Gemüse anbauen: Tipps für Anfänger

Gemüse anbauen leicht gemacht. Wir verraten Tipps, dank denen auch Anfänger Lebensmittel aus dem eigenen Garten genießen können.

Gemüse anbauen: Tipps für Anfänger
Foto: Caroline Atwood/Unsplash

Gemüse anbauen: Die richtige Vorbereitung


Die besten Lebensmittel kommen aus dem eigenen Garten: Sie sind regional, saisonal und knackfrisch. Nichts schmeckt so gut wie der erste eigens gezüchtete Kohlrabi oder Pflücksalat. Auch Anfänger mit wenig Erfahrung können ohne viel Arbeit Gemüse anbauen und die Erzeugnisse nur wenig später genießen. Wir verraten, worauf Sie beim Anbau achten müssen und welches "Anfängergemüse" wie für Sie gemacht ist.

Der ideale Standort


Ein sonniges, windstilles Plätzchen mit guter Wasserversorgung ist der ideale Standort zum Gemüseanpflanzen. Mindestens halbtags sollte Sonnenlicht auf die Beete fallen, damit Ihr Gemüse prächtig wachsen und gedeihen kann. Tipp: In Trockenzeiten zweimal in der Woche jeweils einen halben Liter Wasser pro Pflanze direkt auf die Wurzeln geben (statt mit der Kanne täglich die Blätter zu bewässern).

Der richtige Boden


Die Bodenstruktur ist ebenfalls sehr wichtig für das Gelingen der eigenen Erzeugnisse. Die Beimischung von reifem Kompost gleicht sandigen Boden ideal aus. Tipp: Das (nicht verzehrbare) Blattgrün der Erzeugnisse sammeln, in kleine Stücke hacken, zudecken, feucht halten und zwischendurch auflockern - und schon haben Sie im ersten Jahr Ihren eigenen Kompost.
Mikroorganismen, Insekten und Regenwürmer sind enorm wichtig für den Nährstoffgehalt des Bodens. Sie fühlen sich besonders wohl in einer Mulchschicht aus Laub, Gras oder gehäckseltem Gartenabfällen, die über die Erde ausgebreitet wird. Zudem bewirkt diese Schicht, dass der Boden auch in trockenen Perioden länger feucht und gut belüftet bleibt. Ist der Boden hingegen besonders lehmig, hilft meist bereits die Zugabe von etwas Sand. Tipp: Statt zur Bodenbelüftung die Erde im Frühjahr und Herbst mit dem Spaten umzugraben, was das Bodengefüge nur unnötig stört und durcheinander bringt, eignet sich eine Grabegabel, die in regelmäßigen Abständen in die Erde gestochen wird.

Mischkulturen & Fruchtfolge


Beim ersten Anpflanzen sollten Sie mit "Anfängergemüse" wie Radieschen, Zucchini und Kürbis starten. WICHTIG: Salat, Radieschen oder Kohlrabi sind bereits nach wenigen Wochen erntereif und können über mehrere Jahre hinweg am selben Ort angepflanzt werden, Langzeitkulturen wie Kohl hingegen sollten nicht drei Jahre hintereinander im gleichen Beet stehen. Weitere wichtige Regeln, die Sie beim Anpflanzen unbedingt beachten sollten, lauten: Tomaten sollten nie neben Kartoffeln, Fenchel oder Erbsen angepflanzt werden, Erbsen nicht neben Bohnen und Zwiebeln nie zusammen mit Kohl oder Buschbohnen. Der Vorteil an Mischkulturen: Sie halten Schädlinge fern. Wer mehr über die vielen Kombinationsmöglichkeiten, Fruchtfolgen und Pflanzenfamilien lernen möchte, erfährt mehr kleingaertnerin.de.

Radieschen
Radieschen sind das ideale Anfängergemüse und dürften für erste Erfolgserlebnisse sorgen - sie wachsen in jedem Boden und man kann sie bereits nach wenigen Wochen ernten.
- Aussaat: Ab Ende März. Ein Korn im Abstand von jeweils 5 cm in kleine Rillen geben. Achtung: Beim Kauf drauf achten, dass es Radieschen-Saatgut fürs Frühjahr und für den Sommer gibt.
- Pflege: Regelmäßig gießen, von Unkraut frei halten und vor Schnecken schützen.

Kartoffeln
Auch Kartoffeln sind sehr einfach anzubauen. Außerdem eignen sie sich perfekt als Erstkultur auf neuen Beeten. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Sorten, inzwischen erleben viele alte Sorten ein Comeback.
- Anbau: Die so genannten Saatkartoffeln werden im Mai, wenn die Frostphasen vorbei sind, in ca. 15 cm tiefe Furchen die Erde gelegt. Sobald die Triebe eine Höhe von etwa 20 cm erreicht haben, werden diese mit Erde aufgeschüttet, so dass sich ein kleiner Erddamm bildet. Dass die Kartoffeln erntereif sind, erkennt man daran, dass das Laub welk wird.
- Pflege: Zu Beginn muss das Beet von Unkraut befreit werden, später erledigen die Kartoffeln das von selbst. Aufgepasst: Sollten Kartoffelkäfer das Laub befallen, müssen diese abgesammelt werden.

Salat
So genannter Pflücksalat ist nicht nur immens pflegeleicht, er birgt auch den Vorteil, dass jeweils nur die äußeren Blätter aberntet werden und der Salat munter weiter wächst, sodass nur wenige Salatköpfe für reiche Erträge sorgen.
- Aussaat: Ab Ende März werden die Samen in flachen Reihen ausgestreut und mit einer dünnen Schicht Erde abgedeckt, sodass die Samen Licht zum Keimen haben.
- Pflege: Feucht halten und vor Schnecken schützen! Sobald die ersten Keimlinge zu sehen sind, werden diese so reduziert, dass jeweils 20 cm Abstand voneinander haben. Alle anderen Keimlinge herausziehen und entweder an anderer Stelle wieder einpflanzen oder aber verschenken.

Zwiebeln
Zwiebeln verfeinern so ziemlich jedes Gericht und wachsen und gedeihen in der Regel prächtig und ohne Schädlinge.
Anbau: Ideal für Anfänger sind so genannte Steckzwiebeln, die im Abstand von ca. 15 cm zur Hälfte in die Erde gesteckt werden. Im Herbst, wenn das Laub welk geworden ist, werden sie aus der Erde gezogen. Tipp: Bei trockenem Wetter einfach noch einige Tage auf dem Beet liegen lassen, das verlängert ihre Haltbarkeit.
Pflege: Von Unkraut befreien und ab und zu den Boden lockern.

Zucchini und Kürbis
Zucchini und Kürbis wachsen so schnell, dass man ihnen quasi dabei zusehen kann.
- Anbau: Zucchini und Kürbisse ab März auf der Fensterbank vorziehen und im Mai, nach den Eisheiligen, auspflanzen. Ein geeigneter Ort ist beispielsweise die Nähe eines Komposthaufens.
- Pflege: Zucchini- und Kürbis unbedingt vor Schnecken schützen. Gerade die jungen Pflanzen munden den Schnecken besonders gut. Tipp: Zucchiniblüten sehen nicht nur extrem dekorativ aus, sie schmecken auch vorzüglich!

Möhren
Möhren keimen zwar sehr langsam, dafür sind sie sehr pflegeleicht. Lockerer Boden eignet sich für ihren Anbau am besten.
- Anbau: Möhren können ab März gesät werden. Tipp: Als Markiersaat Radies mit in die Möhrenreihen einsähen, damit man besser sehen kann, wo die Möhren später wachsen werden.
- Pflege: Den Boden immer wieder vorsichtig lockern (ohne dabei in die Möhren zu hacken).

WIE EINFACH-Tipp
Ein Hochbeet sorgt dafür, dass Sie Ihre Gartenarbeit bequem im Stehen verrichten können - ohne Rückenschmerzen. Zudem lassen sich auf kleinstem Raum besonders hohe Erträge erzielen, denn Kräuter und Gemüse reifen aufgrund des guten Klimas innerhalb eines Hochbeetes schneller und können rascher geerntet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Wühlmäuse und Nacktschnecken schlechter an die Pflanzen gelangen. Wir verraten, wie Sie ein Hochbeet anlegen und bepflanzen können.


Von Lesley Sevriens

PRODUKTEMPFEHLUNGEN



NEWSLETTER ABONNIEREN
News-Update
Lassen Sie sich inspirieren


Mit den Wie Einfach! News erhalten Sie clevere Tipps, tolle Ideen, Infos zu Rabattaktionen und neuen Produkten.
Jetzt anmelden und 5 € Gutschein sichern!

E-Mail


NACH OBEN
NACH OBEN


© WIE EINFACH 2018
Trusted Shops Guarantee
 
Trusted Shops Seller: www.wieeinfach.de 4.72 /  5.00   (234) Bewertungen