DIY-Möbel aus Holz

Wenn es draussen grau und stürmisch wird, machen wir es uns drinnen schön gemütlich. Das geht besonders gut mit Wohnaccessoires aus Holz, denn die strahlen eine natürliche Wärme aus. 4 Vorschläge für einfach umzusetzende DIY-Möbel.
DIY-Möbel aus Holz DIY-Möbel aus Holz DIY-Möbel aus Holz
Foto: plainpicture
1. DIY-Möbel aus Holz: Garderobe & Regal aus Treibhölzern

Treibhölzer werden auf natürliche Weise - durch Sonne, Wind, Wasser, Wellen, Steine und Bewegung - geschliffen und poliert. Dadurch bekommen sie ihre unverwechselbare Patina und ihre weichen, organischen Formen. Luftig leicht wie sie sind, geben sie den idealen Rohstoff für Garderoben und Regale ab.

Und so geht's: Das Treibholz nach Wunsch mit Aufhängungen wie Haken und Knäufen versehen oder einfach ganz pur mit Winkelhalterungen, passenden Schrauben & Dübeln an der Wand anbringen. Beziehen kann man die maritimen Hölzer inzwischen über diverse Web-Shops oder private Online-Händler.

Tipp: Alternativ kann man auch schön geformte Äste oder schlichte, (farbig) lackierte Holzplanken verwenden. Wer zu faul zum Selberbasteln ist, kann bereits fertige Treibholz-Regale- oder Garderobensets auch im Internet finden.

2. DIY-Möbel aus Holz: Regal aus Obst- oder Weinkisten

Zugegeben, keine ganz neue Idee, aber nach wie vor überzeugend gut: aus alten Holzkisten ein Regal zaubern.

Und so geht's: Möglichkeiten gibt es viele - die einfachste besteht darin, (lackierte) Kisten nach Lust und Laune zu stapeln und mit Büchern und Krimskrams zu befüllen. Wer es ein wenig stabiler mag, bohrt die Kisten entweder im Abstand von jeweils einigen Zenitmetern oder direkt nebeneinander an die Wand. Tipp: Je eklektischer, desto schöner - also die Kisten ruhig im Wechsel quer und hochkant und in unterschiedlichen Abständen anbringen. Tipp: Schöne und stabile alte Holzkisten finden sich oft auf Trödelmärkten, auf Bauernhöfen oder sind inzwischen auch bei diversen Online-Anbietern erhältlich.

3. DIY-Möbel aus Holz: Sitzgelegenheiten aus Europaletten

Europaletten sind extrem robust und deshalb verdammt vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich beispielsweise als perfekte Unterlage für gemütliche Futons und Sitzkissen.

Und so geht's: Selbst wer handwerklich eine totale Niete und nicht in der Lage ist, zwei Löcher zu bohren, kann sich in Sachen Palette mühelos als Möbelbauer betätigen: Einfach mehrere (lackierte) Paletten übereinander stapeln und mit Futons und einer Vielzahl von Kissen bestücken - fertig ist die DIY-Sitzgelegenheit. Zwei oder mehrere nebeneinander platzierte, auf Wunsch lackierte Paletten geben übrigens auch ein prima Bettgestell ab. Tipp: Mit Möbelrollen (aus dem Baumarkt) und einer Glasplatte, wird im Handumdrehen ein Couchtisch draus.

Alles Paletti? Ein paar Fakten
Europaletten kann man über zahlreiche Online-Anbieter oder auch Ebay beziehen (meist jedoch nur in grösserer Stückzahl). Der Preis liegt bei etwa 15 Euro pro Palette. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, durch das nächstgelegene Industriegebiet zu fahren oder bei Baumärkten nach Palettenstapeln zu gucken und zu fragen, ob man eine (oder mehrere Exemplare) abkaufen kann - oftmals sind die Leute froh, wenn ihnen die Entsorgung abgenommen wird. Tipp: Eine günstigere Alternative zur genormten Europalette sind Einwegpaletten, allerdings sind die weniger robust. Zur Info: Eine genormte Europalette misst 1200 800 144 mm (Länge Breite Höhe) und wiegt bis zu 24 kg.

4. DIY-Möbel aus Holz: Couchtisch aus Holzscheiten

Für den Kamin viel zu schade: Aus Kaminholz läst sich schnell und einfach ein Beistelltisch basteln. Besonders stylish und schön skandinavisch sieht's aus, wenn man dafür Birkenstämmchen auftreibt und auf gleiche Länge sägt.

Und so geht's: Am besten erst einmal alle Utensilien zusammensuchen: einen Sack Kaminholz (am besten Birken-Scheite mit Rinde), Gummihammer, drei nicht zu kleine, stabile Möbelrollen, die Gewicht aushalten. Ein breiter Spanngurt mit Automatikspanner, Akkuschrauber und 12 Holzschrauben (8 cm).

Dann geht's los: Sie sortieren die senkrecht stehenden, möglichst gleich langen Birkenscheite zu einem dicht gepackten Kreis mit ca. 40 bis 50 cm Durchmesser. Die schönsten Rindenseiten zeigen nach aussen. Die Seite des Stapels, die jetzt auf dem Tisch aufliegt, ist später die Abstellfläche - die ungleichmässige Seite also jene, auf die Sie die Rollen montieren. Dafür drei gleich lange Scheite im Dreieck positionieren, darauf die Möbelrollen festschrauben. Dann legen Sie den Spanngurt in der Mitte um den Stapel und ziehen ihn fest. Sehr fest. Wenn das Ganze gut sitzt (Nachklopfen mit dem Gummihammer hilft enorm), schneiden Sie das Ende des Spanngurtes ab und versiegeln es, indem Sie es kurz mit dem Feuerzeug anschmelzen.