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Öfter mal eine professionelle Zahnreinigung

Es gibt gute Gründe, es mit der Zahnhygiene sehr genau zu nehmen. WIE EINFACH! mit wissenswerten Fakten zum Thema professionelle Zahnreinigung.

Öfter mal eine professionelle Zahnreinigung
Foto: Gallery Stock

Strahlend gesunde Zähne werden immer wichtiger: Studien zufolge achtet die Hälfte der Deutschen beim Gegenüber als Erstes auf gesunde Zähne. Und auf der Attraktivitätsskala rangiert ein strahlendes Lächeln auf den vorderen Plätzen. Aber es gibt auch gute medizinische Gründe, es mit der Zahnhygiene genau zu nehmen und öfter mal eine professionelle Zahnreinigung in Anspruch zu nehmen.

Erst einmal vorweg: Der Wille scheint auf jeden Fall da zu sein. Kaum eine Nation gibt mehr Geld für ihre Zahnpflege aus als die Deutschen: Rund 1,2 Milliarden Euro sind es pro Jahr, die sie in Zahnbürsten, Zahnpasta, medizinische Kaugummis & Co versenken.

Auch wenn sich das Bewusstsein geschärft zu haben scheint: Der Anteil an Karies im Erwachsenenalter liegt immer noch bei fast 100 Prozent. Von Schmerzen und Kosten einmal abgesehen, die teure medizinische Versorgung nach sich zieht: Der Zusammenhang zwischen Bakterienvermehrung im Mund und dem Risiko, irgendwann an Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose zu erkranken, ist nicht genug zu betonen. Dabei ist es so einfach, nicht hemmungslos darauf los zu putzen, sondern lieber mit Köpfchen. Wir haben interessante Zahlen und Fakten dazu.

Wie oft sollte ich eine professionelle Zahnreiniung durchführen lassen?
Profis raten zu mindestens zwei Behandlungen im Jahr, wenn keine Auffälligkeiten vorliegen. "Bei Kindern, die eine feste Zahnspange tragen oder älteren Patienten ist es durchaus sinnvoll, engmaschigere Vorsorgekontrollen durchzuführen und gegebenenfalls die Frequenz zu erhöhen, empfiehlt Dr. Katrin Schwade, Zahnärztin in Hamburg. Auch ein erhöhtes Risiko für Paradontitis oder ähnliche Vorerkrankungen machen es notwendig, sich durchaus öfter in professionelle Hände zu begeben.

Wie lange dauert eine professionelle Zahnreinigung?
Das kann je nach Aufwand sehr variieren. In der Regel dauert die professionelle Zahnreiniung zwischen 30 und 60 Minuten, abhänging davon, wie gut die Zähne gepflegt sind oder wie viel Plaque entfernt werden muss. Wer regelmäßig seine Zähne professionell pflegen lässt und ansonsten akribisch auf eine gute Mundhygiene achtet, kann mit einem geringeren Aufwand rechnen.

Welchen Zweck erfüllt eine professionelle Zahnreiniung?
Mit einer normalen Zahnbürste erreicht man gerade mal 60 Prozent der zu reinigenden Bereiche. Eine deutlich bessere Performance erzielen zwar elektrische Zahnbürsten. Aber es gibt dennoch Ecken und Kanten, die trotz Zahnzwischenraumpflege allein nur sehr schwer zu erreichen sind. Dort bildet sich Zahnstein, der das Zahnfleisch und den Schmelz der Zähne angreift. Zahnfleischentzündungen bis hin zu Karies können die Folge sein.

Was kostet die Behandlung?
Auch das kann sehr unterschiedlich sein und richtet sich nach Dauer und Aufwand der Sitzung. Im Schnitt muss man mit rund 100 Euro rechnen. Einige Krankenkassen haben den Wert einer professionellen Zahnreinigung inzwischen erkannt und übernehmen die Kosten. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich zu erkundigen.

Welche weiteren Vorteile bringt eine professionelle Zahnreinigung?
Der Fachmann kontrolliert nicht nur den Ist-Zustand und behebt Missstände, sondern kann einen bei Bedarf auch mit der richtigen Putz-Technik vertraut machen. Außerdem schön: das perfekte Finish, ein flourhaltiges Polish, das die Zähne länger andauernd versiegelt.

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Mehr Konzentration
An der Häufigkeit liegt es nicht. Laut aktuellen Studien putzen die meisten Deutschen ihre Zähne zwei- bis dreimal am Tag. Allerdings häufig unkonzentriert und offensichtlich in Unkenntnis, wie es richtig geht. Zwei Zahlen machen das deutlich: 31 Prozent der 14- bis 29jährigen wandern während des Zähneputzens durch die Wohnung. Nur 11 Prozent der Deutschen benutzen Zahnseide, weil ihnen das Gefummel zu nervig und mühsam ist. Wer wirklich richtig und gut putzen will, muss aber auch die nicht sichtbaren Stellen im Blick haben.

Gute Zwischenraumpflege
30 Prozent der gesamten Zahnoberfläche liegt in den Zahnzwischenräumen. "Die werden jedoch viel zu häufig vernachlässigt, sagt Zahnärztin Dr. Katrin Schwade. Ihr Tipp: "Neben Zahnseide, stehen heute so genannte Interdentalbürsten zur Verfügung, deren Größe sich nach dem Umfang des Zahnzwischenraumes richtet. Die sind wirklich wirksam." Auch "Hochdruckreiniger" (wie zum Beispiel Sonicare Airfloss Ultra), die mit einem Gemisch aus Wassertöpfchen und Luft Speisereste zwischen den Zähnen wegspritzen können, sind eine gute Alternative. Hauptsache, man tut es.

Bloß nicht zu viel Druck
Zuviel Druck ist ebenso schlecht wie zu harte Bürsten oder eine einseitige Bürsttechnik. "Dabei helfen heute in erheblichem Maße die elektrischen Zahnbürsten, die mit ihren rotierenden und oszillierenden Bewegungen für eine optimale Reinigung sorgen, erklärt Expertin Schwade. Sie steuern neben dem Anpressdruck auch die optimale Bewegung an jeder Oberfläche, sodass man nur noch die "Rot-weiss-Technik" zu beherzigen braucht. Diese besagt, dass immer nur vom Zahnfleisch in Richtung Zahnhals geputzt werden sollte. Wichtig ist, dass man alle Beläge erwischt und die Oberflächen perfekt von Essenresten befreit sind, ohne dass dabei die Strukturen geschädigt werden.

Nach Obst lieber warten
Nicht gut für den Zahnschmelz: sich nach dem Genuss säurehaltigen Obstes direkt mit flourhaltigen Zahnpasten die Zähne zu putzen. Dabei entstehen chemische Reaktionen, die den Zahnschmelz angreifen. Besser ist es, ein bis zwei Stunden zu warten, bis der Speichel den Zahnschmelz wieder mineralisiert hat. Und noch etwas: Es gibt gesundes Essen für die Zähne. Lieber hart als weich, lautet die Devise. Also lieber eine Möhre essen, als zu viel Weißbrot. Alles, was man lange kauen muss, ist gut. Das fördert die Selbstreinigungsmechanismen von Zunge und Speichel.

Nicht zu viel Mundwasser
Mundspüllösungen sollten sparsam eingesetzt werden. "Sie stören die natürliche Bakterienregulation und sind bei perfekter Reinigung nicht wirklich notwendig, erklärt Dr. Katrin Schwade. Und noch etwas: Chlorhexidinlösungen reduzieren zwar die Keime - etwa nach einer Operation, haben aber den großen Nachteil, dass sie die Zähne braun verfärben.


Von Franziska Wischmann



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