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Recycling und Upcycling: Müll sparen

Jährlich verursacht jeder Bundesbürger über 454 Kilogramm Abfall. Dabei kann Recycling und Upcycling viel Müll sparen. WIE EINFACH! sagt, wie es geht.

Recycling und Upcycling: Müll sparen
Foto: Gallery Stock/A. Voorhes

Ab jetzt reduzieren Sie den Müllberg!


Müllvermeidung fängt beim Einkauf an, denn je mehr verpackte Produkte ich kaufe, desto höher wird der Plastikberg. Mit diesen sechs Tricks schonen Sie schon beim Shoppen Ressourcen:

Geben Sie Kunststofftüten einen Korb
Nehmen Sie zum Einkauf auf dem Obst- und Gemüsemarkt, in der Drogerie, im Supermarkt oder auch im Jeans-Store eine Transporttasche, einen Rucksack oder einen Korb mit. Verzichten Sie auf eine Plastiktüte, denn deren Ökobilanz ist extrem schlecht. Übrigens: Auch Papiertragetaschen sind deutlich weniger nachhaltig, als man denkt.

Coffee-to-go Becher aus Keramik
Das Gleiche gilt für unnötige Verpackungen von Getränken oder Take-Away-Food. Warum nicht einen Coffee-to-go Becher aus Keramik (oder kompostierbaren Materialien) mit zu seinem Lieblingscafé nehmen, statt täglich aus einem neuen Pappbecher zu trinken. Auch für den Transport von Salaten aus dem Supermarkt gibt es mittlerweile Mehrwegbehältnisse zum Mitnehmen.

Mehrweg statt Einweg
Mehrwegflaschen aus Glas (und selbst aus PET) sind laut Umweltbundesamt ökologisch wesentlich sinnvoller als Einwegverpackungen wie Tetrapacks. Apropos: Statt Wasser aus Flaschen zu trinken, kann man in Deutschland auch wunderbar Leitungswasser trinken. Wer auf Nummer Sicher gehen und den Geschmack verbessern möchte, kann dieses vorher filtern. WIE EINFACH-Tipp: Geben Sie dem kühlen Nass aus dem Wasserhahn Geschmack. Wir haben diverse Ideen zum Trend Infused Water.

Achten Sie auf das Verpackungsmaterial
Bei manchen Produkten im Supermarkt nimmt die Verpackung mehr Volumen ein als die Ware selbst. Lassen Sie von mehrfach eingepackten Süßigkeiten, Snacks und Co die Finger. Viele Produkte gibt es inzwischen in Nachfüllpacks, die deutlich weniger Müll verursachen.

Selbstgemachtes statt Fast Food
Ein Brötchen vom Bäcker, der Schokoriegel und die Limo vom Kiosk, Burger und Pommes Frites von der Fast Food-Finale - wer hier täglich zugreift, schadet der Umwelt mehr, als alle, die schon Zuhause für die Pausen vorsorgen. Selbst geschmierte Stullen, Gemüse, Obst und Snacks aus der Bentobox oder eine heiße Suppe aus dem Thermobehälter sind oft nicht nur leckerer und gesünder, sondern auch günstiger als gekaufte Take-Aways.

Die Obst- und Gemüsekisten statt Extratouren
Online Lieferservice-Anbieter wie "Die Grüne Kiste" oder aber auch gemeinschaftliche Bestellungen bei Genossenschaften und Dorfläden schonen die Umwelt. Die Produkte werden häufig kaum oder in Mehrwegbehältern verpackt bis an die Haustür geliefert.

Wiederverwerten: Recycling und Upcycling


- Brötchen- oder Brottüten vom Bäcker kann man problemlos mehrmals verwenden - zum Beispiel für das selbstgemachte Sandwich für unterwegs.

- Zeitungspapier lässt sich ideal als Geschenkpapier zweitverwerten.

- Alte, unbrauchbare Unterlagen, sowie Werbepost kann man prima rückseitig als Notizpapier verwenden.

- Strumpfhosen mit Laufmaschen eignen sich hervorragend zum Putzen von Fensterscheiben - das feine Gewebe nimmt selbst kleinste Schmutzpartikel auf.

- Leere Cremedosen, Glastiegel oder auch Kontaktlinsen-Behälter kann man wunderbar mit Cremes und Co befüllen und als Verpackungen für Reisekosmetik verwenden. WIE EINFACH-Tipp: Denken Sie um: Wir zeigen Ihnen wie Sie Kosmetik ganz leicht selber machen können.

- Kaufen Sie bevorzugt Produkte, die aus recycelten Materialien hergestellt wurde. Viele Sport- und Modeunternehmen arbeiten mit recycelten Stoffen.

Reparieren


Ob kaputter Toaster, zerrissene Jeans oder defekte Plattenspieler - aus Bequemlichkeit tendieren wir dazu, nicht funktionierende Konsumgüter zu entsorgen, anstatt der Ursache des Defekts auf den Grund zu gehen und uns mit den Objekten auseinander zu setzen. Dabei kann genau diese Beschäftigung sehr viel erfüllender sein als der sofortige Ersatzkauf. Vieles davon kann man mit weniger Griffen reparieren oder sogar upcyceln. Tipps und Ideen für jede Menge tolle und einfach umzusetzende DIY-Ideen für Möbel und Wohnaccessoires finden Sie auf dieser Homepage. Wer zufällig nicht zu den begnadeten Bastlern gehört, kennt vielleicht jemanden, der für sein Leben gerne an technischen Geräten oder Fahrrädern rumfrickelt. Alternativ kann man eines der vielen Rebair-Cafés für das Recycling und Upcycling aufsuchen. Es gibt diese inzwischen deutschlandweit (und auch weltweit). Repaircafe.

Kompostieren


Wer keinen Komposthaufen hat, kann organische Abfälle auch einfach in seiner Wohnung zu hervorragendem Dünger verarbeiten: Der Bokashi-Eimer, eine clevere Erfindung aus Japan, ist ein praktischer Küchen-Komposter. Speisereste (auch Fleisch und Fisch) können in ihm verarbeitet werden. Über die Abfälle werden einfach spezielle Mikroben in Pulverform gestreut, die den Fermentierungsprozess beschleunigen und gleichzeitig unangenehme Gerüche vermeiden. Das Ergebnis nennt sich Bokashi, ein mineralstoffhaltiges Substrat, das sich in Verbindung mit gewöhnlicher Gartenerde innerhalb von 4 bis 6 Wochen in hochwertige Komposterde verwandelt.


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Zahlen rund um Plastik und Co



454 Kilogramm
Abfall produziert jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr.

1 Billionen
Der jährliche globale Verbrauch an Plastiktüten wird auf 1 Billionen Stück geschätzt. Das Fatale: Nur ein Bruchteil der weltweit verbrauchten Plastiktüten wird weiterverarbeitet oder recycelt. Auf Mülldeponien landen circa 90 Prozent der weltweit gebrauchten Plastiktüten, ein anderer Teil landet in unseren Gewässern. Mindestens 270.000 Tonnen Plastik schwimmen in den Ozeanen, vermutlich Millionen Tonnen lagern in der Tiefsee. Es dauert zwischen 100 bis 500 Jahre bis zum vollständigen Zerfall des Kunststoffes.

Mode aus Meeresmüll
US-Musikstar Pharrell Williams und die Modemarke G-Star entwarfen die Kollektion Raw for the Ocean. Die Jacken, Jeans und T-Shirts bestehen aus einem Garn, welches aus eingeschmolzenem Meeresplastik gewonnen wird. Adidas brachte ebenfalls Produkte auf den Markt, die aus Mikroplastik aus den Ozeanen hergestellt wurden.

5 Mal
lässt sich Altpapier wiederverwerten. Glas wiederum kann man problemlos so oft einschmelzen, wie man möchte.

60 Prozent
einer Glasflasche bestehen im Schnitt aus Recycling-Glasscherben, bei grünen Flaschen sind es sogar bis zu 90 Prozent.


Von Lesley Sevriens

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