Was hilft gegen Silberfische?

Silberfische treten besonders häufig in Badezimmern oder Küchen auf. Wir verraten, was das für Tierchen sind und wie Sie sie loswerden können.
Was hilft gegen Silberfische? Was hilft gegen Silberfische? Was hilft gegen Silberfische?
Foto: plainpicture/P. Eltes
Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt: Wir sind nicht allein in unseren vier Wänden. Wissenschaftler der North Carolina State University haben 50 freistehende Häuser mit insgesamt 554 Zimmern durchsucht und sind dabei auf knapp 600 verschiedene Arten von Insekten, Spinnen und Milben gestoßen. Insgesamt waren nur fünf Zimmer komplett frei von Ungeziefer. Zwar gibt es für Deutschland keine vergleichbare Untersuchung, nach der Veröffentlichung der Studie im Fachjournal "PeerJ" meldeten sich aber Experten zu Wort, die davon ausgehen, dass es hierzulande ähnlich aussieht. Viele der Mitbewohner sind allerdings keine Schädlinge, wie z. B. Silberfische. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über die silbrig-glänzenden Krabbeltiere wissen sollten.

Was sind das eigentlich für Tiere?


Der Name Silberfische ist irreführend, denn es handelt sich nicht um Fische, sondern um flügellose Insekten der Ordnung Fischchen. Daher ist die richtige Bezeichnung auch eigentlich Silberfischchen. Sie werden kaum größer als einen Zentimeter, haben sechs Beine und fünf Fühler (zwei vorne, drei hinten). Ihre Bezeichnung leitet sich von ihrer Körperform ab, die an Fische erinnert und der Tatsache, dass sie silbrig glänzen. Da sie von Kohlenhydraten und Zuckern angelockt werden, nennt man sie zuweilen auch Zuckergast.

Sind Silberfische schädlich?


Niemand hat gerne Insekten in den eigenen vier Wänden - man denke nur an Ameisen, Mücken oder Kellerasseln. Mit Silberfischen ist das nicht anders. Allerdings sind sie nicht gefährlich oder gar gesundheitsgefährdend, sondern sogar nützlich. Denn sie fressen Schimmelpilze und Hausstaubmilben, auf deren Kot man allergisch reagieren kann. Wenn sich Silberfische jedoch zu stark vermehren, können sie zur Plage werden und Lebensmittel befallen oder Tapeten und Bücher anfressen. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall etwas unternehmen.

Warum kommen Silberfische in die Wohnung?


Silberfische fühlen sich an warmen, feuchten Orten mit mindestens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Daher trifft man sie häufig im Badezimmer, der Küche oder der Waschküche an. Tagsüber verstecken sich die nachtaktiven Tierchen unter Kühlschränken oder hinter losen Tapeten und Fußleisten. Man sieht sie daher meistens nur, wenn man abends oder nachts das Licht anschaltet und sie überrascht. Oft wird angenommen, man habe zu wenig geputzt. Silberfische kommen jedoch nicht in die Wohnung, weil es unsauber ist, sondern weil sie das feuchtwarme Klima in einigen Räumen lieben.

Wie kann man Silberfische bekämpfen?


Zu viel Luftfeuchtigkeit zieht Silberfische an und kann zudem Schimmel begünstigen. Es ist daher wichtig, immer ausreichend zu lüften. Experten empfehlen mindestens zwei Mal am Tag stoßzulüften, da die Luft im Raum so am besten ausgetauscht werden kann. Falls das nicht helfen sollte, kann man die Insekten auch mit einfachen Hausmitteln fangen. Eine aufgeschnittene Kartoffel oder ein feuchtes Tuch, das mit Mehl und Zucker bestreut wurde, eignen sich hervorragend als Köder. Ebenso leere Streichholzpackungen, in die man ein wenig Honig träufelt. Süßem können die Silberfischchen einfach nicht wiederstehen. Sollte das keine Wirkung zeigen, gibt es im Baumarkt auch chemische Mittel zur Bekämpfung. Allerdings sollte man wie man allen Giftstoffen im Haushalt im Hinterkopf behalten, dass man sehr sorgsam damit umgehen und sicherstellen sollte, dass Kinder und Hunde nicht damit in Kontakt kommen.