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Phubbing: Wenn das Smartphone die Beziehung belastet

Wer sich lieber mit dem Smartphone als mit seinem Partner beschäftigt, setzt seine Beziehung auf's Spiel. Das belegt nun auch eine aktuelle Studie über Phubbing.

Phubbing: Wenn das Smartphone die Beziehung belastet
Foto: P. Bagi/Gallery Stock

Samstagabend im Restaurant: Ein Pärchen sitzt am Tisch, er ist mit seinem Smartphone beschäftigt, sie schaut genervt. Eine Szene, die man so oder so ähnlich wahrscheinlich schon häufiger beobachten konnte. Leider! Denn mittlerweile ist das Smartphone so sehr in unser Leben integriert, dass es selbst bei einem gemeinsamen Abend zu zweit nicht in der Tasche bleibt.

Was ist Phubbing?
Phubbing nennt man diese Art der digitalen Unachtsamkeit. Der Begriff setzt sich aus dem englischen phone (Telefon) und snubbing (jemanden vor den Kopf stoßen) zusammen. Er wird nicht nur für Pärchen verwendet - Phubbing bezeichnet allgemein die Angewohnheit, sich mit dem Handy zu beschäftigen und sich dadurch abzuschotten, obwohl man sich in Gesellschaft befindet.

Das Smartphone kann der Beziehung schaden
Neu ist dieses Phänomen nicht. Allerdings haben Forscher der Baylor Universität in Texas nun erstmalig belegt, dass der übermäßige Gebrauch des Handys sich negativ auf die Partnerschaft auswirken kann. Von den 453 Befragten gaben 46,3 Prozent an, dass sie sich von ihrem Partner schon einmal wegen des Handys vernachlässigt gefühlt haben. Bei 22,6 Prozent löste diese emotionale Distanz sogar Konflikte aus.

"Wir haben herausgefunden, dass Phubbing des Partners zu Streit und somit langfristig zu weniger Zufriedenheit in der Beziehung führt", so der Leiter der Studie, James A. Roberts. In Partnerschaften sorge der Vorzug des Handys nicht nur dafür, dass man sich zurückgestoßen fühlt. Auch Eifersucht und Misstrauen bekämen dann schnell eine übergeordnete Rolle.

Handy-Entwöhnung kann helfen
Wenn das Smartphone zum Streitpunkt wird, ist es an der Zeit zu handeln. Man sollte sich zusammensetzen und konkret ansprechen, was einen genau stört. Ist es nur die Tatsache, dass das Telefon immer dabei ist? Oder, dass man nicht weiß, mit wem der Partner da eigentlich die ganze Zeit kommuniziert? Wenn diese Fragen geklärt sind, schafft man am besten handyfreie Zonen. Sprich, beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant bleibt das Smartphone in der Tasche - und zwar auf lautlos. Kein Darauf-Schielen während der Unterhaltung, kein kurzes Checken, wer da gerade geschrieben hat. Zuhause kann man beispielsweise vereinbaren, dass das Handy einen festen Platz im Flur oder Arbeitszimmer bekommt. So umgeht man das Dauer-Surfen auf der Couch. Wichtig ist, dass offen kommuniziert wird: Falls der Partner am Abend einen wichtigen Anruf erwartet, ist es natürlich legitim, wenn das Handy in Reichweite ist. Das sollte aber die Ausnahme bleiben.

Eine andere Möglichkeit sind Apps, die helfen, die Balance zwischen realem und digitalem Leben zu halten. Mit "Moment" kann man sich beispielsweise ein tägliches Maximum setzen - das Smartphone warnt dann automatisch, sollte man zu exzessiv am Handy hängen. Das das durchaus notwendig sein kann, zeigt eine Studie der Universität Bonn: Forscher untersuchten das Nutzungsverhalten von 60.000 Probanden und fanden heraus, dass sie sich rund 2,5 Stunden mit dem Smartphone beschäftigten. Im Schnitt schauten sie 88 Mal am Tag auf das Display. Zahlen, die alarmieren und einen animieren sollten, das Handy öfter mal wegzulegen.


Von Jana Gloistein



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