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Richtig lüften: Frischluft fürs Wohnklima

Wohnen im Altbau verliert im Winter durch feuchte Wände seinen Charme. Die Lösung des Problems: Täglich richtig lüften! Lesen Sie hier, wie das geht.

Richtig lüften: Frischluft fürs Wohnklima
Foto: Gallery Stock

Besonders in den kalten Monaten des Jahres verbringen wir bis zu 90 Prozent unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGov belegt, dass für 73 Prozent der Deutschen "Wohngesundheit" einen hohen Stellenwert hat. Besonders wichtig ist dabei der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft. Liegt dieser deutlich über dem Idealmaß, schlägt sich die Nässe an kalten Stellen wie zum Beispiel den Außenwänden nieder und das Risiko der Schimmelbildung steigt. Dass dies trotz Sanierungsboom und moderner Baustoffe keine Seltenheit ist, ergab eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP). Demnach leben 84 Millionen Europäer in zu feuchten oder schimmeligen Wohnungen und Häusern. Die Folge dieser Wohnsituation: Ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko an den Atemwegen oder einer lebenslangen Allergie zu erkranken.

Alles dicht: Energieeffizienter Wohnraum hat auch Nachteile


In alten Häusern zieht es manchmal spürbar. Pfeift ab und an ein Windhauch durch undichte Fugen und Ritzen, entspricht dies zwar nicht den aktuellen Zielen der Klimapolitik, aber es sorgt für ein prima Wohnklima. In energetisch sanierten Gebäuden und Neubauten findet kaum ein Luftaustausch statt, da Bauherren zur Vermeidung von Wärmeverlusten die Dämmung und die Dichtheit des Gebäudes optimieren. Feuchtigkeit, die beim Kochen, Duschen, Wäschetrocknen oder einfach nur durch das Schwitzen der Bewohner der Wohnung entsteht, bleibt im Raum. Auf diese Weise werden in einem Vierpersonenhaushalt mindestens zwölf Liter Wasserdampf pro Tag produziert. Experten empfehlen deshalb Feuchtigkeit, Kohlendioxid und eventuell schadstoffbelastete Ausdünstungen von Möbeln oder Reinigungsmittel je nach Wohnverhalten per manueller oder automatischer Lüftung nach draußen zu verbannen. Doch viele Deutsche wissen gar nicht, wie sie richtig lüften können.

Richtig lüften: Die wichtigsten Regeln für den Sauerstoffkick:



Wie oft?
Lüften Sie drei- bis fünfmal täglich, je nachdem wie belebt Ihr Wohnraum ist und wie lange sich Menschen darin aufhalten.

Wie?
Idealerweise sollten Sie zwei sich gegenüberliegende Fenster öffnen, damit für circa 5-10 Minuten "Durchzug" entsteht. Wichtig: Gardinen und Vorhänge beim Lüften immer ganz zur Seite schieben.

Wann?
Morgens nach dem Aufstehen, wenn die Räume stark belebt sind oder unmittelbar im Anschluss an das Duschen, Baden, Kochen oder Fußbodenwischen ist eine fünf minütige Stoßlüftung ideal, um den Wasserdampf aus dem Raum zu befördern, bevor er an Fenstern, Spiegeln oder Wänden kondensiert. Wichtig: Lassen Sie Fenster im Erdgeschoss zum Schutz vor Einbrechern nicht geöffnet, wenn niemand im Haus ist.

Was kann helfen?
Befestigen Sie ein Hygrometer in der Nähe einer Außenwand und checken Sie den Stand der Anzeige. Bei 60 Prozent Luftfeuchtigkeit heißt es: Fenster auf!


Von Inga Paulsen

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