Hochbeet anlegen: So geht`s!

Sie möchten ein Hochbeet anlegen? Jetzt im Frühling ist die ideale Zeit dafür. Wir verraten, wie Sie ein Hochbeet bepflanzen und auch selber bauen können.

Hochbeet anlegen: So geht`s!
Foto: Unsplash

Hochbeet - die Vorteile


Ein Hochbeet sorgt dafür, dass Sie Ihre Gartenarbeit bequem im Stehen verrichten können - ohne Rückenschmerzen. Zudem lassen sich auf kleinstem Raum besonders hohe Erträge erzielen, denn Kräuter und Gemüse reifen aufgrund des guten Klimas innerhalb eines Hochbeetes schneller und können rascher geerntet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Wühlmäuse und Nacktschnecken schlechter an die Pflanzen gelangen.

Der ideale Standort für ein Hochbeet


Das Hochbeet sollte an einem sonnigen Standort angelegt werden, da in Hochbeeten in der Regel vor allem sonnenhungrige und wärmeliebende Gemüsepflanzen kultiviert werden. Mit einem Standort in Nord-Süd-Richtung lässt sich die Sonneneinstrahlung am effektivsten nutzen. Achten Sie auch darauf, dass weder Bäume noch Häuser oder Anbauten Schatten auf das Beet werfen. Tipp: Da ein Hochbeet mehr Wasser als ein Flachbeet benötigt, ist es von Vorteil, wenn sich ein Wasseranschluss in der Nähe befindet.

Hochbeet anlegen - der ideale Zeitpunkt


In Baumärkten und Gartencentern finden Sie inzwischen zahlreiche praktische, erweiterbare Bausätze, mit denen sich ein Hochbeet im Handumdrehen und ohne handwerkliche Vorkenntnisse anlegen lässt. Herbst und Frühling sind der ideale Zeitpunkt dafür, denn dann fällt automatisch jede Menge natürlicher Abfall im Garten an - die ideale Nährstoffquelle für das Hochbeet.

Hochbeet befüllen - Schicht für Schicht


Die Befüllung eines Hochbeetes setzt sich aus einem Mix aus verschiedenen Blumenerden, Kompost, Ästen, Pflanzenzuschnitt und Laub zusammen, dabei geht man nach dem Schichtprinzip vor. Aufgrund der Verrottung entsteht - ähnlich wie in einem Komposthaufen - ein extrem nährstoffreicher Humus und Wärme. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Flachbeet ist es im Inneren eines Hochbeetes bis zu 5° wärmer. Aufgrund dessen keimt das Saatgut besonders schnell und die Erträge sind höher.
Und so wird geschichtet: Wer sein Beet auf einer Rasenfläche anlegt, sticht zunächst eine Grasnarbe heraus und verlegt auf dem Erdboden einen engmaschigen Kaninchendraht (damit Wühlmäuse keine Chance haben). Die Wände des Beetes werden mit Teichfolie ausgekleidet. Nun wird die erste Schicht aus grobem Material wie Äste, Zweige und grobes Häckselgut gelegt - das sorgt für eine gute Durchlüftung. Anschließend wird eine Schicht aus Grasschnitt, Stroh oder Strohpellets und Kleintierstreu im Beet verteilt. Tipp: Alternativ können Sie auch die Grasnarbe (mit der Wurzelseite nach oben) auf der Äste-Schicht ausbreiten. Anschließend folgt eine dicke Schicht aus Laub (ca. 30 bis 40 cm, das Laub darf ruhig auch feucht sein, das beschleunigt den Zersetzungsprozess). Als nächstes geben Sie eine ca. 15 cm dicke Schicht mit grobem Kompost auf. Und zu guter Letzt folgt eine ca. 10 cm dicke Schicht aus Feinkompost oder Gartenerde. Tipp: Auch Stallmist gibt einen super Dünger ab - einfach beim nächst gelegenen Bauernhof oder Reitstall nachfragen!

Hochbeet bepflanzen


Ob Sie in Ihrem Beet ausschließlich Gemüse, Kräuter, Blumen oder eine Mischung aus allen dreien anbauen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Das erste, besonders düngerreiche Hochbeetjahr ist jedenfalls ideal, um Kartoffeln, Tomaten, Zucchini, Lauch, Sellerie sowie sämtliche Kohlarten anzupflanzen. So genannte "Mittelzehrer" pflanzen Sie am besten erst im zweiten Jahr an. Dazu zählen unter anderem Radieschen, Karotten, Knoblauch, Zwiebeln und Salat. Im dritten Jahr, wenn die Düngerpower im Hochbeet langsam nachlässt, können Sie auch anspruchslosere Gewächse wie Erbsen, Stangenbohnen und Erdbeeren anpflanzen. Tipp: Die hohen Pflanzen in die Mitte setzen, damit möglichst alle Pflanzen ausreichend Licht bekommen.

Hochbeet selber bauen


Sie möchten Ihr Hochbeet lieber selber bauen, anstatt fertige Bausätze zu kaufen? Kein Problem. Alles was Sie dazu benötigen, ist ein sonniges Plätzchen, dicke Holzbohlen, Holzleisten, Holzschutzlasur, Zollstock, Bohrer, Holzschrauben, engmaschiger Draht, Folie und Steine. Tipp: Das Hochbeet lieber länger als breiter anlegen, so dass Sie die Pflanzen von allen Seiten gut erreichen können. Ein üblicher Durchmesser ist 1,20 Meter. Auf mein-schoener-garten.de finden Sie eine tolle Schritt-für-Schritt-Anleitung.

WIE EINFACH Tipp
Inzwischen gibt es auch praktische und platzsparende Hochbeete, die mit Rollen ausgestattet sind, so dass das Beet nicht an feste Plätze in Ihrem Garten gebunden ist, sondern je nach Bedarf umgestellt werden kann. Das ist besonders praktisch für den Balkon. Je nach Wetterlage kann das mobile Beet immer wieder an neue Sonnenplätze gestellt werden.


Von Lesley Sevriens

PRODUKTEMPFEHLUNGEN



NEWSLETTER ABONNIEREN
News-Update
Lassen Sie sich inspirieren


Mit den Wie Einfach! News erhalten Sie clevere Tipps, tolle Ideen, Infos zu Rabattaktionen und neuen Produkten.
Jetzt anmelden und 5 € Gutschein sichern!

E-Mail


NACH OBEN
NACH OBEN


© WIE EINFACH 2018
Trusted Shops Guarantee
 
Trusted Shops Seller: www.wieeinfach.de 4.72 /  5.00   (234) Bewertungen