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Talent ist nicht alles: Durchsetzungsvermögen trainieren

Aktuelle Studien belegen: Talent ist nicht alles. Genauso wichtig ist Durchsetzungsvermögen. Wir verraten, wie man es ganz einfach trainieren kann.

Talent ist nicht alles: Durchsetzungsvermögen trainieren
Foto: plainpicture/M. Govel

Durchsetzungsstarken Menschen haftet kein sympathisches Image an, denn häufig verbinden wir damit einen Touch von Gnadenlosigkeit. Dabei ist Durchsetzungsvermögen eine Fähigkeit, die offensichtlich wichtig ist, wenn man am Ball bleiben und Ziele erreichen will. »Grit«, nennt der anglo-amerikanische Sprachraum diese Eigenschaft, zu deutsch »Hartnäckigkeit«. Wir verraten, wie Sie diese Eigenschaft ganz einfach trainieren und aus Talent eine echte Fähigkeit machen.

Prokrastination: Aufschieben führt zu schlechtem Gewissen


In Zeiten von Youtube, Snapchat, Facebook und Co ist Prokrastination, also das Aufschieben von wichtigen Tätigkeiten, längt gesellschaftsfähig geworden. Das Problem: Auch wenn es sich zunächst ganz gut anfühlt - so richtig vergessen kann man die zu erledigende Aufgabe nicht. Das heißt, dass wir die Zeit, in der wir gemütlich ein Filmchen gucken oder schön essen gehen, eigentlich nicht so richtig genießen können. Stattdessen begleitet uns ein ungutes, nervöses Grundgefühl. Für dieses Gefühl gibt es sogar eine Erklärung und einen Namen: Es handelt sich dabei um den Zeigarnik-Effekt, benannt nach der Gestaltpsychologin Bljuma Wulfowna Zeigarnik. Diese stellte in ihren Forschungen fest, dass wir dazu tendieren, uns an unerledigte Aufgaben besser zu erinnern, als an erledigte. Unser Unbewusstsein fungiert quasi wie eine Art Lehrer, der uns permanent an die noch zu erledigende Aufgabe erinnert. Und zwar so lange, bis wir sie endlich bewältigt haben.

Durchsetzungsvermögen ist erlernbar


Die gute Botschaft zuerst: Durchsetzungsvermögen ist erlernbar. Ähnlich wie ein Muskel lässt es sich trainieren. Das allerdings erfordert Selbstdisziplin und Übung. Durchsetzungsvermögen geht einher mit Selbstdisziplin und einer gewissen Hartnäckigkeit, was bedeutet, dass man mit Beharrlichkeit an einer Sachen dran bleibt und ein festes Ziel verfolgt. Je identitätsstiftender das Ziel, desto besser. Wer das Ziel vor Augen hat, den Klimawandel zu stoppen, wird mit Leidenschaft nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen suchen, auch wenn der Weg langwierig und mühsam erscheint. Von daher ist es extrem hilfreich, zunächst einmal ein klares (Lebens-)Ziel zu definieren. Etwa das Erlernen einer neuen Sprache, das Verfassen eines Kinderbuches oder das Perfektionieren eines bereits vorhandenen Talents.

Ohne Fleiß kein Preis: Der Unterschied zwischen Talent und Können


Von nichts kommt nichts. Solche Redewendungen kommen nicht von ungefähr, denn den meisten Menschen fällt der Erfolg nicht in den Schoß, sondern ihr Erfolg ist das Resultat harter Arbeit (die nach außen hin gerne verschwiegen wird). Nur mit Selbstdisziplin, Gewissenhaftigkeit, Pflichtbewusstsein und Arbeit erzielt man auch überdurchschnittliche Ergebnisse.
Fälschlicherweise setzen viele Menschen Talent und Können gleich. Doch während Talent einem in die Wiege gelegt wird, muss man sich Können erarbeiten und verdienen: Indem man Zeit und Energie investiert, seine Fähigkeiten zu verbessern und zu vertiefen. Wer sich bloß auf seinem Talent ausruht, läuft Gefahr, mittelmäßig zu bleiben oder eine Fertigkeit abzubrechen, weil andere besser oder erfolgreicher zu sein scheinen und man eh "nicht mithalten kann".
Je öfter wir eine Sache ausüben, beispielsweise Schreiben oder Musizieren, desto mehr verwandelt sich Talent in Können und Können in Leistungen (in Texte und Songs). Diese spornen wiederum zu mehr Leistungen an. Ein positiver Kreislauf. Fazit: Übung macht den Meister. Je mehr Mühe ich aufbringe, desto besser werden meine Fähigkeiten.


Niederlagen gehören zum Erfolg dazu


Was viele nicht sehen: Großen Leistungen gehen oftmals Umwege, Enttäuschungen und Niederlagen voraus. Berühmtheiten wie Walt Disney, Steph Jobs, Joanne K. Rowling oder Stephen King können allesamt ein Lied von Niederlagen und Abweisungen singen. Warum sie trotzdem erfolgreich und weltberühmt wurden? Weil sie sich nicht einschüchtern und entmutigen ließen. Merke: Der Weg zum Erfolg ist durchaus anstrengend und frustrierend. Deshalb sollte man sich bewusst machen, dass Siege und Niederlagen zwei Seiten derselben Medaille sind.
Aus diesem Grund ist ein klar definiertes, langfristiges Ziel unerlässlich. Denn es hilft einem, Rückschläge und Misserfolge in Kauf zu nehmen und am Ball zu bleiben.

Resilienz und Optimismus


Womit wir auch schon beim letzten Punkt wären: Wenn sich zum Durchsetzungsvermögen auch noch Selbstreflexion (aus Fehlern lernen), Resilienz - also eine Widerstandsfähigkeit und Stehaufmännchen-Mentalität à la Steve Jobs - sowie eine Spur Optimismus gesellen, dürfte der Talententfaltung eigentlich nichts mehr im Weg stehen.

WIE EINFACH-TIPP
Wer an seinem Selbstbild arbeiten und sich selbst motivieren möchte, kann sich einen positiven Leitspruch ausdenken und diesen mehrmals täglich wie ein Mantra gedanklich aufsagen. Zum Beispiel: Ich bin auf dem richtigen Weg. Oder: Ich bleibe mir treu. Dieser Leitspruch wirkt nicht auf der rationalen Ebene, sondern entfaltet seine positive Wirkkraft auf der Ebene des Unterbewusstseins.


Von Lesley Sevriens

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