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Die richtige Matratze kaufen: Die besten Tipps

Wer die richtige Matratze kaufen möchte, weiß wie kompliziert das ist. Wir verraten die besten Tipps und was man beim Kauf beachten sollte.

Die richtige Matratze kaufen: Die besten Tipps
Foto: Thinkstock

Der richtige Härtegrad
Wichtig: Es gibt keine genormte, herstellerübergreifende Härtegrad-Definition. Diese Angaben variieren von Anbieter zu Anbieter. Darüber hinaus weist jedes Material unterschiedliche Härte-Eigenschaften auf. Aber aufgrund spezifischer Angaben wie Körpergröße, Körpergewicht, bevorzugte Liegeposition, eventuelle Rücken- und Wirbelsäulen-Probleme lässt sich mit mithilfe eines einem Fachmann ganz gut ermitteln, welche Matratze speziell für Sie die Richtige ist. Tipp: Lieber vor Ort beraten lassen und Probe liegen, von falschen Online-Produktversprechungen zu vertrauen.

Welche Matratzenart am besten zu einem passt, richtet sich in erster Linie nach dem individuellen Schlafverhalten und der bevorzugten Schlafposition.

Seitenschläfer
Wer die Nacht bevorzugt in der "anspruchsvollen" Seitenlage verbringt, sollte sich für eine hochflexible Schlafunterlage entscheiden, da die Hüfte in die Matratze einsinken muss, während die Taille von unten gegengestützt werden muss. Weshalb die Matratze ein Höchstmaß an Elastizität und Flexibilität aufweisen sollte. Stichwort hohe Punktelastizität!

Bauchschläfer
Bauchschläfer hingegen müssen darauf achten, dass die Matratze im Lendenwirbelbereich nicht zu weich ist, damit der Körper über Nacht nicht in eine Hohlkreuzlage gerät. Eine ausgeprägte Punktelastizität ist nicht erforderlich.

Rückenschläfer
Wer am liebsten in der Rückenlage schläft, benötigt eine Matratze, die die Wirbelsäule in eine entspannte Position bringt und diese von unten gut stützt. Eine hohe Punktelastizität ist auch beim Rückenschläfer nicht nötig.


Kaltschaum, Federkern oder Latex?



Federkernmatratzen
Federkernmatratzen haben einen Kern aus Spiralfedern. Am hochwertigsten sind so genannte Taschenfederkernmatratzen, in denen die einzelnen Metallfedern in eine Tasche eingenäht sind. Diese gewährleistet ein punktuelles Einsinken und entlastet den Körper besser als herkömmliche Federkernmatratzen.

Latexmatratzen
Latexmatratzen zeichnen sich durch eine hohe Elastizität aus, die sie besonders weich und anpassungsfähig macht. Gut zu wissen: Matratzen aus Synthese-Latex weisen ein weitaus geringeres Feuchtigkeits-Transportvermögen sowie eine geringere Belüftung auf als 100% Naturlatex-Matratzen. Ein grundsätzlicher Nachteil ist, dass Latexmatratzen wesentlich schwerer als Schaumstoffmatratzen sind, was das regelmäßige Wenden der Matratze schwieriger gestaltet. Deshalb unbedingt darauf achten, dass diese Matratzen integrierte Tragegriffe haben.

Schaumstoffmatratzen
Früher hatten Schaumstoffmatratzen einen eher schlechten Ruf, doch so genannte Kaltschaummatratzen stehen Latexmatratzen in Sachen Elastizität in nichts nach. Allerdings gibt es große Qualitätsunterschiede: Hochwertige Schaumstoffmatratzen verfügen meist über mehrere Schichten, wobei die mittleren Lagen härter sind als die Außenschichten. Ein Qualitätsmerkmal ist das Raumgewicht der Matratze: Pro Kubikmeter sollten es laut Experten mindestens 40 Kilogramm Schaum sein.

Zwei Matratzen für das Doppelbett
Ab einer Matratzenbreite von 140 Zentimetern sollten Paare lieber auf zwei separaten Unterfederungen und Matratzen im Doppelbett schlafen, statt auf einer durchgängigen Matratze. Denn auf einer gemeinsamen Matratze wird der Schlaf immer wieder durch die Bewegungen des Partners (im Durchschnitt dreht sich jeder Mensch etwa 60-mal pro Nacht) gestört. Zudem sorgt das - in der Regel - unterschiedliche Gewicht für eine einseitige Absenkung der Matratze, die eine gleichmäßige Unterstützung verhindert.

Das richtige Lattenrost
Damit sich Rückenmuskulatur und Bandscheiben in der Nacht möglichst gut regenerieren können, sollten Matratze und Lattenrost die Wirbelsäule in jeder Schlafstellung entlasten. Experten raten zu Lattenrosten mit hochflexiblen Schichtholz-Leisten, die sich jeder Liegeposition anpassen können und den Lendenwirbelbereich optimal stützen. Unflexible Leisten fördern eine Kuhlenbildung der Matratze und vermindern die Lebensdauer der Schlafunterlage. Optimal sind Bettensysteme, bei denen Lattenrost und Matratze vom selben Hersteller stammen und aufeinander abgestimmt sind.

Spezial-Matratzen für Rückenerkrankungen und Allergien
Inzwischen gibt es zahlreiche orthopädische Spezial-Matratzen für Menschen mit Halswirbel- oder Lendenwirbel-Problemen, sowie Matratzen mit speziellen waschbaren Bezügen für Allergiker, die beispielsweise unter Hausstaub-Allergien oder Neurodermitis leiden.

Wie lange hält eine Matratze?
Experten raten dazu, die Matratze aus hygienischen Gründen etwa alle 8 Jahre austauschen. Die Haltbarkeit hängt jedoch auch von der Art der Matratze ab: Kaltschaummatratzen können mit der Zeit an Härte verlieren und zur Kuhlenbildung neigen. Bei Latexmatratzen tritt die Kuhlenbildung kaum auf, weshalb sich diese Matratzen besonders für schwerere Menschen eignen.

Garantie und Umtauschrecht beim Matratzenkauf
Qualitativ hochwertige Matratzen sollten uns rund 25.000 Stunden durch die Nacht begleiten - das entspricht bei durchschnittlich 8 Stunden Schlaf pro Nacht gute 8 Jahre. Deshalb sollte man beim Kauf nach Möglichkeit 10 Jahre Garantie vereinbaren. Ob eine Matratze ergonomisch wirklich die Richtige ist, weiß man erst, wenn man darauf darauf geschlafen hat. Im Schnitt benötigt man etwa 4 bis 6 Wochen um, um eine klare Aussage treffen zu können. Daher sollte man ein Umtauschrecht vereinbaren, welches mindestens 6 Wochen Gültigkeit hat.

Die richtige Pflege
Damit die Matratze gleichmäßig belastet wird und die Elastizität auch über viele Jahre erhalten bleibt, sollte sie regelmäßig gedreht und gewendet werden - am besten bei jedem Bettwäschewechsel. Zudem sollte die Matratze regelmäßig gründlich gelüftet werden, um Keim- und Schimmelbildung vorzubeugen. Außerdem empfiehlt es sich, die Matratze hin und wieder mit einer weichen Bürste zu reinigen.

WIE EINFACH Tipp:
Ein kurzes Sonnenbad wirkt Wunder, da die UV-Strahlen die Keime in der Matratze abtöten.


Von Lesley Sevriens

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