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Coliving: Der neue Trend nach Coworking

Schon mal was von Coliving gehört? Das ist quasi die Steigerung von Coworking und ein Trend, der von Bali über Tokyo bis Madrid und Hamburg um sich greift.

Coliving: Der neue Trend nach Coworking
Foto: Thinkstock

Was genau ist Coliving?


Sie nennen sich Roam (Bali), Coliving-Hamburg oder Nest (Kopenhagen) und verbreiten sich gerade im Eiltempo über den ganzen Erdball. Viele weitere dürften in kürzester Zeit folgen.
Nach dem Motto geteilter Arbeitsplatz ist gleich doppelter Output, wohnen und arbeiten Menschen unter einem Dach. Coworking war die Vorstufe, Coliving ist die extended Version. Quasi eine Bürogemeinschaft + Wohngemeinschaft.

Wer nutzt diese neuen Wohn- und Businessangebote?


In der Regel nutzen vor allem junge und flexible Menschen (zwischen etwa 20 und 35 Jahren) aus der Medien-, Kreativ-, IT- und Startup-Branche, besser bekannt als Digital Natives, diese neue Lebens- und Arbeitsform. Denn oft benötigen sie nicht mehr als einen Laptop für ihre Arbeit und können ihrem Beruf, der meistens zugleich auch eine Leidenschaft ist, von überall auf der Welt nachgehen. Sie sind nicht an einen festen Büroplatz gebunden und können sprichwörtlich vom Strand aus arbeiten - und genau das tun sie auch. Dank der inzwischen zahlreichen weltweiten Angebote stehen sie nicht mehr allein auf weiter Flur, beziehungsweise baumeln nicht mehr alleine mit ihrem Laptop in der Hängematte, sondern leben und arbeiten gemeinsam mit immer mehr Gleichgesinnten. Der Vorteil: Innerhalb kürzester Zeit sind die Freiberufler noch besser vernetzt als zuvor.

Woher kommt der Coliving-Trend?


Natürlich, wie alle wegweisenden Trends, die in Relation zu Startups stehen, hat Coliving seinen Ursprung in Kalifornien, der Hightech-Wiege des 21. Jahrhunderts. Eines der ersten Wohnprojekte dieser Art nannte sich Rainbow Mansion und wurde 2006 von fünf NASA-Ingenieuren ins Leben gerufen. Danach folgten weitere Gründer-WGs im Silicon Valley und San Francisco wie The Glint oder The Embassy. Von dort aus hat sich die Idee im vergangen Jahrzehnt in ganz Europa verbreitet und findet inzwischen weltweit zahlreiche Nachahmer.

Was kostet das Leben in einer Gründer-WG?


Die Leistungen umfassen in der Regel ein möbliertes Zimmer, ein (eigenes) Bad, großzügige (Open Air) Arbeitsräume, eine Gemeinschaftsküche und - je nach Location - Zugang zum Pool, Yogastudio, Konferenzraum und Waschsalon. Und natürlich darf das Allerwichtigste nicht fehlen: ein High-Speed Internet-Zugang in jedem Winkel des Coliving-Spaces. Die Preisspanne bewegt sich, abhängig vom jeweiligen Ort, der Zimmergröße und dem Leistungspaket, zwischen etwa 500 und 2000 Euro im Monat.

Die Idee hinter der Idee


Freiberufler, Gründer und Kreative treffen auf Gleichgesinnte und können sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam organisieren und vernetzen. Nach US-Vorbild werden gerne auch mal Pitching Wettbewerbe, Coachings und Workshops veranstaltet oder prominente Gastredner eingeladen. Man teilt nicht nur Wohn- und Arbeitsraum, sondern auch Knowhow, Ideen und Branchenkontakte und profitiert vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und befruchtet sich gegenseitig. Stichwort: Synergieeffekte.

Was ist der langfristige Mehrwert von Coliving?


Auch in deutschen Städten wie Hamburg oder Berlin gibt es inzwischen spannende Wohn- und Arbeitsprojekte dieser Art. Der Projekt Coliving-Hamburg beispielsweise versteht sich als "'Sozialer Inkubator' und bietet angehenden Gründern und Gründerinnen all das, was finanzielle Mittel und Investoren in der Regel nicht bieten können: "Ein starkes und zuverlässiges Netzwerk, das richtige Mindset, Mentoring und Coaching durch uns und andere erfahrene Gründer - wir wollen den Gründergeist zum Leben erwecken! In Kooperation mit lokalen Startups, Veranstaltungspartnern und Multiplikatoren planen wir deshalb Events und spezielle Veranstaltungsformate für Gründer." In der WG, mitten im szenigen Hamburger Schanzenviertel gelegen, teilen derzeit eine Hamburger Gründerin, die lokalen Apfelsaft herstellt und vertreibt, eine Content-Strategin, eine PR-Expertin und Texterin, ein Videoproduzent sowie ein Schiffbauingenieur Wohn- und Arbeitsplatz miteinander und leben bereits das Zukunftsmodell.
Nicht mehr lange und Coliving wird ebenso bekannt und verbreitet sein wie Coworking, denn Prognosen zufolge werden in der westlichen Welt bereits in 20 Jahren bis zu 50 Prozent der Menschen fernab von festen Arbeitsplätzen als Freelancer arbeiten.

WIE EINFACH Tipp
Auf der einen Seite stellt flexibles Arbeiten und die Verabschiedung vom starren 9-to-5-Modell für viele (junge) Menschen eine enorme Erleichterung dar und bedeutet einen Gewinn an Lebensqualität. Aber es kommt - wie so oft im Leben - auf den richtigen Umgang an. Gerade weil das Arbeiten vielen Freiberuflern in erster Linie Spaß macht - da es ja um die Verwirklichung eigener Projekte und Träume geht - ist die Gefahr ist groß, dass sich die Arbeit nach und nach immer mehr ins Privatleben schleicht. Wir verraten 10 wirksame Tipps, mit denen es gelingt, regelmäßig richtig abzuschalten und zur Ruhe zu kommen: Abschalten nach Feierabend: 10 wirksame Tipps.


Von Lesley Sevriens



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