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Nagelpilz: So schützen Sie sich

Wer einmal Nagelpilz hatte, weiß, wie schwer man ihn wieder loswird. Doch es gibt gute vorbeugende Tipps. Wie Sie sich schützen können, erfahren Sie hier.

Nagelpilz: So schützen Sie sich
Foto: Joe Pizzio/Unsplash

Nichts sieht schöner aus als gepflegte Fußnägel. Gerade im Sommer kommen sie in Sandalen oder Schläppchen so richtig hübsch zur Geltung. Umso ärgerlicher, wenn just in der Freiluftsaison ein Nagelpilz die Nägel verunstaltet. Oft beginnt er - unter farbenfrohen Lacken praktisch unsichtbar - an einer kleinen Ecke des Nagels sein Unwesen zu treiben.

Übertragungsorte sind Schwimmbäder, öffentliche Saunen, Umkleiden und Duschen von Sportstudios, wo viele Menschen barfuß laufen. Das Fatale daran: Im Gegensatz zum Fußpilz, der sich zwischen den Zehen relativ schnell bemerkbar macht und rückstandslos mit einer Anti-Pilz-Cremes behandelt werden kann, lässt sich ein Nagelpilz meist erst erkennen, wenn er den Nagel schon richtig befallen hat. "Das macht eine Therapie dagegen deutlich aufwendiger," erklärt die medizinische Fußpflegerin Amy Chonderogianni. "Man sollte ihn deshalb auf jeden Fall ärztlich diagnostizieren lassen, damit eine spezifische Behandlung eingeleitet werden kann," empfiehlt die Expertin. "Je weiter man sie herauszögert oder die Erkrankung falsch behandelt, desto langwieriger wird die Therapie."

Feuchtes Klima begünstigt Nagelpilz


Auslöser sind in der Regel Fadenpilze (sehr viel seltener Hefe- oder Schimmelpilze), die sich vor allem im warmen, feuchten Klima rasant vermehren können. Sie dringen über das Nagelbett im Bereich des freien Nagelrands in den Nagel ein. Häufig kann eine mikrokleine Häutchenverletzung die Infektion noch begünstigen. Zu den Risikogruppen gehören ältere Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Aber auch Sportler, die den ganzen Tag in Sportschuhen herumlaufen, sind gefährdet. Denn wenig atmungsaktive Sportschuhe beschleunigen einen Nährboden, in dem die Haut besonders viel Schweiß absondert, aufweicht und dadurch weniger Schutz vor Keimen bietet.

Ist der Pilz einmal eingedrungen, kann er sich über die gesamte Nagelplatte ausbreiten. Dabei löst er das Keratin des Nagels auf, wodurch sich luftgefüllte Hohlräume bilden. Die kann man als helle Streifen oder Flecken sehen. Im weiteren Verlauf verdickt sich der Nagel und verfärbt sich gelb. Bleibt er unbehandelt, kann sich der Pilz weiter ausbreiten und auch noch andere Nägel in Mitleidenschaft ziehen.

Im Anfangsstadium lässt sich Nagelpilz gut mit einem Spezial-Lack aus der Apotheke behandeln. Dabei muss der infizierte Nagel soweit wie möglich heruntergefeilt und täglich mit dem Lack bestrichen werden, damit er herauswachsen kann. Dennoch: das dauert lange. Die Wachstumsgeschwindigkeit von Fußnägeln liegt nur bei rund 0,5 mm pro Woche. Eine Heilung dauert also im Schnitt 9 bis 12 Monate. "Stark befallene Nägel dagegen lassen sich nur noch systemisch in Form von Tabletten behandeln", weiß Expertin Chonderogianni. Eine langwierige Prozedur, die den Körper unnötig belastet.

Helfen Hausmittel gegen Nagelpilz?


Apfelessig gilt als uraltes Hausmittel und soll gegen bakterielle und Pilzinfektionen etwas ausrichten können. Auch dem ätherischen Öl vom australischen Teebaum wird ein therapeutischer Nutzen gegen Nagelpilz nachgesagt. Allerdings warnen Mediziner davor, Teebaumöl in hoher Konzentration zu verwenden, da es zu ekzematischen Reaktionen führen kann. Stark verdünnt hat es aber wahrscheinlich keine therapeutische Wirkung mehr. Grundsätzlich wird die Behandlung von Nagelpilz mit Hausmitteln eher kritisch gesehen. Denn diese dringen nicht genug in die Tiefe, um dort die Pilzsporen restlos abzutöten.

Auch wenn es banal klingt: Vorbeugen ist der beste Schutz. Und es gibt gute Maßnahmen dagegen. Lesen Sie hier, wie Sie sich schützen können:

Nagelpilz ist abwaschbar


• Wer in öffentlichen Duschbereichen nicht barfuß läuft, sondern Badelatschen trägt, reduziert das Risiko auf eine Pilzinfektion drastisch.
WIE EINFACH!-Tipp: Wenn Sie Ihre Flip Flops zu Hause vergessen haben, duschen Sie lieber in Ihren Socken statt barfuß. So sind die Füße wenigstens etwas besser geschützt.
• Was kaum einer weiß? Nagelpilz ist tatsächlich abwaschbar. Es lohnt sich also, seine Füße unter der Dusche gründlich abzuseifen.
• Immer Füße und Zwischenräume gründlich abtrocknen.
• Handtücher nach Besuch von öffentlichen Duschbereichen immer auf 60° Grad waschen.
• Regelmäßig Schuhe wechseln, Strümpfe aus natürlichen Materialien tragen und ebenfalls täglich wechseln.
• Wer feste gesunde Nägel und Füße haben will, sollte sie regelmäßig pflegen. Dazu gehören Haut- und Nagelpflege, die man auch einer professionellen Pediküre in die Hände legen kann.


Von Franziska Wischmann

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