Wandfarben: Die besten Tipps zum Streichen

Lust auf einen neuen Anstrich? Wir haben die besten Tipps zum Streichen zusammengetragen und verraten, wie man lästige Schimmelflecken los wird, welche Wandfarben welche Eigenschaften haben und was für eine Wirkung sie erzielen.
Wandfarben: Die besten Tipps zum Streichen Wandfarben: Die besten Tipps zum Streichen Wandfarben: Die besten Tipps zum Streichen
Foto: David Pisno/Unsplash
Vorbereitung - eine Checkliste
Bevor es losgehen kann mit dem neuen Anstrich, sollte man zunächst sicherstellen, dass man alle notwendigen Utensilien in Reichweite hat. Anbei eine hilfreiche Checkliste:

- Kreppband und Folien
- Leiter oder Trittleiter
- Pinsel und Farbroller (am besten in unterschiedlichen Größen)
- Spachtelmasse
- Handschuhe und Mundschutz
- Farben

Farbverbrauch berechnen
Der jeweilige Farbverbrauch (der bei jeder Farbe individuell ist) wird für gewöhnlich auf den Farbeimern in ml/mē angegeben. Vor dem Farbkauf also unbedingt die Quadratmeterzahl der zu streichenden Fläche berechnen. Wichtig: Ausbesserungen und einen eventuellen zweiten Anstrich mit einkalkulieren!

Abkleben
Folien und Kreppband sind unerlässlich, um die Umgebung vor fiesen Farbspritzern zu schützen. Nicht nur Möbel und den Boden, sondern auch Steckdosen, Türrahmen sollten vor dem Streichen sorgfältig mit einer Folie abgedeckt, beziehungsweise mit Kreppband abgeklebt werden.

Wände vorbehandeln
Feine Risse oder Löcher vor dem Streichen aufbürsten und gegebenenfalls mit Spachtelmasse füllen. Tipp: Weiße Zahnpasta fungiert bei kleineren Löchern ebenfalls als super Lückenfüller. "Störenfriede" wie Nägel oder alte Farbtropfen vor dem Streichen entfernen, beziehungsweise abschmirgeln. Unterschiedliche Untergründe vor dem Anstrich mit einer Grundierung ausgleichen.

Verputzte Wände streichen
Weil Putz ein ungleichmäßig saugender Untergrund ist, sollte man auf verputzte Wände zunächst so genannten Putzgrund als Grundierung auftragen und die Fläche erst anschließend mit einer Innenwandfarbe bestreichen.

Wasser-, Rost- und Schimmelflecken überstreichen
Wasser- oder Rostflecken zunächst mit einer Isolierfarbe behandeln. Anschließend kann die eigentliche Farbe aufgetragen werden. Wer Schimmelflecken überstreichen möchte, sollte die betroffenen Stellen zunächst mit Anti-Schimmel-Mittel oder einer DIY-Wasser-Essig-Mischung (im Verhältnis 3:1) behandeln. Handschuhe und Mundschutz nicht vergessen! Das Mittel mit einem Pinsel oder Schwamm auftragen, gut trocknen lassen und gegebenenfalls wiederholen. Anschließend mit der Wunschfarbe streichen.

Goldene Faustregel: Erst Decke, dann Wände streichen
Wer sowohl den Wänden als auch den Decken einen neuen Farbton bescheren möchte, für den gilt: Erst die Decke, dann die Wände streichen - damit die frisch getünchten Wände nicht mit Farbflecken vollgekleckst werden.

Streichen - die richtige Technik
Mit einem einer kleinen Rolle oder einem Flachpinsel zunächst alle Ecken, Kanten Ränder vorstreichen und einen etwa fünf Zentimeter breiten Streifen streichen. Um ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, die Farbe anschließend mit einer breiten Rolle von oben nach unten auf die Wand auftragen, dann im Kreuzgang quer darüber. Wichtig: Während und vor allem nach dem Streichen für ordentliche Belüftung und guten Durchzug sorgen, damit die Farbe schnell trocknet und die Farbdämpfe entweichen können.

WIE EINFACH Tipp
So genannte Leimfarben eignen sich besonders gut als Innenfarbe, da sie umwelt- und gesundheitsfreundlich sind und für ein angenehmes, ausgeglichenes Raumklima sorgen, in dem Schimmelpilze keine Chance haben. Ebenfalls sehr beliebt sind so genannte Dispersionsfarben, denn sie lassen sich ganz leicht mischen, abtönen und mit neuer Farbe überstreichen. Wer bezüglich der Farbauswahl unsicher ist, findet hier einen guten Überblick über die verschiedenen Eigenschaften von Farben und Lacken.

Die Wirkung von Farben
Der Ton macht nicht nur die Musik, sondern auch die Stimmung: Farbige Wände kreieren in Räumen eine ganz eigene Atmosphäre. Sie können das Tageslicht beeinflussen, Räume größer oder kleiner wirken lassen, stimulieren oder beruhigen. Farben wie Grün und Rot beispielsweise wirken belebend, Blau beruhigt, Gelb versprüht gute Laune.
Ob frische Frühlingsfarben oder tiefe Erdtöne, mattes Blau oder glänzendes Anthrazit - jede Farbe erzielt ihre ganz eigene Wirkung, erst recht im Zusammenspiel mit Möbeln und Wohnaccessoires. Tipp: Wer vor einem Anstrich auf Nummer sicher gehen möchte, kann mit so genannten Farbtontestern zu Hause in Ruhe überprüfen, ob der ausgewählte Farbton auch wirklich zur Wohnung und jeweiligen Umgebung passt.

PS: Wer zu faul zum Streichen ist, kann bereits mit einfachsten Mitteln für Abwechslung an und in den eigenen vier Wänden sorgen - beispielsweise mit Wandtattoos oder Kupfer-Konfetti. Denn die Wandsticker lassen sich ebenso einfach anbringen wie rückstandslos wieder entfernen.