Tipps gegen kalte Hände und Füße

Kalte Hände und Füße machen uns häufig während der kalten Jahreszeit zu schaffen. Wir verraten wirksame Tipps und vorbeugende Maßnahmen.
Tipps gegen kalte Hände und Füße Tipps gegen kalte Hände und Füße Tipps gegen kalte Hände und Füße
Foto: Alisa Anton/Unsplash

Ursachen für kalte Hände und kalte Füße


Unser Organismus ist in der Lage, den Wärmehaushalt selbstständig regulieren. Er bewirkt, dass sich die Gefäße in unseren Extremitäten bei Kälte zusammenziehen. Damit es unsere zentralen Organe wie Herz und Nieren schön warm haben, wird der Transport von warmem Blut in Richtung der Hände und Füße gedrosselt. In der Folge werden die verengten Gefäße schlechter mit Blut versorgt und die Finger und Zehen kühlen aus. Zudem ist die Haut an unseren Händen und Füßen besonders dünn und besitzt so gut wie kein schützendes Fett. Die relativ großen Oberflächen sorgen zusätzlich dafür, dass viel Wärme verloren geht und die Gliedmaßen schnell auskühlen.

Warum haben vor allem Frauen häufig kalte Hände und kalte Füße?


Vor allem Frauen sind von Eisfüßen und kalten Händen betroffen, während Männer in der Regel wesentlich seltener darunter leiden. Das liegt vor allem daran, dass Frauen im Vergleich zu Männern einen geringeren Muskelanteil haben. Muskeln haben den positiven Nebeneffekt, dass sie Körperwärme erzeugen und wie ein innerer Heizofen wirken. Zudem weisen Frauen im Vergleich ein schlechteres Verhältnis von Körpermasse zu Oberfläche auf und haben einen niedrigeren Blutdruck als Männer. Doch zum Glück gibt es ein paar hilfreiche Tipps und vorbeugende Maßnahmen, die gegen kalte Hände und Füße helfen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen kalte Hände und Füße


Zigaretten, Koffein und Alkohol vermeiden
Zigaretten sind einer der größten Gefäßschädiger überhaupt. Und auch Alkohol und koffeinhaltige Getränke wirken sich negativ auf unser vegetatives Nervensystem aus und verengen unsere Gefäße. Also (möglichst) Finger weg von diesen Giften!
Regelmäßige Bewegung
Regelmäßiger Sport und körperliche Aktivitäten stärken Herz und Kreislauf und unser Immunsystem. Tipp: Regelmäßiges Faszientraining stimuliert unser Bindegewebe und wirkt ebenfalls durchblutungsfördernd.
Ausgewogene Ernährung
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, bestehend aus täglich (frischem) Gemüse und Obst sowie Vollwertprodukten versorgen unseren Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralien wie Kalzium, Kalium, Magnesium und B-Vitaminen. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann ein Grund für blutarme, kalte Hände und Füße sein.
Ausreichend Schlaf
Wer müde ist, friert bekanntlich leichter. Unregelmäßiger Schlaf und Schlafmangel bringen Herzschlag, Blutdruck, Hormonhaushalt und die Körpertemperatur durcheinander, was unter anderem auch zu kalten Gliedmaßen führen kann. Deshalb ist ein gesunder, tiefer Schlaf ebenfalls förderlich für eine gleichmäßig verteilte Körperwärme.
Ausreichend Flüssigkeit
Auch der ausreichende Verzehr von Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees wirkt sich positiv auf unsere Blutzirkulation aus.
Stress vermeiden
Die Muskeln in unseren Handgefäßen können sich auch bei Stress verengen. Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen wie Yoga und Meditation wirken Stress entgegen.

Wirksame Tipps gegen kalte Hände und Füße


Fuß- und Handgymnastik
Greifbewegungen und das Kneten von Schaumstoffbällen wirken durchblutungsfördernd. Und auch das Wackeln mit den Zehen, das Kreisen der Fußgelenke sowie das Aufheben von Gegenständen mit den Zehen (beispielsweise ein Bleistift) sind effektive Übungen. Je regelmäßiger diese ausgeführt werden, desto besser!
Fußmassagen
Auch Massagen sind ideal, um die Durchblutung zu fördern. Dazu eignen sich beispielsweise Fußreflexzonen-Matten.
Fußbäder und Wechselduschen
Regelmäßige Fußbäder, Wechselduschen und -bäder und Saunabesuche haben ebenfalls einen vorbeugenden Effekt: Sie regen die Durchblutung an und weiten verengte Gefäße.
Hand- und Fußcreme
Auch Cremes mit durchblutungsfördernden Wirkstoffen können helfen, Hände und Füße aufzuwärmen.
Warme Socken
Warme Socken sind immer noch die beste Waffe gegen kalte Füße. Die Socken sollten flauschig sein und nicht zu fest sitzen, da zu enge Bünde die Blutgefäße verengen und das Problem nur noch verschlimmern. Tipp: Ideal sind Socken aus Schurwolle (am besten aus Merinowolle), da diese den Fuß anhaltend wärmt, auch bei niedrigen Temperaturen, und die Feuchtigkeit der Haut nach außen an den Schuh abführt. Apropos Schuhe: Auch unser Schuhwerk spielt - im wahrsten Sinne des Wortes - eine tragende Rolle. Ebenso wie die Socken sollten die Schuhe nicht zu eng sitzen, da sie sonst zusätzlich auf die Gefäße drücken.
Pulswärmer und Handschuhwärmer
Pulswärmer sind ideal, um kalten Händen vorzubeugen und können (im Gegensatz zu Handschuhen) auch prima drinnen getragen werden. Tipp: Wem das nicht genug ist, sollte es mit speziellen Taschen- beziehungsweise Handschuhwärmern probieren.
Wärmflaschen
Auch Wärmflaschen und Kirschkernkissen helfen, ausgekühlte Gliedmaßen schnell aufzuwärmen und Eisfüßen im Bett vorzubeugen.