Spenden zur Adventszeit: 5 hilfreiche Tipps

Spenden zur Adventszeit: Am Jahresende denken wir nicht nur an unsere Nächsten, sondern auch an diejenigen, denen es weniger gut geht. 5 Spenden-Tipps.
Spenden zur Adventszeit: 5 hilfreiche Tipps Spenden zur Adventszeit: 5 hilfreiche Tipps Spenden zur Adventszeit: 5 hilfreiche Tipps
Foto: plainpicture/Lubitz+Dorner
Weil zahlreiche Organisationen um Geld für einen guten Zweck bitten, haben Spendengeber die Qual der Wahl. Ob Engagement für Menschenrechte, Tierschutz oder Umweltschutz, für Geflüchtete, für Betroffene aktueller Krisen- und Kriegsregionen - Möglichkeiten, Themenschwerpunkte und vor allem Initiativen, die dringend finanzielle Unterstützung benötigen, gibt es en masse. Sie reichen von großen, etablierten und internationalen Organisationen wie Greenpeace, die Welthungerhilfe, Ärzte ohne Grenzen, Peta, Pro Asyl und WWF bis zu lokalen oder noch recht unbekannte NGO's. Das steht für »Non-Governmental Organisation«, also private Initiativen, die sich vor allem für gesellschaftliche und politische Dinge stark machen.

Zum Glück gibt es sehr viele unterstützenswerte seriöse Organisationen, jedoch finden sich auch immer wieder schwarze Schafe unter den vermeintlichen Gutmensch-Vereinen. Doch wenn Sie die folgenden Tipps zum Thema Spenden zur Adventszeit beachten, dürften Sie die für Sie passende Initiative finden. Faustregel: Je transparenter eine Organisation über ihre Ziele und konkreten Aktivitäten informiert, desto seriöser. Denn je mehr wir über den Impact und den "guten Zweck" erfahren, den wir mit unserer Spende konkret erzielen, desto leichter fällt es uns, Geld zu spenden.

Spenden zur Adventszeit: 5 Tipps plus Checkliste



1. Herzensprojekte unterstützen


Gehören Sie zu den Unentschlossenen, sollten Sie zunächst in sich hineinhorchen und überlegen, welche Themen und Anliegen Ihnen an meisten am Herzen liegen. Auf die Weise dürften Sie am ehesten auf die für Sie passende Organisation stoßen oder zumindest schon mal auf das passende Themengebiet wie beispielsweise Tierschutz oder Flüchtlingshilfe. Weniger ist mehr: Je gezielter Sie spenden, desto besser, denn das erleichtert Ihnen selbst den Seriösitäts-Check und mindert auf der anderen Seite den Werbe- und Verwaltungsaufwand der Organisationen. Denn diese registrieren Neuzugänge automatisch als "aktiven Spender" und verschicken dementsprechend Werbung.

2. Transparenz


Wie bereits erwähnt: Je transparenter eine Organisation ihre Ziele und ihre konkreten Aktivitäten offenlegt, desto besser. Am besten ist ihr Geld bei Organisationen aufgehoben, denen Sie voll und ganz vertrauen können. Zu dem Thema hat Spiegel Online übrigens bereits ganze Arbeit geleistet und eine Rangliste der 50 Top-Spendenorganisationen erstellt. Eine weitere Hilfe kann sein, bei Hilfswerken, die Sie nicht beurteilen können, auf das DZI Spenden-Siegel als Zeichen des Vertrauens zu achten.

3. Vorsicht bei allzu offensiven Spendenaufrufen


Bei allzu emotionalen Spendenbriefen und Aufrufen ist größte Vorsicht geboten. Denn eines sollte niemals vergessen werden: Spenden und Fördermitgliedschaften beruhen immer auf Freiwilligkeit. Lassen Sie sich also bloß nicht emotional erpressen und zu Mitgliedschaften oder Spenden überreden. Indiz für unseriöse Organisationen sind in der Regel stark Mitleid erweckende und gefühlsbetonte Aufrufe.

4. Vertrauen ist gut, Informationen sind besser


Je informierter Sie sind, desto besser wissen Sie ihr Geld aufgehoben. Hilfreich sind Jahres- und Finanzberichte sowie ausführliche Projektbeschreibungen, die auf den Webseiten der Organisationen zu finden sind und die Sie sich im Zweifel vorher in Ruhe durchlesen sollten.

5. Geldspenden statt Sach- und zweckgebundene Spenden


Gegen Sachspenden ist natürlich nichts einzuwenden, vor allem wenn diese an wenn seriöse Organisationen wie beispielsweise Oxfam gehen. Generell können Geldspenden jedoch wesentlich flexibler und effizienter eingesetzt werden als Sachspenden. Zudem entfallen unter Umständen teure und lange Transportwege. Auch mit zweckgebundenen Spenden sollte eher sparsam umgegangen werden. Sie sollten eher die Ausnahme bleiben, da sie für die Hilfswerke oft zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedeuten. Freie Spenden sind deshalb am wirkungsvollsten.

Checkliste für sicheres Spenden


- Ist die für eine Spende in Frage kommende Organisation als steuerlich begünstigt ("gemeinnützig") anerkannt?
- Sind die Angaben der Organisation selbst aktuell und umfassend?
- Gehört die Organisation einem renommierten Dachverband an und demonstriert damit ihre Offenheit und Bereitschaft zur fachlichen Vernetzung?

Solche und weitere Fragen finden sich in der hilfreichen Checkliste für sicheres Spenden auf der Seite des DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen).

Spenden von der Steuer absetzen


Geldspenden oder Sachspenden an gemeinnützige Organisationen können in der Steuererklärung geltend gemacht machen. Wer Spenden von der Steuer absetzen möchte, findet hier hilfreiche Tipps und Informationen.

ZEIT SCHENKEN: Abgesehen von Geld kann man noch etwas mindestens genauso wertvolles verschenken - nämlich seine Zeit und diese in ehrenamtliche Projekte investieren. Auf der Spendenplattform betterplace.org findet sich eine lange Liste unterstützenswerter Projekte.

WIE EINFACH Tipp
Und wer anderen eine Freude bereiten will - entweder einfach so oder zur Weihnachtszeit - findet hier tolle Geschenk-Ideen. Beispielsweise kleine Weihnachtsgeschenke unter 20 Euro oder originelle und völlig unerwartete Geschenke in Gestalt einer Überraschung.