Jetzt ein Wellnessbad!

Gibt es etwas Schöneres, als nach einem anstrengenden Tag in der Wanne zu entspannen? Wir verraten, wie ein Wellnessbad zuhause am besten gelingt.
Jetzt ein Wellnessbad! Jetzt ein Wellnessbad! Jetzt ein Wellnessbad!
Foto: Gallery Stock
Meist ist es der große Zeh, den man ganz vorsichtig in das Badewasser taucht. Noch zu heiß? Nein, genau richtig! Und schwups, schon befindet sich der Körper umgeben von wohlig warmem Wasser. Allerdings braucht unser Mechanismus einige Minuten, bis die gewünschte Entspannung einsetzt. Denn der Druck des Wassers bringt das Herz zunächst einmal ordentlich in Wallung. Erst wenn sich die Gefäße erweitert und der Blutdruck normalisiert haben, lassen wir uns fallen und können das Wellnessbad so richtig genießen. Dann trägt uns das Wasser, so dass wir nahezu schwerelos sind. Die Muskeln lockern sich, die Atmung wird ruhiger - herrlich, diese Tiefenentspannung!

Die besten Tipps für ein Wellnessbad in den eigenen vier Wänden


Wohlfühlatmosphäre schaffen
Abschalten fängt mit Ausschalten an (Handy und Licht). Viel schöner ist Kerzenlicht. Toll für danach: Handtuch und Bademantel auf die Heizung legen. So kann man sich direkt einkuscheln, wenn man aus der Wanne steigt.

Gekonnt vorheizen
Gerade im Winter sind kalte Bäder ein Grauen. Clevere Heizkörperthermostate, die sich wie eine Zeitschaltuhr programmieren lassen, sorgen dafür, dass das Bad genau die richtige Temperatur hat, wenn man in die Wanne steigen will.

Vorher nichts oder nur wenig essen
Essen ist fantastisch - allerdings nicht vor einem Vollbad. Verdauung und warmes Wasser sind für den Kreislauf ein ganz schöner Happen und sorgen leider dafür, dass man das Wellnessbad nicht in vollen Zügen genießen kann.

Ab auf's Klo!
Klingt banal, ist es aber nicht: Vor dem Baden am besten noch einmal schnell aufs Klo gehen. Das warme Wasser regt den Harndrang an. Und wer ständig an seine drückende Blase denken muss, kann nur schlecht entspannen.

Die richtige Wassertemperatur
15 Minuten bei 37 Grad - so lautet die goldene Badeempfehlung. Ist das Wasser zu heiß, leiden Haut und Kreislauf.

Anschließend ausruhen
Gönnen Sie sich auch nach dem Baden ein wenig Ruhe. Kuscheln Sie sich lieber noch kurz auf die Couch, anstatt direkt wieder in den Action-Modus zu schalten.

Eincremen nicht vergessen
Da Baden der Haut Wasser entzieht, sollte man sich in der Regel immer anschließend eincremen, besonders nach Salzbädern. Je nach Hauttyp kann aber auch ein rückfettender Badezusatz ausreichen. In diesem Fall die Haut am besten nur trocken tupfen, um den Schutzfilm zu bewahren. Creme trägt man am besten auf, wenn man nicht mehr nachschwitzt, die Haut aber noch ein wenig feucht ist. So können Pflegestoffe besonders gut einziehen. Und wer das Eincremen mit einer kleinen Massage verbindet, fühlt sich anschließend so richtig schön gepampert.


Welcher Badezusatz eignet sich für welchen Hauttyp?


1. Schaum
Eine Wanne voller Schaum ist schon was Tolles. Doch die kleinen Blubberblasen bestehen aus Tensiden, die in der Lage sind, Fette zu lösen. Menschen mit empfindlicher Haut sollten Schaumbäder daher besser meiden. Bei trockener Haut sollte das Schaumbad auf jeden Fall rückfettende Substanzen beinhalten. Übrigens hilft es nicht, einfach ein paar Tropfen Öl mit in die Wanne zu geben. Dann fällt der Schaum leider in sich zusammen.

2. Milch
Schon Kleopatra badete regelmäßig in Eselsmilch. Die guten Eigenschaften der Milch nutzt man auch heute noch: Das enthaltene Fett wirkt beruhigend, die Säure stärkt den Schutzmantel der Haut. Daher sind Milchbäder auch für sensible und trockene Haut gut geeignet. Aber Achtung: Viele Milchbäder enthalten gar keine Milch oder Molke, sie heißen nur so, da sie aus winzigen Fetttröpfchen bestehen, die das Wasser milchig trüben. Für ein Do-it-yourself-Milchbad muss man mindestens zwei Liter Milch oder Molke in die Wanne geben.

3. Öl
Ölbäder sind eine Wohltat für die Haut, da sie die Zellen mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgen. Gerade trockene oder strapazierte Haut wird so schön geschmeidig gepflegt. Doppelt gut sind ätherische Öle, die nicht nur durch das Badewasser in den Körper gelangen: Ein Teil verdampft und wird über die Atemwege aufgenommen. Je nach Gemütszustand kann man sich so das perfekte Bad einlassen. Lavendel, Rose oder Melisse wirken beruhigend, Kampfer und Rosmarin lösen Verspannungen, Eukalyptus lindert Erkältungserscheinungen. Nur bitte nicht mit Fieber in die Wanne steigen!

4. Badesalz
Nach einem Salzbad fühlt sich die Haut so richtig schön straff an. Das liegt zum einen an den Mineralstoffen und Spurenelementen, die das Salz in die Poren schleust, zum anderen wirkt es entschlackend. Für Menschen mit Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Neurodermitis hat sich Salz aus dem Toten Meer bewährt: Es enthält besonders viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Brom - Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken, Juckreiz lindern, die Talgproduktion regulieren und den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wiederherstellen.

Baden für Besserwisser: Hätten Sie's gewusst?


1. Warum schrumpelt die Haut in der Badewanne?
Wasser ist in der Lage, den Säureschutzmantel der Haut aufzulösen. An den Handinnenflächen und Fußsohlen besitzen wir kaum Talgdrüsen - hier dringt das Wasser in die Zellen ein, um den unterschiedlichen Salzhaushalt auszugleichen. Dieser Osmose genannte Prozess ist auch der Grund dafür, dass wir im Salzwasser nicht so schnell schrumpeln.

2. Wird man beim Baden sauberer als beim Duschen?
Natürlich wird man beim Duschen sauber - ein Bad ist jedoch effektiver. Durch die längere Verweildauer in der Badewanne können Schmutzpartikel jedoch effektiver ausgeschwemmt und Pflegestoffe besser aufgenommen werden. Aber: Duschen geht schneller und trocknet die Haut nicht so sehr aus.

3. Wie heiß kann ein Mensch baden?
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Kälte- beziehungsweise Wärmeempfinden. Ärzte empfehlen für Vollbäder eine Durchschnittstemperatur von 37 Grad - dennoch gibt es Menschen, die Temperaturen um die 42 Grad immer noch als angenehm empfinden. Japaner mögen es z. B. noch heißer und legen sich in sogenannte Onsenbäder mit 48 Grad. Bei 56 Grad ist definitiv Schluss für alle - ansonsten trägt der Körper irreversible Schäden davon.