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Nein-Sagen macht stark

Haben Sie die Kraft, nein zu sagen? Oder gehören Sie zu jener Gruppe von Menschen, die keinen Wunsch abschlagen können? Studien zeigen, dass ab und zu nein zu sagen, auf jeden Fall gesünder ist, als jede Anfrage durch zu winken.

Nein-Sagen macht stark

Nein-Sagen kostet Kraft


Bei der Behandlung von Burnout-Patienten konnten Ärzte und Psychologen beobachten, dass ein bestimmter Typus Mensch zum Ausbrennen neigt. In Firmen ist es der hoch motivierte Mitarbeiter, der jedem gefallen und nicht auffallen möchte. Zu Hause sind es häufig berufstätige Mütter, die keine Kraft haben, sich durchzusetzen. Weil "nein" zu sagen, oft anstrengender ist, als "ja".

Die Unfähigkeit, Grenzen zu setzen, hat oft mit einschlägigen Kindheitserfahrungen zu tun. Dahinter steht das Bedürfnis, angenommen zu werden, es allen recht zu machen und niemanden zu verletzen - also kurz Harmoniesucht und Bestätigung. Ein bisschen davon steckt in jedem von uns. Denn die Erfahrung, dass uns jemand die Zuneigung entzieht, wenn wir nicht seine Erwartungen erfüllen, ist stark verbreitet. Und sie baut mächtig Druck auf.

Grenzen erkennen und nein sagen


Machen Sie die vermeintliche Schwäche zur Stärke. Seien Sie klar in Ihren Vorstellungen, wo Ihre eigenen Grenzen liegen. Denn eigene Grenzen zu erkennen und ernst zu nehmen und einen goldenen Weg zu finden zwischen Kompromiss und Konfrontation, klingt nicht nur selbstbewusst, sondern ist wirklich gesünder: "Solchen Manchen gelingt es, Situationen gelassener einzuschätzen und sie verhindern damit auch noch Stressreaktionen im Gehirn”, bestätigt Tatiana Schilds von der Paar- und Familientherapie in Hamburg. Aber sie räumt ein, dass es uns oft nicht leicht gemacht wird, abzulehnen. Zu den bekannten Strategien, mit denen wir "überzeugt" werden sollen, gehören subtile Mechanismen wie Schuldgefühle auszulösen, Erpressung, Druck, Schmeicheleien oder die Mitleidstour. "Erkennen Sie diese Mechanismen und lernen Sie, darauf angemessen zu reagieren,” empfiehlt die Expertin. Das führt zwangsweise zu mehr Eigenverantwortung, mehr Kreativität und nicht zuletzt zu mehr Lebenskunst.

5 Tipps, wie Sie nein sagen können, ohne andere vor den Kopf zu stossen


1. Bitten Sie um kurze Bedenkzeit!
Sie müssen nicht spontan ja oder nein sagen. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie um einen Moment Bedenkzeit bitten. Analysieren Sie die Situation, indem Sie sich kurz Fragen beantworten. • Wie viel Zeit und Kraft kostet es mich? • Was muss eventuell leiden? • Wer ist die Person, die mich um einen Gefallen bittet? Was bin ich ihr schuldig?

2. Klarheit bringt's
Wenn Sie ablehnen wollen, seien Sie klar, ohne brutal zu werden. Deutliche Worte sind wichtig, damit es keinen Spielraum gibt für Fehlinterpretationen.

3. Das Nein begründen
Das soll nicht nach Rechtfertigung klingen, aber Sie können ehrlich sagen, warum Sie etwas nicht wollen. Gute Gründe machen es für das Gegenüber leichter, ein Nein zu akzeptieren. Wenn sich jemand dazu setzen möchte, geht zum Beispiel: "Oh sonst jederzeit, aber wir sprechen gerade über etwas ganz Persönliches, das passt gerade nicht.”

4. Verständnis zeigen
Wenn Sie für die Bitte, die an Sie herangetragen wird, Verständnis zeigen, lassen Sie damit Ihre Absage in einem deutlich weicheren Licht erscheinen. "Ich verstehe, dass du so unter Zeitdruck stehst, aber ich kann Dir leider auch nicht helfen,” klingt netter als "Geht nicht.”

5. Gegenangebote machen
An einer alternativen Lösung mitzuarbeiten, ist kooperativ und zeigt, dass die Belange des anderen einem nicht egal sind.

Sollte ihr Nein nicht akzeptiert werden, dürfen Sie auch gern deutlicher werden. "Sie möchten mich jetzt offenbar mit allen Mitteln dazu bringen, dass ich meine Meinung ändere. Aber ich kann nur wiederholen: Es geht heute nicht.”

Prosa zum Thema

Der Unentschlossene



Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen,
Obwohl er's weiss, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will!
Nur, dass er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht...
Gemahnt, nach zweifelsbittern Wochen,
Dass er's doch halb und halb versprochen,
Verspricht er's, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapfrer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann
Als hinterlistiger Grobian -
Und ist im Grund doch nur zu weich,
Um nein zu sagen - aber gleich!
Eugen Roth


Von Franziska Wischmann



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