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Kinder in Wut: 4 Tipps, die helfen

Wenn Kinder nicht hören, scheint für Eltern ein lauter, scharfer Ton das einzige Mittel der Wahl zu sein. Der spiegelt oft angestaute Wut wider - und Frust. Dabei kann Harmonie ganz einfach sein. Vier Tipps, damit die Welt nicht so leicht aus den Fugen gerät.

Kinder in Wut: 4 Tipps, die helfen
Foto: plainpicture

Eine nervige Spirale mehrmaliger Ermahnungen endet leider viel zu häufig damit, dass wir brüllen und unseren Kindern Konsequenzen androhen. Doch der »Mache endlich …, sonst ...«-Mechanismus im Schimpfton verpufft wirkungslos und kommt bei Kindern eher selten an. Warum? »Kinder haben einen Schutzmechanismus, der sie vor Überreizung schützt. Wie durch eine Hülle bleiben sie dadurch in ihrer Welt«, erklärt die Sozialpädagogin Birgit Kaiser, die selbst Mutter von vier Kindern ist.

Deswegen tendiert der Nachwuchs auch dazu, die Aufforderung zu überhören. Eltern hingegen empfinden das resistente Verhalten als Missachtung ihrer Person und als Respektlosigkeit, die sie ärgert. »Dabei wollen die Kindern mit ihrer scheinbaren Achtlosigkeit nicht bewusst ärgern oder kränken. Sie wollen einfach in diesem Moment in ihrer Spielwelt bleiben«, sagt die Expertin. Das Wichtigste ist also, sich genau die Situation anzuschauen, in der sich die Kinder gerade befinden und sie dort »abzuholen«. Vier clevere Tipps, um Streit und Brüllattacken zu vermeiden und mehr harmonisches Miteinander zu erreichen.

Kinder in Wut: Eltern müssen sichtbar sein


1. Eltern müssen sichtbar sein
Es bringt wenig, aus der Küche ins Kinderzimmer zu rufen, dass das Kind sein Zimmer aufräumen soll. Denn: aus den Augen, aus dem Sinn. Seien sie präsent! Treten Sie mit ihrem Kind in Kontakt. Legen Sie die Arbeit in der Küche nieder und gehen Sie zum Kind. Während Sie Ihr Kind auffordern, schauen sie es an und legen Sie ihm etwa Ihre Hand auf seine Schulter.

2. Ich-Botschaften senden
»Ich möchte, dass du die Bausteine in die Kiste packst!« Formulieren sie Ihre Aufforderung konkret und klar in der Ich-Form. »Zimmer aufräumen« kann für sie anders aussehen als für Ihr Kind.

3. Aufforderung nicht als Frage formulieren
"Könntest du bitte dein Zimmer aufräumen?« - kann immer mit »Nein« beantwortet werden. Formulieren Sie Ihre Bitte als freundliche, direkte Aufforderung wie: »Ich möchte, dass du bitte jetzt sofort die Kleider in den Schrank räumst und deine Stifte in die Packung zurücklegst.«

4. Konsequent sein
Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind zu einem konkreten Zeitpunkt aufräumt, sollten Sie auch dabeibleiben und Ihre Aufforderung nicht auf später verschieben oder gar selbst aufräumen. Sollte Ihre direkte und konkrete Aufforderung nicht fruchten, sollten Sie eine Konsequenz nennen und diese auch mit Sicherheit durchführen. Dabei sollte die Konsequenz im Zusammenhang mit der Aufforderung stehen, damit die Folgerung für Ihr Kind zu verstehen ist. »Könntest du jetzt bitte aufräumen? Sonst gibt es heute keine Süßigkeiten«, wird zwar gern eingesetzt, doch logischer und für das Kind leichter verständlich wäre, etwas zu sagen wie: »Ich möchte, dass du jetzt die Spiele vor deinem Bett in das Regal räumst, sonst kann ich dich heute Abend nicht zu Bett bringen.« Versuchen Sie, stets ruhig aber bestimmt zu sprechen. Halten Sie keine Vorträge und geben Sie keine langen Erklärungen, denn dann stellt Ihr Kind die Ohren auf »Durchzug«, und Sie erscheinen ihm als Leierkasten.


Von Ulrike Braun


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