engl. für Fang oder Ausbeute). Ein bizarrer Videotrend, in denen Teenagermädchen und junge Frauen stolz ihre Einkäufe präsentieren - Stück für Stück kramen sie ihre gekauften Artikel (meist Kosmetik aber auch Kleidung und Accessoires) aus ihren Einkaufstüten und beschreiben ausführlich die erstandenen Produkte: Herkunft und Preis, inklusive "Shopping-Erlebnisbericht".
Passend dazu gibt es für Männer die Unboxing-Videos - Videos, in denen technikbegeisterte (junge) Männer die Features ihrer eroberten Beute ausführlich beschreiben. Damit liefern die Teenager quasi kostenlose Werbevideos für die Hersteller. Letztere haben das Potenzial dieser Videos längst für sich entdeckt und nutzen diese "Privatpersonen" kommerziell.


Von Lesley Sevriens



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